Freeware: iTunes-Alternativen vorgestellt
Songbird: Entwicklung steckt noch in den Kinderschuhen
Die Verwandtschaft zur Mozilla-Familie macht es möglich, dass der Songbird nicht nur als Player, sondern auch als Browser taugt. Was sich zunächst wie eine unnötige Spielerei anhört, hat auch ganz praktischen Nutzen: Beispielsweise scannt der Songbird angesurfte Seiten auf Audiodateien. Nutzer können dann alle aufgestöberten Files mit einem Mausklick zur Bibliothek hinzufügen. Wer so zum Beispiel die Webseiten von Musik-Labels absurft, die häufig eine kleine Auswahl an Gratis-MP3s auf ihren Seiten zur Verfügung stellen, kann seine Bibliothek innerhalb kürzester Zeit legal und kostenlos um eine stattlich Anzahl von Titeln erweitern.
Ansonsten verfügt der Player über die wichtigsten iTunes-Funktionen wie das Podcast-Abonnement oder die intelligenten Wiedergabelisten. Audio-CDs abspielen und rippen können Nutzer erst mit einer der nächsten Songbird-Versionen. Denn derzeit befindet sich die Software noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium, was erklärt, warum der Player noch vergleichsweise langsam und bugverseucht ist.
Wenn die Entwickler die zahlreichen Fehler ausmerzen, ist Songbird aber eine vielversprechende Alternative zu iTunes. Das gilt vor allem deshalb, weil genau wie beim Erfolgsbrowser Firefox Programmier-Profis und Hobby-Entwickler Erweiterungen für den Player schreiben können. So können Nutzer bei Songbird unkompliziert sinnvolle Funktionen nachrüsten. Bereits programmiert ist ein Tool für den Import von iTunes-Bibliotheken. Wer auf Songbird umsteigen will, kann so sämtliche bei der Apple-Software gelisteten Titel inklusive Bewertung einfach übernehmen.
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Für Bastler: Foobar 2000
Auf den ersten Blick scheint der spartanisch wirkende Foobar-2000-Player nicht in die Reihe der iTunes-Alternativen zu passen. In der Standardversion verzichtet der Player auf so gut wie jeden Schnickschnack: Nicht einmal über einen Schieberegler für die Lautstärke verfügt der Player. Den Geräuschpegel können Nutzer genau wie viele andere Funktionen per Tastatur bedienen, die beliebig konfigurierbar ist.
Wer etwas Zeit in die Foobar-Pflege investiert, kann den Player allerdings deutlich verschönern: In Fachforen präsentieren Foobar-Nutzer stolz ihre Screenshots, die den standardmäßigen biederen Foobar im erstaunlich hübschen Mediaplayergewand zeigen: Bis Foobar aber iTunes-Features wie eine Spaltensortierung oder eine Cover-Anzeige mitbringt, müssen Nutzer einige Plug-Ins installieren und Zeit investieren. Dafür ist die Gestaltungsfreiheit beim Player-Design nahezu unbegrenzt.
Während eine aufwändige Gestaltung des Players viel Geduld erfordert, punktet der Player vor allem durch zahlreiche Funktionen: Mit dem schlanken und ressourcensparenden Player können Nutzer zum Beispiel sämtliche gängigen Audioformate von AAC über Musepack, Ogg Vorbis, WMA und natürlich MP3 abspielen. Zudem lassen sich Musikdateien auch einfach codieren: Vorausgesetzt die entsprechenden Codecs sind installiert, können Nutzer zum Beispiel mit wenigen Mausklicks Audio-CDs auslesen und in Flac-Dateien abspeichern oder WAV Dateien in Ogg Vorbis umwandeln.
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Fazit: Alternativen unverbindlich testen
Zumindest alle, die nicht uneingeschränkt begeistert von iTunes sind, sollten die Alternativen wenigstens einmal ausprobieren: Es spricht nichts dagegen, zu Testzwecken mehrere Audioplayer parallel zu installieren. Die Freeware-Player bieten allesamt einige nützliche Funktionen, die iTunes vermissen lässt, und verbrauchen teilweise deutlich weniger Systemressourcen. Der größte Vorteil aber ist ohne Zweifel die größere Anzahl der unterstützen Audioformate.
Davon abgesehen haben alle vorgestellten Player Stärken und Schwächen: Media Monkey erleichtert den Einstieg, liefert einige Funktionen aber nur in der kostenpflichtigen Gold-Version. Songbird verfügt dank integriertem Browser über eine nützlich Downloadfunktion, ist aber aufgrund des frühen Entwicklungsstadiums noch voller Fehler. Foobar 2000 lockt Nutzer mit vielen Features, ist aber nicht einsteigerfreundlich. Und Musikcube ist zwar schlank und funktional, aber leider nicht besonders ansehnlich.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: All-In-One Player und Apple iTunes.
