Ein Blick in die Zukunft
Google Earth: Version 10.0 eventuell mit Live-Bildern?
Ist das live? Diese Frage kommt häufig, wenn Menschen das erste Mal hinter einem Monitor stehen, auf dem gerade eine Kamerafahrt in Google Earth läuft. Es ist natürlich nicht live, aber netzwelt hat sich dem Szenario einmal angenommen. Wie sieht wohl die Zukunft mit einem solchen Tool aus?
Inhaltsverzeichnis
- 1Google Earth, Version 10.0
- 2Ein seltenes Bild: Freie Fahrt am Autobahndreieck Köln Heumar (Klick vergrößert).
- 3Ein Unfall auf der Autobahn verursacht einen langen Stau, eine Ausweichroute wird fällig (Klick vergrößert).
- 4Samstags auf der Couch
- 5Stalking deluxe
- 6Totale Überwachung
- 7Technisch undenkbar
- 8Anwendungsmöglichkeiten auch ohne Live-Funktion
- 9Momentan beschränkt sich die Branchensuche auf Hotels, Restaurants und andere öffentliche Gebäude. die Zahl der Angebote steigt jedoch stetig.
- 10Immer ein Stadtplan griffbereit
Google Earth, Version 10.0
Das Jahr 2020: Ein beruflicher Termin in Frankfurt steht an und die Erfahrung besagt, dass sich auf der A3, spätestens am Dreieck Köln Heumar, Stau gebildet hat. Soweit nichts Neues, aber glücklicherweise startet heute die neue Version des Online-Globus Google Earth, mittlerweile schon die zehnte Ausgabe, und die bietet erstmals Live-Bilder unseres Planeten.
Also vor Fahrtantritt Computer hochgefahren und die Autobahn geprüft. Dank des Einsatzes der Gigabit-Technologie für das World Wide Web geht der Download der aktuellen Bilder fast ohne spürbaren Ladevorgang, und nach kurzer Suche nach dem richtigen Autobahnteilstück kann die Kontrolle beginnen. Staut es sich schon in Heumar, oder komme ich noch durch?
Ein seltenes Bild: Freie Fahrt am Autobahndreieck Köln Heumar (Klick vergrößert).
In Heumar ist alles ruhig, ein seltener Anblick. Weiter geht die virtuelle Streckenkontrolle, die A3 runter bis Frankfurt. Alles ruhig, bis ich Zeuge eines Unfalls werde: Ein Auto streift die Mittelleitplanke und fängt Feuer, zum Glück ist zu erkennen, dass alle Insassen rechtzeitig aus dem Wagen klettern können, doch es bildet sich ein kilometerlanger Stau. Mist. Die Vorstellung ist traumhaft, aber es wird wohl ein ewiger Traum bleiben, ständig Big Brother sein zu können.
Ein Unfall auf der Autobahn verursacht einen langen Stau, eine Ausweichroute wird fällig (Klick vergrößert).
Samstags auf der Couch
Ein Live-Google-Earth würde noch einige weitere Probleme mit sich bringen. Jeden Samstag pilgern rund eine halbe Millionen Fußballfans in die Stadien des Landes, um Fußball live zu erleben - das könnte man dann auch vom Schreibtisch oder dem Sofa aus. Ob die Besucherzahlen dadurch sinken würden, ist zwar fraglich, aber zumindest die Pay-TV-Anbieter dürften darunter leiden.
Zwar ist die Vogelperspektive nicht die erste Wahl, um ein Fußballspiel zu verfolgen, aber für die Formel Eins wäre es wunderbar. Generell wäre es schön, jede Sportveranstaltung auch ohne Eintrittskarte live verfolgen zu können. Darin liegt auch die größte Problematik, denn die Vermarkter der ensprechenden Veranstaltungen würden gegen eine solche Ausstrahlung sicherlich vorgehen. In Deutschland und anderen europäischen Ländern legt das Persönlichkeitsrecht einen weiteren großen Stein in den Weg.
Stalking deluxe
Die virtuelle Streckenkontrolle der eigenen Reiseroute klingt noch sehr praktisch und vor allem harmlos. Ein Live-Google-Earth würde jedoch noch ganz andere Anwendungsmöglichkeiten bieten, darunter dutzende kriminelle. Stalking würde völlig neue Dimensionen annehmen. Stalking-Opfer könnten jederzeit und überall überwacht werden, von jedem Ort aus und von jeder Person. Undenkbar. Datenschützer würden die Veröffentlichung in jedem Fall verhindern.



Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 14 Beiträge
das wäre cool
Aus technischer Sich wirklich unmöglich. Denkbar wäre, wenn mehrere Satelliten auf einige Großstädte zeigen die dann Live begutachtet werden können. Außer es werden noch Multifunktionale Linsen erfunden, die die...
hmm.. Ihr vergesst die Wolken, es ist ja nicht immer gute Sicht..
man könnte lifebilder für bestimmte gebiete einstellen... also sagen wir mal 200 sateliten bieten lifebilder insg. auf 2000 qkm wäre doch möglich da die sateliten keine optischen bilderfassung besitzen... ich...
man könnte es dch so machen das es nur an bestimmten orten diese livebilder gibt also nicht an stadien sondern an öffentlichen orten wie autobahnen