Maus-Revival: Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test

Schön nicht nur zum Spielen

Eine davon ist der so genannte Gamingschalter. Jede Taste, die mit dieser Option belegt wird, kann bis zu zwei Tastenfolgen oder -kombinationen mit einer Länge von bis zu 16 Zeichen abspeichern. Dies ging im Test zwar absolut reibungslos über die Bühne, doch leider gibt es keinerlei Rückmeldung, ob auch richtig programmiert wurde. Das merkt man spätestens dann, wenn die beabsichtigte Aktion ausgeführt wurde - oder auch nicht. Zudem geht die Konfiguration nach Abmeldung oder Neustart wieder verloren. Wer es genauer wissen will, kann Keyboard-Befehle einfach direkt mit einer der fünf Tasten verknüpfen.

Alternativ lässt sich eine beliebige Datei aufrufen, die ein bestimmtes Programm oder eine einfache Textdatei darstellen kann. Eine gleichermaßen pfiffige wie praktische Funktion steckt hinter dem "Präzisionsregler": Hier wird auf Knopfdruck die Mauszeigergeschwindigkeit reduziert, was besonders beim Zielen mit einem virtuellen Scharfschützen-Gewehr, "Sniper Rifle" im Spieler-Jargon, oder bei der Bildbearbeitung echten Mehrwert bringt. Der vordefinierte "Fenster-Viewer" reiht alle Fenster sauber nebeneinander auf dem Schirm auf, selbst wenn diese gerade minimiert in der Taskleiste stecken. Im gleichen Zug verschwinden auch sämtliche Desktop-Symbole. Beim Darüberfahren vergrößert sich zudem das jeweilige Fenster und öffnet auf einen linken Mausklick hin.

microsoft intellimouse explorer 3

"Fenster-Viewer": Hinter der eigenwilligen Wortschöpfung

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steckt eine praktische Funktion (Klick vergrößert).

Weshalb die IntelliMouse Explorer 3.0 immer noch auf derart große Resonanz stößt, wird schnell klar. Sie liegt selbst in großen Händen gut und bringt mit ihren leichten 100 Gramm Kampfgewicht nicht mehr auf die Waage als eine aktuelle Gamer-Maus. Gesteuert wird mehr mit den Fingerspitzen als aus dem Handgelenk, was besonders Spieler zu schätzen wissen dürften. Diesen so genannten "Fingertip Grip" favorisiert auch Robert Krakoff, Geschäftsführer von Razer, einem großen Hersteller von Zocker-Zubehör. Im Interview mit netzwelt bezeichnete er die damit ausgestattete Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 in diesem Zusammenhang sogar als "großartige Maus". Ob er zu diesem Zeitpunkt bereits wusste, dass es eine Neuauflage des Konkurrenzmodells geben würde?

Apropos Konkurrenz: Microsoft ist nicht der einzige Hersteller, der Althergebrachtes neu auflegt. Unlängst hat Hauptwidersacher Logitech mit der G3 Laser Mouse die betagte MX300 revitalisiert, ihr im Gegensatz zu Microsoft jedoch ein brandaktuelles Innenleben verpasst. Im Alltag gefällt die flinke IntelliMouse Explorer 3.0, doch beim Spielen begeistert sie. Allerdings schwingt dabei auch eine gute Portion Nostalgie mit, angereichert mit Erinnerungen an längst vergangene LAN-Partys. Als die dritte Explorer-Maus noch aktuell war, dachte man bei "dpi" höchstens an die Auflösung eines Tintenstrahldruckers, aber bestimmt nicht an Computermäuse.

Auf dem Datenblatt wirkt die Neuauflage mit ihren gerade mal 400 dpi nicht mehr ganz up-to-date, zumal die meisten Mäuse mittlerweile mindestens 1.000 bis zu sogar 3.200 dpi besitzen. Allerdings degradiert die IntelliMouse Explorer 3.0 den derzeitigen dpi-Wahnsinn beim Spielen kurzerhand zum Marketing-Gag. Beim Gleiten gibt sich das Microsoft-Modell sowohl einigermaßen schnell als auch präzise, bloß die etwas lauteren Kratzgeräusche stören. Mousepad-Probleme wie manch aktuelle Laser-Maus scheint sie nicht zu kennen, lediglich auf hochglänzenden Magazin-Titelseiten kommt es zu Aussetzern. Weißes Papier, schwarzes gebürstetes Aluminium, Edelstahl oder einfache Bürotischplatten stellen sie hingegen vor keinerlei Schwierigkeiten.

Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test: Maus-Revival

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Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test: Maus-Revival - Die Füßchen gleiten flink, nur leider entstehen dabei etwas unschöne Kratzgeräusche.
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Die Füßchen gleiten flink, nur leider entstehen dabei etwas unschöne Kratzgeräusche.

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Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test: Maus-Revival - Einziges Highlight: das beleuchtete Hinterteil
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Einziges Highlight: das beleuchtete Hinterteil

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Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test: Maus-Revival - Statt Laser gibt es einen Infrarot-Sensor mit 400 dpi.
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Statt Laser gibt es einen Infrarot-Sensor mit 400 dpi.

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Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test: Maus-Revival - Fazit: Alles beim Alten
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Fazit: Alles beim Alten

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Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test: Maus-Revival - ....zwei präzise Maustasten....
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....zwei präzise Maustasten....

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Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test: Maus-Revival - Gleiches Innenleben, gleiches Äußeres, bloß etwas frische Farbe
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Gleiches Innenleben, gleiches Äußeres, bloß etwas frische Farbe

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Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test: Maus-Revival - ....und ein gerastertes Mausrad in der Mitte
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....und ein gerastertes Mausrad in der Mitte

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Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test: Maus-Revival - Das Tastenrad sitzt zu tief, dafür funktioniert die feste Rasterung beim Scrollen hervorragend.
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Das Tastenrad sitzt zu tief, dafür funktioniert die feste Rasterung beim Scrollen hervorragend.

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Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test: Maus-Revival - Alles wie gehabt: zwei schwammige Daumentasten links,....
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Alles wie gehabt: zwei schwammige Daumentasten links,....

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Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test: Maus-Revival - Anschluss findet die Neuauflage per USB und PS/2 sowie bei Windows und Mac OS.
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Anschluss findet die Neuauflage per USB und PS/2 sowie bei Windows und Mac OS.

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Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test: Maus-Revival - Déjà-vu: Sie haben richtig gesehen, diese Maus gab es schon einmal
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Déjà-vu: Sie haben richtig gesehen, diese Maus gab es schon einmal


Fazit

Nach wie vor bleibt die betagte Microsoft-Maus nicht ganz ohne kleinere Verarbeitungsschwächen. Schön finden wir jedoch, dass uns auch die guten Eigenschaften der IntelliMouse Explorer 3.0 erhalten geblieben sind. Sie reagiert pfeilschnell und präzise wie eh und je, wiegt wenig und liegt gut in der Hand.