Bitte keinen Schnickschnack
Preischeck: Handys ohne Vertrag für unter 100 Euro
Kamera, MP3-Player, Spiele sowie UMTS und Bluetooth gehören heutzutage zur Standardausrüstung eines neuen Handys. Das Ganze hat natürlich auch seinen Preis und oft genug wird die Ausstattung im vollen Umfang überhaupt nicht genutzt, liegen viele Funktionen einfach brach und tauchen in den Tiefen des Menüs ab. Wer keinen Wert auf überflüssigen Schnickschnack im Mobiltelefon legt, erhält bei vielen Herstellern echte Schnäppchen. Man zahlt, was man braucht. Netzwelt stellt Ihnen die preisgünstigsten und attraktivsten Modelle unter der 100-Euro-Preisgrenze vor.
Die Entscheidung für das richtige Handy ist nicht immer leicht. In der Regel stehen drei Optionen beim Neuerwerb zur Wahl: 1. Handy-Subventionierung verbunden mit einer Vertragsbindung bei einem der großen Netzanbieter 2. Prepaid-Angebot inklusive preisgünstigem Gerät, allerdings mit SIM-Lock 3. Handy ohne Vertrag und ohne SIM-Lock für freie Anbieter- und Tarifwahl.
Für all diejenigen, die nicht auf technische Raffinessen und neuestes Design setzen, dafür aber einen starken Akku wertschätzen und sich auf die grundlegendsten Handy-Eigenschaften, Telefonieren und SMS, beschränken, sollten sich für die dritte Option entscheiden. Die Mobiltelefon-Hersteller haben genau für diesen Kundenstamm sehr preisgünstige Geräte im Produktangebot. Kombiniert mit einem Billigtarif (im Schnitt 15 Cent pro Minute ohne Grundgebühr) eines Mobilfunkdiscounters ist dies ein sehr kostengünstiges Paket. Netzwelt stellt Ihnen nachfolgend die zurzeit günstigsten Handys ohne Vertrag vor. Alle sind im Internet ab einem Preis von unter 100 Euro zu erstehen.
Bei Sony Ericsson bietet selbst das preiswerteste Gerät eine ordentliche Grundaustattung. Das Dualband Handy J230i mit integriertem FM-Radio, GPRS- und WAP-Funktion ist im Onlineshop des Herstellers für 89 Euro zu haben. Darüber hinaus bietet das 102 x 44 x 18 Millimeter kleine und 85 Gramm schwere Gerät auch 32-stimmigen, polyphonen Klang, SMS- und MMS-Dienste, Spiele, Rechner, Infrarot, Kalender, Wecker und ein Telefonbuch mit einem Rufnummernspeicher von bis zu 200 Einträgen. Das LC-Display überzeugt mit 65.536 Farben und einer Auflösung von 128 x 128 Pixel. Erhältlich ist der mobile Begleiter in den Farben "Cherry Red" und "Deep Blue".
Ebenfalls für 89 Euro erhält man bei Samsung das sehr schön gestaltete Monoblock-Handy SGH-C130. Auch dieses Gerät verfügt über GPRS und WAP. Allerdings ist es mit den Maßen von 102.4 x 45.4 x 14.8 Millimeter und dem geringen Gewicht von 75 Gramm dünner und leichter als der Konkurrent von Sony Ericsson. Zudem verfügt es mit 350 Stunden Standby über einen leistungstärkeren Akku als das J230i (300 Stunden). Auch die Multimedia- und Organizer-Tools können sich sehen lassen. SMS, EMS, MMS, Kalender, Taschenrechner inklusive Währungsrechner und vielfältige Anruffunktionen runden die umfangreichen Inhalte ab. Mit einem internen Speicher von 1,8 Megabyte lassen sich sogar noch einige Multimedia-Komponenten hinzufügen. Ein Radio findet sich jedoch nicht im Funktionsumfang.
Freunde des Klappdesigns kommen mit dem Motorola W220 auf ihre Kosten. Das erst seit kurzem auf dem Markt erhältliche Klapphandy steht ab 99 Euro in den Ladenschränken. In einigen Internet-Kaufhäusern ist es schon ab gut 80 Euro zu erstehen. Was kann das Motorola, was die anderen nicht können? Durch das Klappdesign ist es mit 95 x 46 x 16,6 Millimetern kleiner, mit 93 Gramm dafür aber geringfügig schwerer als die Konkurrenten. Der Lithium-Ionen-Akku hält im Standby-Betrieb nur gute 290 Stunden durch. WAP, xHTML, Java und GPRS machen aus dem W220 ein internetfähiges Mobilfunkgerät. Mit dem mitgelieferten USB-Kabel können Handydaten problemlos an andere Geräte übertragen werden. Ebenso wie das Samsung speichert auch das Motorola bis zu eintausend Telefonbucheinträge und liegt damit weit vor dem Sony Ericsson J230i.
Nokia hat als Marktführer im Handysegment alleine zwölf günstige Mobilfunkgeräte im Programm. Mit diesem Angebot liegen sie weit vor den anderen namhaften Herstellern. Drei Handys aus Nokias Produktserie sind bereits ab einem Preis von 49 Euro zu haben. Das Low-Price-Handy 1110i ist hier das interessanteste. Satte 380 Stunden läuft der Akku des 1110i im Standby-Betrieb. Damit belegt das preiswerte Handy in dieser Kategorie einen Spitzenplatz. Mit verantwortlich für den sparsamen Stromverbrauch dürfte das fehlende Farbdisplay sein. Das 50-Euro-Handy ist eines der wenigen, welches noch über ein Monochrom-LCD verfügt. Auch auf Kalender,Terminplaner und WAP muss wohl oder übel verzichtet werden. Ebenso wenig lassen sich MMS und EMS verschicken. Darüber hinaus können SMS nur auf der SIM-Karte gespeichert werden.
Fazit Bis auf das Nokia 1110i liegt das Preisleistungsverhältnis der vorgestellten Handys ganz nah beieinander. Lediglich das Sony Ericsson setzt sich mit integriertem Radio und Infrarot-Schnittstelle etwas von den anderen Modellen ab. Das Nokia 1110i läuft mit einem Preis von 49 Euro außerhalb der Konkurrenz. Hier bekommen die Kunden ein Handy mit starkem Akku und den grundlegendsten Telefonfunktionen für einen fairen Preis. Ein umfangreiches Ausstattungspaket darf man für die günstigen Konditionen natürlich nicht erwarten. Aber vor gar nicht allzu langer Zeit war es völlig normal, dass Handys eben zum Telefonieren und nicht zum Bilder betrachten, Musikhören oder Filmen genutzt und verkauft wurden.
