Aus alt mach neu
Maus-Revival: Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test
Was bewegt einen milliardenschweren Großkonzern wie Microsoft dazu, eine alte Maus nach Jahren wieder neu auf den Markt zu bringen? Wir wissen es nicht, doch es gibt sie wieder - die IntelliMouse Explorer 3.0: Gleiche Technik, gleiche Form, nur etwas frische Farbe.
Inhaltsverzeichnis
- 1Inhalt
- 2Spartanisch, praktisch, aber noch gut?
- 3Komplett programmierbar
- 4Schön nicht nur zum Spielen
- 5Fazit
Geldmangel als Grund für die Wiederauferstehung der optischen Kabelmaus können wir getrost ausschließen, sehen wir es also mehr als Hommage an ihre vielen Fans. Zum Teil wechselte das kleine Stück Hardware bei eBay für Rekordpreise von bis zu 60 Euro den Besitzer, die Neuauflage ist jedoch schon für knapp die Hälfte zu haben. Was sich geändert hat? Nichts, wie Microsoft gerne betont. Allerdings ist jetzt nicht mehr simples Silber, sondern Anthrazit angesagt.
Inhalt
Spartanisch, praktisch, aber noch gut?
Spartanisch, praktisch, aber noch gut?
Für Linkshänder eignet sich die IntelliMouse Explorer 3.0 nach wie vor nicht. Das unterstreichen neben der rechtsgerichteten Form die beiden Daumentasten auf der linken Seite. Sie wackeln, haben eine Menge Spiel und sprechen alles andere als präzise an, dafür liegen sie am richtigen Fleck. Der Vorteil: Versehentliches Drücken ist so gut wie ausgeschlossen. Wer einmal mit zwei praktischen Schaltern die Seiten seines Internet-Browsers wechselte, will sie nie mehr missen.
Geradezu puristisch beschränkt sich die Ausstattung des neuen alten Eingabegeräts aufs Allernötigste: Zwei Maustasten, ein gerastertes Rädchen mit integrierter Taste, sonst nichts. Kein neumodischer Schnickschnack wie vertikaler Bildlauf oder Auflösungen in vierstelligen dpi-Regionen. Vierhundert dpi sind immer noch das Maß der Dinge. Einziges optisches Highlight: das rot leuchtende Hinterteil, allerdings deutlich hübscher als das eines behaarten Pavians.
Nicht nur die beiden Daumentasten vermitteln eine eher mittelmäßige Verarbeitungsqualität. Hinzu kommen recht breite Spaltmaße am Gehäuse sowie ein etwas schwer zugängliches Tastenrad. Letzteres sitzt sehr tief und reagiert erst beim Druck mit der Fingerspitze zufriedenstellend. Dafür stimmt der Widerstand und die feste Rasterung beim Scrollen.
Komplett programmierbar
Ob bereits die frühere IntelliMouse Explorer 3.0 nach ihrer Markteinführung eine Programmierung sämtlicher Tasten zuließ, kann sich der netzwelt-Tester, auf dessen Schreibtisch sie vor einer schieren Ewigkeit zum Einsatz kam, nicht mehr ins Gedächtnis rufen. Wie dem auch sei, unter der mitgelieferten IntelliPoint-Software, inzwischen Version 6.0, ist dies problemlos möglich. Besonders viele Anlaufstellen zum individuellen Belegen stehen jedoch nicht zur Auswahl, schließlich bieten sich dafür insgesamt gerade mal fünf Knöpfe an. Neben 30 voreingestellten Windows-Standardbefehlen wie "Kopieren", "Einfügen", "Öffnen" und "Schließen" geht es bei vier weiteren Funktionen nicht ohne zusätzliche Handarbeit.
Microsoft IntelliMouse Explorer 3.0 im Test: Maus-Revival
Die Füßchen gleiten flink, nur leider entstehen dabei etwas unschöne Kratzgeräusche.
Das Tastenrad sitzt zu tief, dafür funktioniert die feste Rasterung beim Scrollen hervorragend.
Anschluss findet die Neuauflage per USB und PS/2 sowie bei Windows und Mac OS.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 6 Beiträge
Hab seit 7 Jahren die Maus im Einsatzt, das erste Exemplar war noch die Intelle 1.0 welche 5 Jahre Garantie hatte, und daher auch nach zweimal Garantietausch zu einer 3.0 wurde. Danke MS. Sie liegt perfekt in der...
Habe die Maus seit ca. 4 Jahren und bin vollstens zufrieden! Meine ablsolute Lieblingsmaus! Alles perfekt, nix zu locker, nix zu tief, nix zu breit...PERFEKT!
Ich bin auch linkshänder, aber ich bin noch nie auf die Idee gekommen eine Maus mit der linken Hand zu benutzen, ist irgendwie seltsam...
Nicht jeder ist Linkshänder. Ach moment, wo wir grad bei leichtfertigen Urteilen sind: Linkshänder sind nutzlos.
Für Linkshänder ungeeignet also nutzlos.