Nikon Coolpix L5
Digitalkamera: Kompakter Zoomriese im Test
Die Life-Serie ist beim Kamerahersteller Nikon der Einstieg in die digitale Foto-Welt. Die Modelle der Anfängerklasse stehen laut Hersteller in erster Linie für Funktionalität, Kompaktheit und Benutzerfreundlichkeit. Im netzwelt-Test vor ein paar Wochen konnte die L4 diese Attribute vollends unter Beweis stellen. Lesen Sie im aktuellen Test, wie sich der pixelstarke Serienkollege L5 geschlagen hat.
Inhaltsverzeichnis
- 1SD-Karte und Mignon-Zellen werden an der Unterseite eingesetzt.
- 2Der Bildstabilisator (VR) konnte im Test überzeugen.
- 3Nicht die schnellste - Die L5 benötigt mehrere Sekunden Ladezeit.
Inhalt
- Erster Eindruck - Design
- Technik - VR-Bildstabilisator sorgt für scharfe Bilder
- Einstellungen - Auf das Wesentliche beschränkt
- Fotografieren - Lange Wartezeiten
- Fazit - Gute Optik allein reicht nicht
- Testbilder
Die auffälligste äußere Änderung gegenüber dem Vorgänger L4 ist die Neuplatzierung des Nikkor Objektivs. Anders als bei allen anderen Serien-Genossen befindet sich das Objektiv mittig auf der Frontseite platziert. Gut 1,5 Zentimeter ragt die Fünffach-Optik aus dem Gehäuse heraus. Diese Bauänderung lässt die L5 nicht gerade zierlich erscheinen. Zum anderen verschlechtert der massive Vorbau das Handling. Die Kamera bietet nun wenig Platz für einen sicheren Griff beim Fotografieren mit einer Hand.
Auf der Rückseite hat sich indes auch ein wenig getan: Der bei der L4 von netzwelt bemängelte Stilbruch - das LCD wurde von einer dunkelgrauen Plastikverzierung umrandet - wurde behoben. Das um 0,5 Zoll größer gewordene 2,5 Zoll-LCD fügt sich nun nahtlos in die Alu-Optik der Rückseite ein. Auch der Navigationscursor hat sich zu unserer Zufriedenheit verbessert. Genauer gesagt handelt es sich nun nämlich nicht mehr um einen Cursor, sondern um vier im Kreis angeordnete Einzeltasten. Diese verfügen über einen genauen Druckpunkt und erlauben so ein daumenschonendes Blättern im Menü. Der Schieberegler für die Betriebsmodi ist nun oberhalb des Displays platziert und bietet mehr Platz für die Haupttasten auf der Rückseite.
SD-Karte und Mignon-Zellen werden an der Unterseite eingesetzt.
Die Taste für den Bildstabilisator (Vibration Reduction-VR) suchte man bei der L4 vergebens. Jetzt darf sich der Kollege mit der praktischen technischen Neuerung schmücken (Mehr zum VR lesen Sie im Abschnitt Technik). Sowohl die Taste für den VR als auch der Porträt-Autofokus sind auf der in Alu eingefassten oberen Bedienleiste untergebracht. Eine weitere und dringend notwendige Neuerung ist die Abschaffung des klapprigen Speicherslots auf der Außenseite. SD-Karten werden nun im unteren Gehäuse neben der Stromversorgung (zwei Mignon-Alkaline-Batterien) eingesetzt. Zum Lieferumfang gehören neben den Batterien ein AV- sowie ein USB-Kabel, eine Trageschlaufe sowie die Bildbearbeitung Picture Project.
Technik - VR-Bildstabilisator sorgt für scharfe Bilder
Im technischen Sektor macht Nikon mit der L5 einen großen Sprung, besonders in der Auflösung. Ein 7,2 Megapixel-Sensor mit einer maximalen Auflösung von 3072 x 2304 Pixeln und eine sich ausfahrende, leistungsstarke 5-fach Nikkor Zoomoptik (Brennweitenbereich von 38 bis 190 mm, entsprechend Kleinbild), ist für ein Einstiegsmodell in den digitalen Fotobereich fast schon zu gut gemeint. Der Blendenbereich der Kamera liegt im Weitwinkel bei 2,9 und im Tele bei 5,0 und unterscheidet sich also nur geringfügig gegenüber der L4 (2,8-4,9).
Hinzu kommen die altbekannten kamerainternen Coolpix-Technologien. Das D-Lighting (rettet zu dunkel gewordene Aufnahmen), die erweiterte Rote-Augen-Korrektur (erkennt und korrigiert automatisch den ungeliebten Effekt bei Blitzaufnahmen) und der Porträt-Autofokus (erkennt Gesichter im Blickfeld der Kamera und stellt auf sie scharf) sind uns schon von der L4 bekannt. Anders verhält es sich bei der neu integrierten Vibration Reduction (VR).
Der Bildstabilisator (VR) konnte im Test überzeugen.
Der Bildstabilisator mit beweglicher Linsengruppe sorgt für gestochen scharfe Bilder auch bei längeren Verschlusszeiten. Verwackelungen und unabsichtliche Erschütterungen werden durch das System erkannt und ausgeglichen. Eigentlich stammt diese Technologie aus der Spiegelreflexsparte von Nikon, findet sich aber erfreulicherweise nun auch in der Kompaktklasse wieder. Mit der Option VR-Active gibt es einen zweiten VR-Betriebsmodi. VR-Active ist die ideale Einstellung bei Aufnahmen aus sich bewegenden Objekten, sei es aus dem Zug oder dem Auto heraus. Bei Stativ-Aufnahmen sollte man den Stabilisator ausschalten, da er hier der Bildqualität nicht zuträglich ist.
Nikon Coolpix L5
Ein eingebauter Bildstabilisator sorgt für gestochen scharfe Bilder auch bei Erschütterungen.

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