Webseiten per Firefox mit Notizen versehen
Fleck: Post-Its fürs Web
Fleck.com kombiniert Social Bookmarking mit der Idee des guten, alten Post-Its. Die Plattform erlaubt es, beliebige Webseiten mit Notizen zu versehen und diese dann an andere Nutzer weiterzuleiten. Die Web-Notizzettel lassen sich auch öffentlich verlinken - praktisch für Blogger, die nicht immer nur auf trockene Zitate zurückgreifen wollen. Bisher ist Fleck allerdings noch auf Firefox beschränkt.
Wer kennt das nicht: Da empfiehlt man jemandem eine tolle neue Webseite - und eine halbe Stunde später heißt es in einer verzweifelten E-Mail: "Wo melde ich mich denn da an?" Das sind so Situationen, in denen man gerne mit einem dicken, bunten Textmarker im Web herummalen würde. Oder eben einen dieser knallgelben Post-It-Zettel an die richtige Stelle kleben.
Letzteres ist jetzt dank des Amsterdamer Start-Ups Fleck.com möglich. Das Fleck-Team hat ein einfaches Ajax-Tool entwickelt, das es erlaubt, das ganze Web mit virtuellen Post-Its zu übersähen. Das Beste daran: Die Notizen lassen sich mit anderen tauschen - und zwar ganz ohne zusätzliche Tools oder langwierige Registrierungen.

Klick für Großbild: So funktioniert Fleck.com.
Im Zentrum steht die Ajax-Toolbar
Die Plattform bietet Nutzern unter Fleck.com die Möglichkeit, beliebige Webseiten in die Fleck-Adressleiste einzugeben. Danach wird die gewünschte Webseite von ihrem Browser aufgerufen. Automatisch mit dabei: die per Ajax generierte Fleck-Toolbar, die das Hinzufügen und Weiterleiten der eigenen Notizen ermöglicht.
Die Funktionen der Toolbar sind weitestgehend selbsterklärend: Ein Mausklick auf "Note" generiert einen Notizzettel, der sich frei auf der besuchten Webseite positionieren lässt. "Bullet" erzeugt einen minimierten Eintrag, der von Lesern per Mausklick vergrößert werden kann. "Save" speichert die bisherigen Notizen auf dem Fleck-Server ab.

So kann es gehen: Klick führt auf die Fleck.com-Seite von netzwelt.
"Share" ermöglicht es, andere Nutzer per E-Mail an den eigenen Notizen teilhaben zu lassen. Fleck-Neulinge müssen dazu einmalig ihre E-Mail-Adresse verifizieren. Die "Blog"-Funktion bietet schließlich den direkten Zugriff auf einen öffentlich zugänglichen Link. Ein Beispiel für so eine Fleck-Seite findet sich in der Link-Box rechts unter diesem Artikel.
Beta, aber bereits sehr praktisch
Der Startschuss für Fleck fiel Mitte November. Das Angebot ist denn auch noch ganz klar im Beta-Stadium. So funktioniert die Nutzung per Internet Explorer noch nicht. Ebenfalls verbesserungswürdig: Fleck speichert keine Kopien der jeweiligen Webseiten auf seinem Server. Gerade bei häufig aktualisierten Webseiten können sich Notizen damit auf Inhalte beziehen, die längst ersetzt wurden.
Für Firefox-Nutzer bietet Fleck jedoch schon jetzt zahlreiche interessante Nutzungsmöglichkeiten. Blogger können ihrem Publikum damit direkt Kommentare auf einer verlinkten Webseite hinterlassen. Webdesigner können sich mit Kunden über die Details aktueller Projekte austauschen. Und wenn im Web mal wieder irgendwo etwas klemmt, pappt man einfach eine Fleck-Notiz auf die entsprechende Seite und leitet die entsprechende Adresse an den Seiten-Betreiber weiter.

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