Hartes Vorgehen gegen Internetpiraterie

Bundesliga: FC Bayern droht YouTube mit Klage

Der FC Bayern München sowie die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) haben ein massives Vorgehen gegen die Veröffentlichungen von privaten Bundesliga-Videos auf Internetportalen wie YouTube angekündigt. Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge und die DFL sprachen gegenüber der Wirtschaftswoche von einem "großen Gegenschlag".

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Vor gut einem Jahr erwarb der Bonner T-Com Konzern, zugleich Hauptsponsor des deutschen Rekordmeisters FC Bayern, die Internetrechte für die Übertragung der Bundesliga für die Saisons 2006-2009. Gut 40 Millionen Euro musste T-Com für die Exklusivrechte auf den Tisch legen. Nicht verwunderlich also, dass das Unternehmen in den zahlreichen Veröffentlichungen von geschützten Spielinhalten auf den verschiedensten Online-Plattformen eine klare Verletzung des Urheberrechtes sieht. Die Exklusivrechte des von T-Com vermarkteten FC-Bayern-TV, mit zurzeit knapp 30.000 Abonnenten, werden nach Aussage von Karl-Heinz Rummenigge "extrem verletzt".

Bundesliga-Tore bei YouTube

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Auf YouTube finden sich aktuell tausende Videos mit urheberrechtlich geschützen Inhalten aus Bundesligapartien. Zum einen werden dort Amateur-Videos und Mitschnitte von Zuschauern aus dem Stadion eingestellt, zum anderen tauchen zahlreiche Sequenzen von Internet-Live-Streams auf, die kostenlos über das Internet empfangen werden können und fast jedes Spiel ausstrahlen. So können verpasste Spiele und Tore jederzeit und kostenlos auf YouTube und anderen Portalen angeschaut werden.

Nicht nur die Veröffentlichung von Privataufnahmen aus dem Stadion, auch die Live-Übertragung von Bundesligapartien über Internet-Live-Streams fügt sowohl den Sendeanstalten als auch den Vereinen einen finanziellen Schaden in bislang unbekannter Höhe zu. Dadurch dass Live-Spiele aus der Bundesliga und Champions League nahezu ausschließlich über Pay-TV zu empfangen sind, ist die Zahl der Fußballkonsumenten von "illegalen" Live-Streams im Internet noch einmal rapide gestiegen.

DFL: "Das ist illegal"

Bereits Anfang dieses Jahres berichtete netzwelt über die Möglichkeit, Bundesligaspiele kostenlos über ein Signal aus China zu empfangen. DFL-Pressesprecher Christian Pfennig erklärte damals uns gegenüber, dass "das Anschauen von Bundesliga-Partien über ein gehacktes Signal aus China illegal ist und juristisch verfolgt wird." Allerdings machte er nicht den chinesischen TV-Partner CCTV 5 für die illegale Empfangsmöglichkeit verantwortlich. "Das Problem sind die Personen, die eine entsprechende Software zur illegalen Nutzung von Fußball-Übertragungen im Internet erstellt haben, dort verbreiten und die Signale illegal ausstrahlen."

Um die Internetpiraten dingfest zu machen, hat die DFL die Firma NetResult beauftragt. Sie soll Urheberrechtsverstöße aufspüren, die Verantwortlichen abmahnen und Unterlassungen fordern. Laut DFL wollen FIFA und UEFA nun zusätzlich eine gemeinsame Linie gegen die Rechtepiraterie im Internet fahren. Der FC Bayern erwägt zudem eine eigene Klage gegen die entsprechenden Internetportale.

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