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Doppel-Debüt im Notebook-Test: Asus F3Jp mit Core 2 Duo und Radeon X1700
Gute Gesellschaft für Intels potentesten Notebook-Prozessor

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Wozu der Core 2 Duo in ausgewachsenen PCs imstande ist, stellte er bei netzwelt bereits eindrucksvoll unter Beweis. Nun folgt der erste Testlauf mit der mobilen Variante des potentesten Prozessor-Pferdchens im Intel-Stall. Gute Gesellschaft bekommt sie von Atis neuem Grafikchip Mobility Radeon X1700. Die flache Verpackung bildet das taufrische Mittelklasse-Notebook Asus F3Jp.

Wozu der Core 2 Duo in ausgewachsenen PCs imstande ist, hat er bei netzwelt bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun folgt der erste Testlauf mit der mobilen Variante des potentesten Prozessor-Pferdchens im Intel-Stall. Gute Gesellschaft bekommt sie von Atis neuem Grafikchip Mobility Radeon X1700. Die flache Verpackung bildet das taufrische Mittelklasse-Notebook Asus F3Jp.

Ob die knapp 1.400 Euro für die beiden Newcomer in der schicken Hülle gerechtfertigt sind, wird sich zeigen. Zeigen lassen kann sich das F3Jp zumindest optisch, denn das Design passt zum nicht gerade günstigen Kaufpreis. Gegenüber den zahlreichen Vertretern der A6-Serie, die bis dato auf dem netzwelt-Prüfstand landeten, wirkt es weniger eckig und futuristisch, sondern vermittelt dank der sanfter abfallenden Kanten etwas mehr Eleganz.

Asus F3Jp mit Core 2 Duo im Test

Inhalt

Schnittig-sportlich

Gehobene Ausstattung

Farbenfrohe Glanzleistung

Multimedia-Monster

Lautstärke, Leistungsaufnahme und Laufzeit

Fazit: Gelungener Einstand

Asus F3Jp gegen Asus A6Jm

Datenblatt

Schnittig-sportlich

Den unteren Rand des anthrazitfarbenen Deckels ziert ein rautenförmiges Kunststoff-Geflecht mit entfernt an Kohlefaser erinnernder Optik. Viel her machen die verchromten Asus-Schriftzüge außen wie innen. Gelungen ist auch die Gestaltung des Interieurs mit silbernem Zierrat über der Tastatur sowie um das Touchpad herum. Die vier schmalen, gelben Status-LEDs am vorderen Rand stecken in edel anmutendem Leichtmetall, vier weitere Leuchtpunkte oben rechts unter dem Display. In der dünnen Leiste oberhalb des Keyboards, die sich fast über die komplette Breite zieht, sind sechs Funktionsschalter untergebracht.

Von außen wirkt das F3Jp schnittig-sportlich, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Modernität. Ungewohnt ist das Öffnen über einen schwarz glänzenden Drücker in der Mitte. Dafür funktioniert der Mechanismus prächtig, denn der Deckel schließt satt und sauber. Wer es beim Hochklappen des Displays langsam genug angehen lässt, schafft es ohne dass es ihm der Rest des Notebooks gleichtut. Wie ein wachsames Auge blinzelt uns die integrierte Digitalkamera nebst integriertem Mikrofon entgegen. An der wertigen Verarbeitung mit vertretbaren Spaltmaßen gibt es nichts auszusetzen.

Gehobene Ausstattung

Nicht lumpen lässt sich Asus bei den inneren Werten wie dem Dual-Core-Prozessor mit 1,83 Gigahertz, dem Gigabyte Arbeitsspeicher und der schnellen Spiele-Grafik. Wireless LAN in den drei gängigsten Übertragungsstandards sowie Bluetooth 2.0 samt EDR liefern auch unterwegs fast alles, was das Herz begehrt. Üppige 160 Gigabyte Festplattenkapazität bieten Platz für eine Menge Downloads, Programme, Spiele, Videos und vielem mehr. Besonders schön zu sehen ist der digitale Anschluss für Flachbildschirme neben dem analogen. Um die schnurlose Kommunikation auf einen Schlag lahmzulegen, muss bloß ein kleiner Schalter umgelegt werden.

Touchpad und Tastatur reagieren präzise und bilden einen würdigen Ersatz für ausgewachsene PC-Eingabegeräte. Das hervorragende Qualitätsniveau seiner Alu-Pendants aus anderen Asus-Notebooks wie dem A6Jm erreicht die breite "Maustaste" aus Kunststoff jedoch nicht. Das grau gepunktete Fingerfeld fungiert bei zu starkem Druck wie eine Art Gummistopper, besser geht's mit weniger Kraftaufwand. Beim Schreiben ist das angenehme Ansprechverhalten des Keyboards selbst bei längeren Texten eine echte Hilfe. Lediglich ein paar der größeren Tasten klappern leicht.

Asus F3Jp im Test: Notebook-Doppeldebüt mit Core 2 Duo und Mobility Radeon X1700

Farbenfrohe Glanzleistung

Zum Zusehen animiert das plastische Bild des F3Jp mit kräftigen Farben und einem schönen Schriftbild. Trotz des eher geringen Spielraums nach oben überzeugt auch die Helligkeit. Den guten Schwarzwert trübt ein deutlich hellerer Streifen am unteren Rand, das nur minimal angegraute Weiß wird nach außen zunehmend dunkler, was auch bei der Farbdarstellung auftritt. Dazwischen schneidet das Display jedoch nur mittelmäßig ab, da ihm die Differenzierung zwischen verschiedenen Graufstufen nicht einwandfrei gelingt.

Die vertikal sehr eingeschränkten Blickwinkel sind bei Notebooks gang und gäbe, das Asus F3Jp sticht hier nicht aus der Masse hervor. Von der Seite betrachtet bleibt es recht lange stabil und erhält erst bei großen Abweichungen eine vergilbt anmutende Patina. Für die intensiven Farben muss der Käufer allerdings starke Spiegelungen in Kauf nehmen, die besonders bei ergonomisch ungünstigen Lichtverhältnissen die Lesbarkeit beeinträchtigen.

Beim Wiedergeben von Videos macht das Hochglanz-LCD wiederum eine gute Figur, egal ob es sich um komprimiertes oder hochauflösendes Bildmaterial handelt. In spielerischer Hinsicht sorgt es außerdem für eine hohe Plastizität und zusätzlichen Realismus, das geringe Schlierenaufkommen gefällt. Weniger schön sind allerdings die starken Treppen-Effekte bei deaktivierter Kantenglättung sowie der dünne Klangteppich der übersteuernden Stereo-Lautsprecher.

Multimedia-Monster

Um herauszufinden, wie sich der Core 2 Duo gegen seinen Vorgänger ohne die Primzahl in der Mitte schlägt, vergleichen wir das F3Jp mit dem A6Jm, ebenfalls aus dem Hause Asus. Beide Prozessoren rechnen mit einer Taktfrequenz von 1,83 Gigahertz und besitzen jeweils zwei Megabyte L2-Cache. Bei den CPU-Messungen der Spiele-Benchmarks reißen uns die Unterschiede noch nicht vom Bürostuhl, obwohl der Core Duo der zweiten Generation stets vorne liegt. Trotz des schnelleren Prozessors muss sich das F3Jp in puncto Spiele-Performance geschlagen geben. Das Duell Ati Mobility Radeon X1700 gegen GeForce Go 7600 entscheidet Nvidia also klar für sich.

Asus F3Jp im Test: Notebook-Doppeldebüt mit Core 2 Duo und Mobility Radeon X1700

Ein völlig anderes Bild zeigt sich hingegen bei den System-Benchmarks, die vor allem für die Leistung von Programmen sowie im 2D-Betrieb entscheidend sind. Beim Multimedia-Testlauf von "Sandra" wollen wir unseren Augen kaum trauen: Bei der Ganzzahl-Berechung übertrifft der Core 2 Duo seinen Vorläufer um mehr als das Dreifache. Zum Vergleich: Selbst der wassergekühlte Rundum-Lautlos-PC von netzwelt mit einem auf 2,75 Gigahertz übertakteten Dual-Core-Prozessor von AMD leistet hier nur knapp die Hälfte.

Lautstärke, Leistungsaufnahme und Laufzeit

Eine positive Eigenschaft des F3Jp ist, dass man wenig von ihm mitbekommt. Aufdringlich wurde der Lüfter selbst beim Durchlauf der anspruchsvollen Benchmarks nicht. Im Leerlauf erklingt ein leises Rauschen, das sich erst dann wirklich bemerkbar macht, wenn man die Ohrmuschel direkt an das rückwärtige Lüftungsgitter hält. Bei starker Beanspruchung, etwa beim Spielen, steigert sich der Geräuschpegel hörbar, bleibt aber nach wie vor angenehm.

Gemessen an seiner Leistung zieht das potente Mittelklasse-Notebook relativ wenig Strom aus der Steckdose. Mit 74 Watt liegt die maximale Leistungsaufnahme aber immer noch etwa 20 bis 30 Watt über der eines weniger spieletauglichen Modells mit integrierter Grafik. Das Asus A6Jm mit langsamerem Prozessor und schnellerer Grafik verbraucht mit 101 Watt allerdings noch erheblich mehr.

Fazit: Gelungener Einstand

Sowohl Intels Core 2 Duo als auch Atis Mobility Radeon X1700 geben im Asus F3Jp einen durchweg gelungenen Einstand. Mit einem Straßenpreis von mindestens 1.400 Euro ist das Mittelklasse-Notebook zwar nicht ganz billig, wegen seiner Ausstattung und der zum Teil überragenden Performance aber durchaus preiswert. Viel Anlass zur negativen Kritik gibt es nicht, dazu zählen das stark spiegelnde Display und die kurze Akkulaufzeit. Letzterer lässt sich mit dem optionalen Hochleistungsakku beikommen, doch der kostet leider mindestens 150 Euro extra.

Asus F3Jp gegen Asus A6Jm

System-BenchmarksAsus F3JpAsus A6Jm
Synthetische Tests
3DMark03 (3.6.0) / Standard6.172 3DMarks8.752 3DMarks
CPU Score (fps)1.045 (126,3 / 16,9)862 (96,7 / 15,2)
3DMark05 (1.2.0) / Standard3.683 3DMarks3.765 3DMarks
CPU Score (fps)5.781 (3,0 / 5,0)5.161 (2,7 / 4,3)
3DMark06 (1.0.2) / Standard2.002 3DMarks2.234 3DMarks
SM2.0 / HDR/SM3.0 / CPU692 / 781 / 1.579859 / 808 / 1.510
Aquamark3 / Very High Quality-58.690 Triscore
GFX / CPU-8.895 / 8.626
tps / fps-17.667.854 / 58,69
Praxistests
Half-Life 2 "Lost Coast" / Grafikauslastungstest / Maximale Details / alle HDR-Effekte
 4xAA / 8xAF
1.024x768 (fps)36,7148,55
1.280x768 (fps)31,10-
1.280x800 (fps)-40,16
 6xAA / 16xAF8xAA / 16xAF
1.024x768 (fps)36,7128,40
1.280x768 (fps)31,10-
1.280x800 (fps)-22,59
Quake 4 (1.2) / netzwelt-Timedemo / Maximale Details
 4xAA / 8xAF
High Quality 1.024x768 (fps)35,445,5
 6xAA / 16xAF8xAA / 16xAF
High Quality 1.024x768 (fps)29,521,7
System-BenchmarksAsus F3JpAsus A6Jm
 Gesamtsystemleistung
PCMark04 (1.3.0) / Standard6.176 PCMarks5.466 PCMarks
PCMark05 (1.1.0) / Standard4.148 PCMarks4.094 PCMarks
 Komponenten-Leistung: SiSoftware Sandra 2007 Lite
 Prozessorleistung Arithmetik: Software-Performance
Dhrystone

Whetstone

16.812 MIPS

11.471 MFLOPS

12.469 MIPS

9.202 MFLOPS

 Prozessorleistung Multi-Media
Integer

Floating-Point

99.037 it/s

53.511 it/s

28.570 it/s

38.935 it/s

 Speicherbandbreite: Geschwindigkeit Arbeitsspeicher
Int Buff'd

Float Buff'd

3.663 MB/s

3.666 MB/s

3.291 MB/s

3.296 MB/s

 Dateisystem: Geschwindigkeit Festplatte
Laufwerksindex36 MB/s34 MB/s
Gepuffertes Lesen98 MB/s81 MB/s
Sequentielles Lesen42 MB/s38 MB/s
Zufälliges Lesen29 MB/s28 MB/s
Gepuffertes Schreiben48 MB/s52 MB/s
Sequentielles Schreiben42 MB/s38 MB/s
Zufälliges Schreiben25 MB/s28 MB/s
Durchschnittliche Zugriffszeit10 ms9 ms
Asus F3JpAsus A6Jm
Leistungsaufnahme
Maximal74 Watt101 Watt
Leerlauf, Helligkeit 100 %36 Watt31 Watt
Leerlauf, Helligkeit 60%32 Watt-
Leerlauf, minimale Helligkeit30 Watt-
Akkulaufzeit
Normalbetrieb, Helligkeit 60 %2 h 30 min3 h
Kommentare zu diesem Artikel

Wozu der Core 2 Duo in ausgewachsenen PCs imstande ist, stellte er bei netzwelt bereits eindrucksvoll unter Beweis. Nun folgt der erste Testlauf mit der mobilen Variante des potentesten Prozessor-Pferdchens im Intel-Stall. Gute Gesellschaft bekommt sie von Atis neuem Grafikchip Mobility Radeon X1700. Die flache Verpackung bildet das taufrische Mittelklasse-Notebook Asus F3Jp.

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  • Khor schrieb Uhr
    AW: News - Doppel-Debüt im Notebook-Test: Asus F3Jp mit Core 2 Duo und Radeon X1700

    Wenn Asus es jetzt noch schafft, dass F3Jm mit der GeForce7700go auszustatten ist für mich die Welt in Ordnung. Sollte doch machbar sein. Man gucke sich nur mal das A8Jp/A8Js an. Erstaunlich, dass man die gleiche oder noch mehr Leistung auch locker in ein 14"-Notebook kriegt ohne das der Kunststoff schmilzt. :biglol:

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Wozu der Core 2 Duo in ausgewachsenen PCs imstande ist, stellte er bei netzwelt bereits eindrucksvoll unter Beweis. Nun folgt der erste Testlauf mit der mobilen Variante des potentesten Prozessor-Pferdchens im Intel-Stall. Gute Gesellschaft bekommt sie von Atis neuem Grafikchip Mobility Radeon X1700. Die flache Verpackung bildet das taufrische Mittelklasse-Notebook Asus F3Jp.
http://www.netzwelt.de/news/74750-doppel-debuet-notebook-test-asus-f3jp-core-2-duo-radeon-x1700.html
2006-10-31 17:30:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/1864/13192.jpg
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