Navigation per Handy: Das kostenlose Navi-Programm von Nav4all im Test
Navigation per Handy: Das kostenlose Navi-Programm von Nav4all im Test
Pfeil und Stimme müssen genügen
Es zeigt sich, dass kostenlos in diesem Falle nicht bedeutet, dass man navigiert wie ein Hase auf der Landstraße im Scheinwerferlicht. Die puritische Darstellung mit Pfeilen lässt einen nur selten zweifeln, ob diese Straße oder doch erst die kommende gemeint sei. Wünschenswert wäre hier noch eine Balkendarstellung, die anzeigt, wann der Zeitpunkt der Abbiegung gekommen ist. Einige Konkurrenten arbeiten bereits mit diesem Verfahren.
Dass Nav4all ohne Kartendarstellung daherkommt, liegt in der Grundphilosophie des Unternehmens begründet. Geschäftsführer Hennie Groot Koerkamp: "Alles was nicht notwendig ist, sollte man nicht geben." Der Fahrer soll sich auf den Verkehr konzentrieren. Als Beispeil nennt unser Interviewpartner: "Mercedes-Benz baut unter anderem noch heute auf die Navigation per Pfeil." Die Genauigkeit stützt sich allerdings auch auf Sensoren am Rad, sodass die Vergleichbarkeit nicht unbedingt gegegeben ist.
Die 2D-Kartendarstellung...
...in verschiedenen...
...Zoom-Stufen
Groot Koerkamp bekräftigt noch einmal, dass die Anweisungen ganz bewusst so puristisch daherkommen. Laut Nav4all haben Untersuchungen an der US-Amerikanischen Universität Harvard ergeben, dass Autofahrer mit einer klaren Pfeildarstellung besser zurechtkommen als mit überladenen Karten, die mit ihrer Flut von Informationen nur wenig Übersicht bieten. Trotzdem lässt sich auch mit dem hier getesteten Navigationssystem auf Wunsch eine Karte abrufen. In bestimmten Situationen kann sie hilfreich sein. Etwas verwirrend: Die Kartendarstellung orientiert sich nicht an der Fahrtrichtung, sondern am Nordpol. Je nach Fahrtrichtung muss also umgedacht werden.
