Nokia, Sony Ericsson und Co. - Wer macht das Rennen um die höchste Kameraauflösung?
Hoch hinaus: Die fünf besten Megapixelhandys im Vergleich
Michael Knott
Platz 2: LG KG920 - Außenseiter katapultiert sich nach vorne
LG - Life's Good - klettert mit dem Modell KG920 auf den zweiten Platz der netzwelt-Rangliste. Eindrucksvolle fünf Millionen Bildpunkte (2.592 x 1.944 Pixel) löst der CCD-Chip auf. Neben einem LED-Hilfslicht sorgt ein echter Xenon-Blitz für die optimale Ausleuchtung. Autofokus, Makrofunktion, Serienbildaufnahmen und eine schwenkbare Optik - Tastatur und Kameraoptik lassen sich um 180 Grad drehen - sorgen für die Komplettierung der umfangreichen Fotofunktionen.
Trotz der hohen Auflösung kommt der Megapixelbolide nicht für den ersten Platz in Frage. Die Gründe sind vielfältig: Da wäre zum einen der schwache vierfache Digitalzoom sowie das durchaus gewöhnungbedürftige "Candybar"-Design des KG920. Tastenanordnung und Navigationscursor sind auf der Frontseite wild durcheinander gewürfelt und zudem nichts für große Hände.
Platz 1: Nokia N93 - Gold für den Multimedia-Computer mit Dreifach-Zoom-Optik
Der Sieger im Vergleich der Pixelriesen bei den Fotohandys kommt aus dem Hause Nokia.
Somit ist auch klar: Nicht das Handy mit der höchsten Auflösung, sondern das Handy mit der besten Optik macht das Rennen. Und da liegt das Nokia N93 weit vorne. Die 3,2-Megapixel-Kamera mit einem dreifach optischen Vario-Tessar-Objektiv von Carl Zeiss nimmt den Konkurrenten jeglichen Wind aus den Segeln.
Das vom Hersteller als "Multimedia-Computer" klassifizierte Mobilfunkgerät wird seinem Namen gerecht. Technik, soweit das Auge reicht: 2.048 x 1.536 Pixel Auflösung, Videoaufnahmen im MPEG-4/VGA-Format (640 x 480 Pixel) bei 30 Bildern in der Sekunde, Kamera für Videotelefonie, Auslösegeschwindigkeit von 1/2.400 bis 1/3 Sekunden, Autofokus, integriertes Blitzlicht, Belichtungskorrektur, Weißabgleich und die Nokia-Lösungen für Übertragung, Druck und Archivierung machen das N93 zum Branchenprimus.
Die Gelenkkonstruktion mit dem schwenkbaren Display lässt Camcorder-Feeling aufkommen. Dazu trägt auch insbesondere die digitale Videostabilisierung bei, die Aufnahmen in regelrechter DVD-Qualität ermöglichen. Gespeichert werden die Daten bei Nokia auf MiniSD-Speicherkarten. Mit dem N93 hat Nokia bewiesen, wie viel ausgereifte Technik in einem Mobilfunkgerät ihren Platz findet. Zudem dürften die Skandinavier ihrem Anspruch als Marktführer im Mobilfunksegment mit diesem Produkt gerecht werden.
Fazit
Bei den hier vorgestellten Geräten ist die integrierte Kamera keine Extrazugabe in der Ausstattung, sondern eine voll funktionstüchtige Digtalkamera beziehungsweise Videokamera. Sollte sich der Einbau eines optischen Zooms in den Multimediatelefonen durchsetzen, bieten Handys in Zukunft eine ernstzunehmende Alternative zu Kameras mit reinen Fotofunktionen.
Weitere Artikel zum Thema
-
Neuer Vertreter der N-Serie: Das Nokia N82
Fotos heizen Gerüchteküche an
-
N97: Neues Nokia-Flaggschiff vorgestellt
Mobiler Computer mit Touchscreen und Tastatur
-
CeBIT 2008: Vodafone zeigt neue Handys mit GPS-Modul
VDA GPS, Blackberry Pearl 8110, Nokia N78 und Nokia N96
Links zum Artikel
Mehr über: Hardware, Mobiltelefon
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben




