Apple iPod intim: Was unter der weißen Haube steckt

Das Clickwheel

Das Clickwheel ist eine der Besonderheiten der iPods. Neben der einfachen Menüführung macht es einen großen Teil der Bedienbarkeit aus. Seit der fünften Generation lässt Apple die Clickwheels selbst bauen, die der vorherigen Versionen waren noch bei einem Trackpadhersteller eingekauft. Das verrät auch schon, wie die Steuerung funktioniert: wie ein Trackpad am Laptop. Das eigentliche Clickwheel besteht aus einer Folie, die ähnlich einer Platine von einem feinmaschigen Netz Leiterbahnen durchzogen ist. Ein Controller setzt die Leiterbahnen unter eine geringe Spannung und überwacht sie.

Werbung

Das Clickwheel

Einfach, aber clever: das Clickwheel

Nähert man sich dem Clickwheel, verändert sich die Kapazität an dieser Stelle, da der menschliche Körper wie ein Kondensator wirkt. An dieser Stelle entsteht eine elektrische Ladung. Der Controller erkennt an dieser Ladung die Position des Fingers. Dieser darf den Schaltkreis aber nicht berühren, da sonst ein Stromkreis zwischen Mensch und Clickwheel geschlossen werden würde. Deshalb isoliert eine nichtleitende Plastikschicht die Leiterbahnen. Unterhalb des Clickwheels sitzen fünf mechanische Taster für die Clickfunktionen. Einer unter dem Knopf in der Mitte und vier unter den Symbolen für die Wiedergabesteuerung.

Der Dock Connector

Dieser Anschluss vereint alle Ein- und Ausgänge in einer flachen 30-poligen Buchse. Dazu zählen Audio Line-in und Line-out, S-Video-out, USB 2.0 und Firewire. Da der 5G aber keinen Firewire-Controller hat, kann über Firewire nur der Akku geladen werden, Datenübertragung funktioniert nicht. Der Kopfhöreranschluss ist gleichzeitig auch ein Composite-Videoausgang, da es eine vierpolige Klinkenbuchse ist.

Der Dock Connector

Einer für alles: Der Dock Connector

Die übrige Technik

Die restlichen Bauteile sind zwar auch nicht uninteressant, aber zu viele Details wollen wir unseren Lesern auch nicht zumuten. Erwähnenswert wäre noch die Festplatte, eine 1,8 Zoll schmale Toshiba mit 4200 U/min. Die iPods haben 32MB RAM, bis auf die 60/80GB-Riesen, diese haben 64MB. Der Speicher dient hauptsächlich als Zwischenspeicher für die Musik, aber auch als Arbeitsspeicher. Das Betriebssystem befindet sich übrigens nicht auf der Festplatte, sondern wird beim Starten von einem 8 MB großen Flash-ROM in den RAM geladen.

Diese Beschreibung gilt übrigens nicht nur für den iPod Video. Der erste Nano ist technisch bis auf den fehlenden Videoprozessor fast identisch. Und beispielsweise der Hauptprozessor war bei früheren Modellen auch gleich oder ähnlich.

Fazit

Insgesamt steckt unter der schlichten Hülle und simplen Bedienung also viel mehr Technik, als man vermuten würde. Die aufwändige Umsetzung hinter der einfachen Bedienung hätte man dem angeblichen "Kult"-Player kaum zugetraut. Auch Technikfreaks können sich am iPod austoben oder sich für die versteckten technischen Details begeistern.

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 10 Beiträge

Da gebe ich lizeon vollkommen recht. Ich selbst habe zwar keine iPod aber ich musste mal ein paar Lieder von mir auf einen iPod rüberspielen. GRAUENVOLL. Ein normaler MP3 Player einfach...

Ich finde das System vom Ipod gelinde gesagt beschissen...zumal ich mir leider sleber einen gekauft habe. Dann mußte ich leider feststellen, dass man die songs nicht mal direkt löschen kann. Zumal die meisten meiner...

uups, das letzte Posting war von mir (ruedi01)

Aber es scheint, als drehten wir uns im Kreis... Das stimmt! Einem iPod Fan kann man eben nicht begreiflich machen, dass es auch noch was anderes (evtl. was besseres!) als den iPod gibt...

Da es in dem Artikel aber ausschliesslich um iPods ging und man ohne "Spezialsoftware" aber tatsächlich keine Songs zur Datenbank hinzufügen kann, ist sie das nicht. Aber es scheint, als drehten wir uns im...

Eigenen Kommentar schreiben

Preisvergleich für diese Produkte