Ultraflache Funk-Tastaturen: Cherry eVolution Stingray und Barracuda im Test
Nebendarsteller Maus
Die mitgelieferten Cherry-"Liberty"-Mäuse - beim Stingray in Silber-Schwarz gehalten, beim Barracuda gänzlich abgedunkelt - eignen sich für Links- und Rechtshänder gleichermaßen und liegen dennoch gut in der Hand. Leicht sind sie mit ihren jeweils 142 Gramm leider nicht zu nennen, außerdem kann die zweite Batterie im Gegensatz zu neueren Microsoft- und Logitech-Modellen nicht entfernt werden, ohne dass der Mauszeiger stehen bleibt. Statt eines Vier-Wege-Rädchens gibt es einen Kippschalter über der mittleren Maustaste, der sich nach links und rechts bewegen, aber nur umständlich bedienen lässt.
Große Finger tun sich mit der Radtaste etwas schwer, da es in einer Vertiefung und auf gleicher Höhe mit der linken und rechten Taste liegt. Dafür ist der Widerstand beim Drücken wiederum genau richtig gewählt. Doch die Rasterung beim Scrollen arbeitet zwar ausgesprochen leise, aber zu leichtgängig und etwas unpräzise sowie mit einem unschönen Knarzen. Abgesehen davon und den sehr breiten Spaltmaßen gibt es an der Verarbeitung jedoch nichts auszusetzen.
Eine Auflösung von 800 dpi ist nicht mehr als Standard, für den alltäglichen Bedarf jedoch absolut ausreichend. Mit rauen oder glatten Gamer-Mousepads harmonieren die drei kleinen Gleit-Füße prächtig, doch eine Spieler-Maus ist die Cherry Liberty deshalb noch lange nicht. Die gummierte Oberseite fühlt sich griffig an, außerdem finden Daumen und kleiner Finger in den seitlichen Einbuchtungen sehr guten Halt. Wermutstropfen: Es gibt keine nützlichen Daumentasten für die Internet-Navigation. Die sind lediglich dem teureren Marlin-Desktop mit der rechtsorientierten Laser-Maus "eVolution Ergo-Shark R wireless" vorbehalten.
Zwanglose Software
Auch ohne Konfigurationswerkzeug kommen Besitzer des Stingray oder Barracuda bestens aus. Zumindest unter Windows XP funktionieren alle Zusatztasten gleich nach dem Einschalten einwandfrei. Nach der Installation des "KeyMan" wollte die Brief-Taste jedoch nicht mehr den als Standard definierten Mailer Mozilla Thunderbird öffnen und musste manuell nachjustiert werden. Dank der übersichtlichen Menüführung gestaltet sich das denkbar einfach, die enorme Fülle an Möglichkeiten lässt keine Wünsche offen.
Da die eVolution keine Status-LEDs besitzt, werden sie bei Bedarf in einem kleinen Fenster in der Mitte des Bildschirms angezeigt. Hier ist sogar die Einblendzeit im Zehntelsekunden-Takt frei wählbar. Alternativ erfüllen drei Striche im Systemtray dieselbe Funktion. Erwähnenswert und überaus praktisch finden wir, dass die Lautstärke-Schalter direkt mit einer bestimmten Soundkarte sowie einem beliebigen Regler, etwa für CD-Player, PC-Lautsprecher oder Line-in, verknüpft werden kann.
Cherry eVolution Barracuda und Stingray im Test
Nebendarsteller Maus: Obwohl Links- und Rechtshänder mit der Cherry Liberty gleichermaßen klar kommen, stimmt die Ergonomie.
Die integrierte Handballenauflage erfüllt nicht bloß eine ergonomische Funktion, sondern beherbergt auch die Stromversorgung.
Möglichkeiten en masse: Über den KeyMan können die Zusatzschalter der Tastatur und sämtliche Maustasten nach Herzenslust belegt werden. Es lässt sich sogar bestimmen, welche Soundkarte und Lautstärke die Regler ansprechen.
Mit einem Kampfgewicht von 142 Gramm und einer Auflösung von 800 dpi ist die Maus nicht gerade der Traum eines jeden Gamers.
So wurden Finger noch nie tiefergelegt: Von den Tasten bis zum Schreibtisch sind es gerade mal 1,4 Zentimeter.
Ein bisschen mehr Farbe macht das silberne Stingray-Set gleich fünf bis zehn Euro teurer.
Optisches Highlight ist die Mediensteuerung über sechs wellenförmig angeordnete Schalter in Metallic-Blau.
Bei eingeklappten Standfüßen haftet die Tastatur ordentlich, bei ausgeklappten etwas weniger.
Fazit
Die neuen Desktop-Sets von Cherry sind nicht bloß ein preislich, sondern auch optisch interessantes Angebot. Für nicht allzu viel Geld gibt es neben guten Eingabegeräten noch ein ansprechendes Design und eine der flachsten Funk-Tastaturen auf dem Markt. Schade ist allerdings, zumindest für diejenigen, die mit ihrer jetzigen Maus bereits zufrieden sind, dass die Keyboards derzeit nicht einzeln erhältlich sind. Das Verlängerungskabel am Empfänger ist zwar praktisch, doch leider wirkt der klobige Funker etwas unzeitgemäß.
