Nvidia GeForce 8800 GTX und GTS im Test

Endlich: Antialiasing und HDRR gleichzeitig

Dass die neuen GeForce-8800-Karten kaum klein zu kriegen sind, bezieht sich nicht bloß auf die enorme Baulänge von 23 Zentimetern der GTS- beziehungsweise 26,7 der GTX-Variante. Es gelang uns kaum, selbst die langsamere GTS zum Ruckeln zu bringen: Trotz 16-fachem Antialiasing und voller anisotroper Filterung lief "Quake 4" in "Ultra"-Qualität bei einer Auflösung von 2048 x 1536 Punkten noch mit 50 Bildern pro Sekunde, während bei "Half-Life 2" auf 2560 x 1600 Pixeln und maximaler Detailstufe immer noch knapp 45 Bilder drin waren. Und als ob das nicht schon flott genug wäre, legt die GTX gleich noch mindestens 15 Bilder drauf.

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Es wäre schlichtweg eine Schande, eine GeForce-8800-Karte ohne einen hochauflösenden Röhren- oder Flachbildschirm mit mindestens 1.600 x 1.200 Punkten zu betreiben. So etwas wie Grenzen wurden zumindest bei der GTS erst absehbar, als wir die Kantenglättung vom "16x"- auf das "16xQ"-Verfahren umstellten. Doch Nvidia hat nicht nur qualitativ nachgebessert. Mit der 8800er-Serie ist es nun endlich möglich, HDR-Rendering höherer Genauigkeit und Antialiasing unter einen Hut zu bringen. Besonders für Fans des grafisch aufwändigen Rollenspiel-Erfolgs "Elder Scrolls IV: Oblivion" war diese bisher fehlende Option Grund genug, gleich zu den Konkurrenzprodukten von Ati zu greifen.

Stille Kraft

Es ist schier unglaublich, wie vehement die GeForce 8800 nach vorne schiebt. Schon gegen die langsamere GTS hat sogar eine GeForce 7950 GX2 mit zwei Grafikkarten nicht die geringste Chance. Bei sehr hohen Qualitätseinstellungen beträgt der Vorsprung etwa zehn bis über 20 Bilder pro Sekunde. Dennoch liegt die Leistungsaufnahme der 8800 GTS unter Volllast um einige Watt niedriger, die GTX hingegen verschlingt satte 30 Watt mehr. Im Leerlauf übertreffen beide Karten mit etwa 150 Watt die nicht gerade genügsamen Ati Radeon X1900 XTX und XT immer noch um 20 Watt.

Während die Grafikkarte einen Geschwindigkeitsrekord nach dem nächsten bricht, tut der Lüfter gerade so, als ginge ihn das alles gar nichts an. Selbst nach mehrstündigem 3D-Testlauf wird er noch deutlich vom Netzteil übertönt. Dabei bewegt sich die Temperatur stets auf einem absolut vertretbaren Niveau von etwa 70 Grad Celsius. Selbst empfindliche Zeitgenossen mit sensiblem Gehör, wenn sie nicht an einer akuten Lüfter-Neurose leiden, können sich die neue Nvidia-Generation ruhigen Gewissens in den Rechner stecken. Sofern sie denn überhaupt Platz findet.

Nvidia GeForce 8800 GTX und GTS im Test

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Nvidia GeForce 8800 GTX und GTS im Test - Auf dieser Platine stecken sage und schreibe 681 Millionen Transistoren.
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Auf dieser Platine stecken sage und schreibe 681 Millionen Transistoren.

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Nvidia GeForce 8800 GTX und GTS im Test - Schluckspecht: Die GeForce 8800 GTX benötigt gleich doppelten Strom vom Netzteil.
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Schluckspecht: Die GeForce 8800 GTX benötigt gleich doppelten Strom vom Netzteil.

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Nvidia GeForce 8800 GTX und GTS im Test - Schon die Slotblende macht viel her, doch leider brauchen die neuen Nvidia-Grafikchips gleich zwei davon.
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Schon die Slotblende macht viel her, doch leider brauchen die neuen Nvidia-Grafikchips gleich zwei davon.

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Nvidia GeForce 8800 GTX und GTS im Test - Der Kühler ist zwar klobig, aber ausgesprochen leise.
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Der Kühler ist zwar klobig, aber ausgesprochen leise.

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Nvidia GeForce 8800 GTX und GTS im Test - 14 blaue LEDs kennzeichnen die neue Speerspitze im Grafikkartenbau.
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14 blaue LEDs kennzeichnen die neue Speerspitze im Grafikkartenbau.

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Nvidia GeForce 8800 GTX und GTS im Test - Asus EN8800GTS/HTDP/640M: Schon die kleine GeForce 8800 GTS ist schneller als eine GeForce 7950 GX2 mit zwei Grafikkarten.
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Asus EN8800GTS/HTDP/640M: Schon die kleine GeForce 8800 GTS ist schneller als eine GeForce 7950 GX2 mit zwei Grafikkarten.

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Nvidia GeForce 8800 GTX und GTS im Test - Foxconn FV-N88XMAD2-OD: Selbst bei extrem hohen Qualitätseinstellungen und Auflösungen bleibt die GeForce 8800 GTX noch völllig ruckelfrei.
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Foxconn FV-N88XMAD2-OD: Selbst bei extrem hohen Qualitätseinstellungen und Auflösungen bleibt die GeForce 8800 GTX noch völllig ruckelfrei.

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Nvidia GeForce 8800 GTX und GTS im Test - Die ersten Spiele-Grafikkarten mit völlig neuem Innenleben und Unterstützung für DirectX 10 und Shader Model 4.0
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Die ersten Spiele-Grafikkarten mit völlig neuem Innenleben und Unterstützung für DirectX 10 und Shader Model 4.0


Festbeleuchtung für GeForce 8800 GTX

Leider ragt der klobige Heatpipe-Kühler nicht nur im positiven Sinne hervor. Außer zwei Slots auf der PC-Rückseite beansprucht er eine noch Höhe von satten 3,6 Zentimetern. Erschwerend kommt die enorme Platinenlänge von 23 Zentimetern in der GTS-Variante hinzu, die der einer Grafikkarte mit Ati Radeon X1900 XT oder XTX entspricht. Besonders eng im Rechner wird's beim Einbau der schnelleren GeForce 8800 GTX, die es auf eine Gesamtlänge von satten 26,7 Zentimetern bringt und damit sogar über unser Test-Mainboard hinausragt. Unschön klingt außerdem das hochfrequente Pfeifen der Spannungswandler, das die GTX-Variante am lautesten beherrscht.

Um sich auch äußerlich von der langsameren GTS abzuheben, schmiegen sich auf der GTX-Platine sage und schreibe 14 blaue LEDs um den ausladenden Kühlkörper. Inwieweit die üppige Festbeleuchtung für den gesteigerten Stromhunger verantwortlich ist, kann allenfalls spekuliert werden. Casemoddern mit transparentem PC-Fenster dürfte sie jedoch im wahrsten Wortsinne leuchtende Augen bereiten. Overclocker können mit den Nvidia-Treibern in der Version 97.02 herzlich wenig anfangen, da jeder Übertaktungsversuch mit sofortigem Absturz quittiert wird. Mit dem vom Hersteller mitgelieferten Tool gelang es uns allerdings völlig problemlos, den GPU- und Speichertakt der GTS auf GTX-Niveau anzuheben. Beim 3DMark06 brachte dies jedoch bloß ein Plus von 137 Punkten.

Fazit: Schöne neue Grafikwelt mit Kehrseiten

Nicht nur Leistung, Bildqualität und Optik der neuen Nvidia GeForce 8800 beeindrucken. Obwohl wir es mit den derzeit mit Abstand schnellsten Spiele-Grafikkarten zu tun haben, bleiben Geräuschkulisse und Temperatur auf einem angenehm niedrigen Niveau. Gemessen an ihrer Leistung und derzeitigen Konkurrenz verbrauchen Nvidia GeForce 8800 GTS und GTX zwar weniger Strom, aber leider immer noch eine ganze Menge. Die schnellste Variante verlangt außer einem zweiten Stromkabel entschieden zu viel Platz, zudem stören die lauten Spannungswandler.

Award: Foxconn GeForce 8800 GTX im Test

Award: Asus GeForce 8800 GTS im Test

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