Warum ein Verbot nichts bringen würde

Einfache Formeln für komplexe Probleme

Es ist ein fester Bestandteil solcher Dramen und vielleicht sogar ein Teil des Dramas an sich, dass die komplexen, vielschichtigen Ursachen und der Hintergrund zunächst in möglichst simple Formeln gepackt werden. Einfache Erklärungen, einfache Lösungen. Das klingt für den unbedarften Zuschauer oder Leser auf den ersten Eindruck plausibel und garantiert auch dem Politiker eine wörtliche Erwähnung in der Tagespresse. Doch wie produktiv oder hilfreich ist solch ein Vorgehen?

Dabei reicht ein Blick zurück. Als Robert Steinhäuser 2002 ein Blutbad an seiner ehemaligen Schule anrichtete, gab es diese Diskussion bereits. Als direkte Folge des Amoklaufs wurde sowohl das Waffengesetz als auch das Jugendschutzgesetz verschärft. Seit der Novellierung des Jugendschutzgesetzes im April 2003 müssen Computerspiele, die beispielsweise an Jugendliche verkauft werden sollen, geprüft sein und eine Altersfreigabe besitzen. Die offensichtliche Nutzlosigkeit solcher aktionistischer Gesetzesänderungen sollte also bekannt sein.

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Computerspiele als Ursache?

Als berichtet wurde, dass Sebastian B., der 18-jährige Amokläufer, unter anderem auch Egoshooter spielte, brauchte es keinen Hellseher, um zu ahnen, dass erneut eine Debatte über Gewalt in Computerspielen entstehen würde. Mal sollen die Spiele laut Berichten Training für die Tat gewesen sein, mal gar die Inspiration.

Die beschuldigte Branche wehrt sich mittlerweile: "Computer- und Videospiele sind nicht die Ursache für diese Tat", schreibt der Verband der Computerspielehersteller G.A.M.E. e.V. in einer Stellungnahme. "Wir finden es schlicht unseriös, Computer- und Videospiele immer wieder für ein gesamtgesellschaftliches Problem anzuprangern."

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Ein Tribut an seine möglichen Vorbilder (Klick vergrößert)

Was ist dran an den Klischees vom Außenseiter, der sich seinen Ausgleich mittels Gewaltexzessen am Rechner holt? Gibt es Parallelen zwischen den Amokläufen? Zumindest in den bekanntesten Fällen der letzten Jahre: Columbine, Erfurt und jetzt Emsdetten gab es deutliche Gemeinsamkeiten. Dies ist aber kein Zufall. Sowohl der Erfurter Amokläufer Robert Steinhäuser als auch der Emsdettener Sebastian B. waren bekennende Bewunderer der Amokläufer der Columbine Highschool in Littleton.

Sebastian B. schien in den Littleton-Tätern eine Art Idol zu sehen (Klick vergrößert).

Sebastian B. widmete den beiden Tätern ein selbst zusammengeschnittenes Video auf youtube.com und schrieb in den Kommentaren "They died for something they believed in" - "Sie starben für etwas, an das sie glaubten." Auch die Selbstinszenierung in Videos und das martialische Auftreten mit schweren Waffen, Bomben in schwarzem Mantel und mit Sonnenbrille hatten sie gemeinsam. Es handelt sich hier also nicht unbedingt um die typische Form eines Amoklaufs, sondern um eine eher spezielle, besonders verheerend geplante und vorbereitete Form, die einen gemeinsamen Ursprung hat. Möglicherweise eine Imitation.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 19 Beiträge

...das geht ja noch, h allerdings, muß jeder Baumeister mit Siedler 1 anfangen???

Zitat: Man beachte auch diese beiden Seiten http://www.stop-cs.ch.vu/ http://www.love-cs.ch.vu/ bevor man sich jetzt über die stop-cs Seite aufregt, bitte auch die...

Man beachte auch diese beiden Seiten http://www.stop-cs.ch.vu/ http://www.love-cs.ch.vu/ bevor man sich jetzt über die stop-cs Seite aufregt, bitte auch die Hinweise beachten!

Armes Deutschland, als "Killerspiel-Spieler" (als CS-Spieler verabscheue ich diesen begriff) ist man heutzutage ein schlechter Mensch oder potenzieller Amoklaeufer? Leider wird das von den Medien, wie hier im Forum...

Der Schrei nach dem Verbot von Killerspielen kam diesmal viel schneller als letztes Mal. Ich hab irgendwie das Gefühl, man wollte von den tatsächlichen Ursachen ablenken. Ich denke mal, jeder kennt den...

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