Test: Anno 1701
Das pralle Leben
Abgesehen davon, dass neutrale Inselbewohner derartige Verbrüderungen mit Argwohn betrachten, hat ein Schulterschluss mit den Piraten delikate Nebeneffekte. Erstens gewinnt man einen starken Verbündeten im Kampf gegen andere Mitspieler, des Weiteren handeln Freibeuter jene wertvollen Kolonialwaren, die eine rundum zufriedene Oberschicht zur Zahlung maximaler Steuern bemüßigt. Kolonialwaren, darunter fallen Jade und Elfenbein, können nicht selbst produziert werden und zählen üblicherweise zum Handelsrepertoire von Ureinwohnern wie Azteken oder Irokesen.
Als eine der letzten großen Softwareserien ist auch "Anno" auf den 3D-Zug aufgesprungen. Mit rund neun Millionen Euro Entwicklungskosten zählt das Spiel zu den teuersten Produktionen deutscher Herkunft - und das stolze Budget sieht und hört man diesem Titel an. Aufbaustrategen mit potenten Rechnern dürften Stunden allein damit verbringen, ihren Untertanen beim Flanieren durch die Straßen zuzusehen oder dem Vieh beim Grasen auf der Weide. Obwohl sich in der Inselwelt weder Wetterwechsel noch Tageszyklen vollziehen, füllt "Anno 1701" den Monitor mit prallem Leben.
Großen Anteil daran hat ein dichtes Stimmengewirr, das beim Scrollen über die Dächer einer Stadt laut wird. Es seien noch Menschen im Haus, kreischen Weibsbilder beim Wüten von Bränden; Musikantenzüge passieren unter dem Gejohle der Passanten den Gemeindeplatz, wo ein Wanderprediger - nur einer von vielen Ehrengästen - wenig später Reden schwingt. 5.000 Pixel weiter südlich ergießen sich gigantische Wasserfälle in malerische Seen, stecken Schwäne die Köpfe ins Wasser, werden karibische Strände von Krabben durchfurcht.

Familienfreundlicher Spielehit
Nach dem durchwachsenen "1503" konnte nicht zwingend davon ausgegangen werden, dass "Anno 1701" so stark werden würde. Doch die jüngste Fortsetzung des erfolgreichsten deutschen PC-Spiels ist genau das: einfach stark! Nur wer Aufbaustrategie hasst, sollte die Finger von diesem Spiel lassen. Andere werden es schwer haben, nach dem Bau des ersten Kontors die Finger anderweitig zu gebrauchen.
"Anno 1701" ist ein Stundengrab, ein Game, das nicht grundlos Kaffeepausen nahelegt oder den Spieler an dessen reales Leben erinnert. "Was macht eigentlich Ihre Familie?", fragte der Tutor nach einem technisch reibungslosen Spielemarathon. Der netzwelt-Redakteur stutzte, sah auf die Uhr und wähnte seine Sippschaft schon seit Stunden im Bett.
| Steckbrief | ||
|---|---|---|
| Sound | 10 von 10 % | 91% |
| Grafik | 15 von 15% | |
| Spielspaß | 15 von 15% | |
| Multiplayer | 8 von 10% | |
| Bedienung | 9 von 10% | |
| Preis/Leistung | 14 von 15% | |
| Hardwareanforderung | 10 von 15% | |
| Langzeitspielspaß | 10 von 10% | |

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 5 Beiträge
Ich hab wirklich Lust auf Anno 1701 aber nachdem ich die Katastrophe 1503 (Multiplayer) gekauft habe können sie sich das Spiel stecken. Ich werde nie wieder ein grottigen cent dafür ausgeben.
ich hab mir das spiel gekauft....es ist einfach nur edel!! hast du es denn getestet?oder bist du einer von denen die einfach mal drauf los labern ohne jegliche ahnung?scheint so...wer das spiel gesehen hat,...
TZZZZZZ Journalisten wenn ich das schon höre... Die nehmen sich wohl alles hervor!
Zitat: Wer sagt dasses das spiel des jahres ist????? Die zuständigen PR-Menschen - und nicht wenige Journalisten. Die Meinung, dass "Anno 1701" schrecklich und...
Wer sagt dasses das spiel des jahres ist????? es ist schreckloch und schlecht zugleich