Test: Company of Heroes

Test: Company of Heroes

Der Zugriff auf spezifische Einheitenfähigkeiten ist an Rohstoffreserven und Aufladephasen geknüpft. Gleiches gilt für Sondermanöver, die im Rahmen eines Erfahrungssystems besonders talentierten Feldherren offenstehen. Als "Kommandant der Kompanie" ist man beispielsweise befähigt, Artillerieunterstützung anzufordern sowie schwere Kampfpanzer oder auf deutscher Seite "Wunderwaffen" wie die V1. Diese und weitere Kompaniefähigkeiten verteilen sich auf einen dreigeteilten Fertigkeitenbaum.

Ohne taktische Vorausschau nützt allerdings auch ein Arsenal voller Wunderwaffen nichts. Das Kampfprozedere erinnert an das thematisch verwandte "Brothers in Arms". Genau wie in Ubisofts Taktik-Shooter empfehlen sich Angriffe auf gegnerische Flanken, um den Schuss- und Streuwinkeln von Bunkern oder Kanonen auszukommen. Dank sehr genauer Steuerung klappt das gut. Ein weiteres aus "Brothers in Arms" bekanntes Feature ist das Festnageln durch Sperrfeuer, wovon oft auch die eigenen Truppen betroffen sind und ohne automatisierten Rückzugsbefehl jeder Überlebenschance beraubt werden. Unter Ausnutzung einer möglichst stabilen Deckung - Infanteristen können Barrieren aus Sandsäcken errichten - minimiert sich das Risiko. Farbige Symbole informieren über die Qualität von Kugelbarrieren, wobei grün für maximal, gelb für durchschnittlich und rot für unzureichend steht. Optisch eindrucksvoll und nahe der Realität: Ein Holzverschlag bietet nur so lange Schutz, bis sich dessen Planken durch beständiges Feuer in Sägemehl verwandelt haben.

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Die Präsentation der Gefechte setzt darüber hinaus Akzente. Hektische Kampfkommandos, tosende Waffengeräusche und buchstäblich umwerfende Physikeffekte reiben bei Feindkontakt die Nerven auf. Granaten fressen tiefe Krater in den aufspritzenden Boden, zerbombte Wohnhäuser zerbröseln mit Ausnahme des gemauerten Schornsteins und Sprengladungen verwandeln ganze Regimenter in himmelwärts schleudernde Leichenteile. Im Wettrüsten um die aufregendsten Strategiespielbilder hat "Company of Heroes" bis auf weiteres die Nase vorn. Die Folgen sind stattliche Systemanforderungen und lange Ladezeiten.

Strategie trifft Spektakel

Den 6. Juni 1944 zelebrieren viele Gamer häufiger als den eigenen Geburtstag. Etlichen Kriegsspielen dient die alliierte Landung in der Normandie sowie die daraus resultierende Westfront als historische Grundlage. Auf dem Strategiesektor wurde dieses Kapitel des Zweiten Weltkriegs im Speziellen - sowie das Thema WW II allgemein - selten so packend inszeniert wie bei "Company of Heroes". Der jüngste Streich der kanadischen Entwickler überzeugt auf beiter Front, angefangen mit der Steuerung über das Missionsdesign bis zur Präsentation.

Nur an der Künstlichen Intelligenz scheiden sich die Geister: Während der Computergegner in der Vorwärtsbewegung clever agiert und gerade teure Panzerverbände geschickt verschiebt, reagieren Fußsoldaten auf indirekten Beschuss durch Scharfschützen oder Kanonen mit tödlicher Schlafmützigkeit. Auch der Verlust von Außenposten bringt den Feind nicht zwingend aus der Ruhe. Koordinierte Gegenschläge, sofern nicht Inhalt einer Mission, bleiben im Ringen um Fahnenmaste häufig aus. Wenn aber die Wehrmacht - meist nach Ablauf einer Schonfrist - schließlich doch zur Offensive übergeht, entfesselt die Angriffswucht ein beispielloses Spektakel.

Steckbrief
Sound14 von 15 %88%
Grafik15 von 15%
Spielspaß15 von 15%
Multiplayer8 von 10%
Bedienung8 von 10%
Preis/Leistung11 von 15%
Hardwareanforderung10 von 15%
Langzeitspielspaß7 von 10%
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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge

Ja ich finde Spiele aus dem Genre schon gut, aber mitlerweile ähneln sie sich zu sehr. Ich will garnicht wissen wie viele spiele aus dem 2. weltkrieg es schon gab, und ich habe auch schon bessere gewspielt...

Zitat: Ummal meine Meinung zu sagen, es ist doof Aha, und warum findest du es "doof"? Nicht sehr aussagekräftig... Welches Spiel aus dem Genre gefällt dir...

Ummal meine Meinung zu sagen, es ist doof

88% ? Ich würd mir etwas mehr wünschen, denn meiner Meinung nach ist das Game endlich mal wieder ein anständig durchdachtes und vielfältiges Strategiespiel. Ob früher Rush oder ruhiges Siedeln, beides ist...

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