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Mobiles Internet: UMTS-Datentarife in der Übersicht

Mobiles Internet: UMTS-Datentarife in der Übersicht Das Handy als Multitalent: Megapixel-Kamera und MP3-Player drängen das mobile Telefonieren immer mehr in den Hintergrund. Datendienste sind dagegen gefragt, wollen doch Bilder und Musiktitel irgendwie auf das Gerät oder heruntergeladen werden. Mit UMTS und HSDPA werben die Netzbetreiber für schnelle Funkübertragungen. Doch während die übrigen Funktionen mit den einmaligen Anschaffungskosten gedeckt sind, verlangen Datendienste gleich nach einem Vertrag - also schnell noch den richtigen finden.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Inhaltsverzeichnis
  2. 2Lockrufe und Kleingedrucktes
  3. 3Technische Besonderheiten und Vorbehalte der Netzanbieter
  4. 4 Zuhause-Zwitter
  5. 5 UMTS-Geräte im Netzwelt-Test

Das ist allerdings gar nicht so leicht. Wer bei den Mobilfunkbetreibern nach UMTS-Tarifen sucht, verliert sich schnell in einem Wald von Angeboten und wird von seitenweise Kleingedrucktem belagert. Aufgeben und UMTS links liegen lassen, mag eine Option für Hobby-Nutzer sein, zumal die schnelle Funkverbindung im Vergleich zu DSL immer noch recht teuer und langsam ist. Wer auf mobiles Internet beruflich angewiesen ist, seinen Festnetzanschluss ersetzen will oder einfach nur neugierig genug ist, sollte inzwischen aber etwas Passendes finden.

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Lockrufe und Kleingedrucktes

Wie auch bei DSL tobt im UMTS-Breitbandgeschäft der Konkurrenzkampf. Die vier großen Netzbetreiber versuchen mit zeitlich begrenzten Aktionsangeboten schnell Kunden zu gewinnen: Da fällt hier einmal der Einrichtungspreis flach, dort werden ein paar Nutzungsmonate verschenkt, anderswo gibt es Mengenrabatt, wenn der Datentarif einem Mobilfunktarif hinzugebucht wird. Vergleichen lohnt sich in jedem Fall, denn wenn man den falschen Tarif wählt, nützen die besten Geschenke auf Dauer wenig.

Einige Merkmale haben alle Provider gemeinsam: Das so genannte Fallback auf ein Handynetz bei mangelnder UMTS-Netzabdeckung ist bei allen vorhanden. Roaming im Ausland ist auch möglich - hier können aber schnell einmal 16 Euro pro Megabyte anfallen. Allen gemein ist auch eine Einrichtungsgebühr von rund 25 Euro, die nur in Mobilfunkverträgen mit voreingestellter UMTS-Option entfällt. Ebenfalls verweigern sich alle Betreiber der Übermittlung von Voice-over-IP, schließlich soll das Mobilfunk-Kerngeschäft nicht angetastet werden. T-Mobile untersagt darüber hinaus auch Instant-Messaging wie etwa ICQ oder Live!Messenger.

Auch wenn hier bereits einige Fälle von Zuckerbrot und Peitsche aufgeführt wurden, empfiehlt sich vor Vertragsabschluss eine Studie des Kleingedruckten. Um eine bessere Übersicht zu bieten, ordnet netzwelt alle UMTS-Datentarife nach Klasse anstatt nach Provider. Am Ende einer jeden Übersicht weist die sinnvolle Nutzungsgrenze auf den Kostenvergleich zum nächsthöheren Tarif desselben Anbieters hin. Doch Achtung: Auch der schönste Tarif nützt wenig, wenn die UMTS-Netzabdeckung in der Region nicht stimmt.

Technische Besonderheiten und Vorbehalte der Netzanbieter

T-Mobile: HSDPA, der schnelle UMTS-Standard, ist im gesamten UMTS-Netz von T-Mobile verfügbar. Er ermöglicht Datenübertragungsraten von derzeit bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde im Download und 384 Kilobit pro Sekunde im Upload. Langfristig will T-Mobile den HSDPA-Datendurchsatz auf maximal 7,2 Mbit/s im Download steigern.

Sobald UMTS etwa in ländlichen Gegenden nicht zur Verfügung steht, ermöglicht die EDGE-Technik bis zu 220 Kilobit pro Sekunde im Download und bis zu 110 Kilobit pro Sekunde im Upload. EDGE ist eine GSM-Weiterentwicklung und heißt wörtlich Enhanced Data Rates for GSM Evolution. EDGE soll bis Ende des Jahres im gesamten T-Mobile GSM-Netz verfügbar sein.

Vodafone: Das Vodafone-UMTS-Netz ist mit HSDPA, das unter dem Produktnamen UMTS-Broadband geführt wird, zu Übertragungsraten von maximal 3,6 Megabit pro Sekunde im Downstream fähig. Aber nur in "ausgewählten Gebieten" - überall sonst sind es 1,8 Mbit/s. Bis zum Sommer sollen die 3,6 Mbit/s im gesamten UMTS-Netz verfügbar sein, danach wird mit dem Ausbau auf 7,2 Mbit/s begonnen.

Bei fehlender UMTS-Netzabdeckung wird die Verbindung im Handynetz weitergeführt, das mit GPRS etwa 50 bis 60 Kilobit pro Sekunde ermöglicht. Die EDGE-Technologie befindet sich ebenfalls im Aufbau. Roaming im Ausland ist je nach Land und Tarif zwischen 3,36 € und 15,35 € pro Megabyte möglich. Alternativ hält Vodafone Tarife für In- und Ausland nach dem Parkuhr-Prinzip bereit.

E-Plus und Base: Mit 384 Kilobit pro Sekunde muss sich auch der UMTS-Nutzer bei E-Plus zufrieden geben. Im GPRS-Netz stehen 53,6 Kilobit pro Sekunde zur Verfügung.

O2: 384 Kilobit pro Sekunde sind ebenfalls im UMTS-Netz von O2 verfügbar. In den Städten München, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf und Köln gibt es außerdem HSDPA mit 1,8 Megabit pro Sekunde im Download. Ist das O2-Netz nicht vorhanden, haben Nutzer der Mobilfunktarife Active und Starter auch Zugriff auf das UMTS-Netz von T-Mobile. Für die nicht mit UMTS versorgten Gebiete springt das GPRS-Netz mit 50 bis 60 Kilobit pro Sekunde ein.

Technische Vor- und Nachteile
Vorteile Nachteile
T-Mobile HSDPA-Nutzung (3,6 Mbit/s) im gesamten UMTS-Netz inklusive, derzeit schnellstes Netz, schnellste Fallback-Technologie Ausbau auf schnelles HSDPA (7,2 Mbit/s) erst ab Sommer geplant
Vodafone HSDPA (1,8 bis 3,6 Mbit/s) vorhanden, Ausbau auf EDGE-Fallback läuft Ausbau auf schnelles HSDPA (7,2 Mbit/s) erst ab Sommer geplant
E-Plus & Base - kein HSDPA, geringe Bandbreite (364 kbit/s)
O2 UMTS-Roaming mit T-Mobile HSDPA (1,8 Mbit/s) nur an wenigen Standorten, sonst geringe Bandbreite (364 kbit/s)

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