Cineastisches Schießeisen: Sanyo Xacti CA6 im Test
Fotografieren
Manuelle Einstellmöglichkeiten sucht der etwas erfahrenere Fotograf vergebens. Blende und Belichtungszeit sind der Automatik unterworfen, hier ist nichts zu machen. Freie Auswahl gibt es aber bei der ISO-Empfindlichkeit. Von ISO 50 bis ISO 400 kann für Fotos gewählt werden. Im Videomodus ändert sich die ISO Empfindlichkeit mit, hier jedoch im Bereich von ISO 450 bis ISO 3600.
Der CA6 bietet keinen Vorblitz zur Reduzierung des Rote-Augen-Effekts an. Dafür gibt es eine Korrektur, die im Wiedergabemenü rote Augen per Software beseitigt. Die Funktion erkennt in frontalen Porträtfotos rote Augen hervorragend und korrigiert zuverlässig. Weiter gibt es im Wiedergabemenü die Möglichkeit Diashows zu erstellen oder Videos zu bearbeiten. Hier können Videoclips zusammengefügt oder geschnitten werden. Im Lieferumfang liegt ein umfangreiches Softwarepaket bei, das Bildersortieren und Videoschneiden am heimischen PC ermöglicht. Dazu ist es machbar, Einzelbilder aus einem Video zu extrahieren und gesondert zu speichern. Diese Bilder haben dann aber natürlich nur die Auflösung des Videos, also maximal 640 x 480 Pixel. Für den Druck ist diese Auflösung ungeeignet.
Das dreistufige Einstelllungsmenü des CA6 wird nur mit dem Multicontroller gesteuert. Das ist sehr einfach und geht vor allem schnell. Es dauert jedoch ein wenig, bis verstanden ist, dass nur nach links durch das Menü geblättert werden kann. Nach rechts werden die Unterpunkte geöffnet und angewählt.
Unterwegs mit dem Sanyo Xacti CA6 sind verwunderte Blicke garantiert. Schließlich weicht der Xacti deutlich von der sonst üblichen Kamerahaltung ab. Und gerade der feste Halt der Kamera ist am Anfang ein Problem. Es braucht etwas Zeit, bis die Kamera sicher in der Hand liegt. Ist die mitgelieferte Handgelenkschlaufe jedoch erst einmal montiert, kann die Aufmerksamkeit voll und ganz fürs Fotografieren und Filmen aufgewendet werden.
Anders als übliche Handschlaufen, die die Kamera vor einem Sturz auf den Boden bewahren, liefert Sanyo eine Schlaufe, die einer Camcorder-Handschlaufe gleicht. Die Schlaufe liegt hier fest über dem Handrücken und ermöglicht es so, die Kamera zwecks einer zusätzlichen freien Greifhand baumeln zu lassen, ohne dass Sorge bestehen muss, das Gerät könnte zu Boden stürzen. Das unterstreicht den sportlichen Charakter des CA6. Eine Kamera mit separaten Auslösern für Video und Foto auszustatten ist nicht neu, hier jedoch gut umgesetzt. Beide Tasten sind in guter Reichweite und lästiges Umschalten zwischen den Betriebsmodi über eine Modustaste entfällt, da Video- und Fotoaufnahmen getrennt getätigt werden können.
Es ist dadurch aber auch möglich, während einer Videoaufnahme Fotos in voller Auflösung zu schießen. So hat man immer ein passendes Video, das die Entstehung eines Fotos zeigt. Leider ist das Video mit einer Zwangspause an entsprechender Stelle gezeichnet, wenn ein Foto während der Videoaufzeichnung gemacht wurde. Sanyo verspricht, dass dies nur bei einer Videoauflösung von 640 x 480 Pixel der Fall ist, der netzwelt-Test kann dies jedoch nicht bestätigen. In jeder Auflösungskombination entstand die besagte Pause in der Videoaufzeichnung, wenn gleichzeitig fotografiert wurde.

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Diese Kamera hat mich wirklich überzeugt und sie hält auch, was sie verspricht. Ich hab sie schon ein ganzes Jahr und der Spaß an ihr bleibt, deswegen kann ich sie nur empfehlen!!! mfg der...