DVB-T Aufnahmen kostenlos auf DVD brennen
Tutorial: Videorekorder selbstgemacht - vom DVB-Signal zur fertigen DVD
DivX/DVD-Software
Fernsehen am Computer? Auch wenn das für die meisten Menschen nichts Neues ist, können viele immer noch nichts damit anfangen. Ist ein TV-Empfänger am Computer nur etwas für Leute mit zu wenig Platz oder Geld für einen richtigen Fernseher? Muss man jetzt immer den Rechner anschalten und vor dem Monitor hocken, um seine Lieblingsserie zu schauen? Keine Frage, im Wohnzimmer ist und bleibt die TV-Berieselung entspannter. Aber seit der Einführung von DVB-T war es nie einfacher, am Rechner Fernsehsendungen aufzunehmen und zu archivieren. Das moderne terrestrische Fernsehen hat den Vorteil, frei und mit einem USB-Empfänger auch unterwegs empfangbar zu sein.
- DVB-T am Computer
- Auf den guten Ton kommt es an
- DVB und DVD: Zweieiige Zwillinge
- Video vorbereiten mit ProjectX
- DVDAuthorGUI
- DVDStyler
- Fazit Authoringprogramme
- DVD brennen
- Fazit
DVB-T am Computer
Der größte Vorteil für Heimkinofans liegt in der technischen Verwandtschaft des DVB-T-Standards mit dem Videoformat der DVD. Denn das bedeutet, dass man die Aufnahmen ohne größeren Aufwand auf DVD brennen kann. Damit sind die günstigen DVB-T Empfänger wie geschaffen dafür, den PC zu einem digitalen Videorekorder aufzurüsten.
Man braucht weder einen DVD-Rekorder für 200 Euro noch einen Festplattenrecorder für mehr als 300 Euro. Ein kleiner USB-Stick für ca. 40 Euro reicht. Dann fehlen nur noch die passende Software, die selbstverständlich kostenlos sein soll, und diese Anleitung, die in einfachen und übersichtlichen Schritten erklärt, wie das Ganze funktioniert. Als Beispielgerät dient uns hier der Yakumo Quickstick. Dieser Stick ist baugleich mit vielen anderen günstigen DVB-T-Empfängern auf dem Markt. Darauf, wie man solch ein Gerät installiert und einrichtet, wollen wir hier nicht eingehen.
Wir beginnen mit den Aufnahmeoptionen. Einige Sender übertragen mehrere Tonspuren parallel. Das ist für den Heimkino-Enthusiasten insofern interessant, als dass neben dem herkömmlichen MPEG1, Layer 2 ("mp2") oft auch eine Dolby Digital-Tonspur übertragen wird. Diese Tonspur kann eine gewöhnliche Stereotonspur in hoher Qualität sein, also DD 2.0, aber auch eine DD 5.1-Spur. Damit bekommt man den digitalen Surroundsound kostenlos ins Wohnzimmer geliefert, den es sonst nur im Kino oder auf DVD gibt. Eine passende Anlage ist selbstverständlich Voraussetzung dafür.
Hier erkennt man die Nähe zur DVD-Video: Denn auch der DVD-Standard enthält mp2 oder Dolby Digital als Tonformat. Das Videoformat ist bei beiden ebenfalls gleich: MPEG2. Dadurch müssen die Daten nicht zeitraubend und verlustbehaftet konvertiert werden. Sie werden in den Arbeitsschritten lediglich ausgelesen und neu gespeichert. Leider scheint die beigelegte Software des Yakumo den DolbyDigital-Ton zu ignorieren. Das liegt jedoch ausschließlich an der TV-Software des Sticks. Wer großen Wert darauf legt, sollte schon beim Kauf darauf achten, dass die Software des Empfängers dies unterstützt.
DVB und DVD: Zweieiige Zwillinge
Trotz des gleichen Formats sind die DVB-T-Daten nicht identisch mit denen auf einer DVD oder in gewöhnlichen .mpg-Dateien. Wer es genau wissen möchte: Die DVB-Daten sind als "Multiple Program Transport Stream" verpackt und deshalb nicht für jedes Videoprogramm lesbar. "Transport Streams" werden für unzuverlässigere Übertragung verwendet, wo Unterbrechungen im Datenstrom, also z.B. Datenverlust bei der Übertragung, möglich sind. Deshalb wird diese Variante beim DVB-Fernsehen verwendet. Das Gegenstück ist der "Program Stream", der z.B. bei DVDs verwendet wird. Vielleicht haben Sie das schon selbst erlebt, dass ein Film auf DVD durch einen Kratzer hängenbleibt. Ein Transport Stream kann aber auch trotz fehlender Daten wieder aufgenommen werden.
Der DVB-T-Datenstrom landet unverändert, so wie er empfangen wird, auf der Festplatte. Zur Erinnerung: Nicht vergessen, vor der Aufnahme die beste Tonspur auszuwählen, falls das möglich ist. Das Ergebnis dieser Aufnahme ist eine .mpg-Datei. Wir beginnen nun Schritt für Schritt mit dem Weg von der Aufnahme auf der Festplatte zur DVD.
Links zum Artikel
- DeepBurner
- DVDAuthor GUI
- DVDStyler
- Englische Anleitung für DVDAuthor
- Imago MPEG-Muxer
- ProjectX installationsfertig (27MB)
Jetzt sind Sie dran.
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