Kompakter Zoomriese im Test
Nicht die schnellste - Die L5 benötigt mehrere Sekunden Ladezeit.
Einstellungen - Auf das Wesentliche beschränkt
Was hat die L5 in Sachen Kameramenü und Einstellungen Neues zu bieten? Nicht viel - Die Coolpix beschränkt sich weiter auf das Wesentliche. Mehr als die gängigen Einstellungen für Bildqualität, Weißabgleich, Belichtungsmessung und Farbeffekte hat die klobige Kompakte nicht zu bieten. Manuelle Einstellungsmöglichkeiten für die Empfindlichkeit sind nicht vorhanden. Die automatische Empfindlichkeitsverstärkung reicht nur bis ISO 400. Der Serienkollege L6 bietet beispielsweise manuelle Einstellungen bis ISO 800.
Bei den Motivprogrammen konnten wir auch keine neuen zusätzlichen Registerpunkte aufspüren. Einstellungen für Blitz, Makro, Belichtung und Selbstauslöser werden weiterhin über das Navigationsfeld angewählt. Bleibt festzuhalten: Die Menügestaltung im Generellen ist Nikon wie immer gut gelungen. Nach wenigen Minuten ist der Fotograf mit dem Umgang der Kamera vertraut. Aber die Vielfalt an manuellen Eingabemöglichkeiten und technische Neuerungen fehlen leider in der Ausstattung. Andere Hersteller haben in dieser Preisklasse mehr Kamerazusatzoptionen zu bieten.
Fotografieren - Lange Wartezeiten
Gut eineinhalb Sekunden vergehen, bis die L5 für Aufnahmen bereit ist. Immerhin schneller als bei der L4, diese brauchte leicht mehr als zwei Sekunden für die Betriebsbereitschaft. Das Fünffach-Zoom benötigt gute drei Sekunden, um vollständig ausgefahren zu sein. Im äußersten Telebereich reicht die Optik nahezu fünf Zentimeter aus dem Gehäuse. Das wirkt etwas bizarr. Andere Modelle haben trotz gleicher Zoom-Optik kein so enorm weit ausfahrendes Objektiv. Ein weiteres Ärgernis sind die langen Ladezeiten zwischen einzelnen Aufnahmen. Auch hier vergehen zwischen ein und fünf Sekunden nach Blitzaufnahmen.
Hervorzuheben sind die guten Bildergebnisse bei eingeschaltetem Bildstabilisator. Wackelige Aufnahmebedingungen hat die VR-Technologie im Test mit Bravour bestanden. Auch das D-Lighting und der Porträt-Autofokus sind Zusatzfunktionen, die man nach kurzer Zeit nicht missen möchte. Leider ist das Handling, wie bereits erwähnt, durch die enorme Objektivgröße beeinträchtigt. Zum einen ist die Kamera durch die herausgestellte Optik nicht mehr als Hosentaschenkamera geeignet, zum anderen bietet die Frontseite keinerlei Platz für einen sicheren Haltegriff.
Nikon Coolpix L5
Ein eingebauter Bildstabilisator sorgt für gestochen scharfe Bilder auch bei Erschütterungen.
Fazit - Gute Optik allein reicht nicht
Auch wenn uns die L5 mit den guten Bildergebnissen beeindruckte, kann die Kompaktkamera nicht vollends überzeugen. Das klobige Design durch die weit herausgestellte Optik führen zu einem schlechten Handling. Hinzu kommen die schwache Zusatzausstattung und die langsamen Speichervorgänge. Der Preis von über 300 Euro für ein Einstiegsmodell ist etwas zu hoch angesetzt.
Automatik, ISO auto, Weißabgleich auto, 3072 x 2304
Automatik, ISO auto, Weißabgleich auto, Telestellung, 3072 x 2304
Motivprogramm Architektur, ISO auto, Weißabgleich auto, 3072 x 2304
D-Lighting Kopie, ISO auto, Weißabgleich auto, 3072 x 2304
Automatik ohne VR, ISO 80, Weißabgleich auto, 3072 x 2304




