Vielseitig trifft wetterfest, die Kamera für Aktive
Cineastisches Schießeisen: Sanyo Xacti CA6 im Test
Tobias Heinze
Sportler, Abenteurer und alle, die gerne im Freien sind, bilden die Zielgruppe für den neuen Alleskönner von Sanyo. Fotos und Video in bester Qualität und das auch noch verpackt in wetterfester Schale, sagt der Hersteller. Netzwelt hat den CA6 für Sie mit nach draußen genommen.
Jede Digitalkamera bietet neben dem Fotografieren die Möglichkeit, in mehr oder weniger guter Qualität Filmaufnahmen zu machen. Aber während der Aufzeichnung auch noch fotografieren, das können die wenigsten. Dies ist nur eines von vielen besonderen Merkmalen des neuen Sanyo VPC-CA6, der dazu noch in einem spritzwassergeschütztem und äußerst kompakten Gehäuse daherkommt.
Ungewöhnlich präsentiert sich der Sanyo CA6 für jemanden, der herkömmliches Digitalkameradesign gewohnt ist. Ungewöhnlich daher, weil zunächst Unklarheit darüber herrscht, wie die Kamera am besten in der Hand zu halten ist. Ähnlich einer Pistole ruht das Gerät zwischen Daumen und Zeigefinger, gestützt durch den Mittelfinger. Die Bedienung der Kamera erfolgt ausschließlich mit dem Daumen. Folglich sind die Bedienelemente alle auf der Rückseite der Kamera angebracht, in guter Daumenreichweite. Hier die nächste Überraschung: Der CA6 hat gleich zwei Auslöser, einen für Fotos und einen für die Videoaufnahme.
Das Gehäuse ist aus glattem Kunststoff und sauber verarbeitet. Es macht einen stabilen Eindruck, fühlt sich jedoch nicht ansatzweise so wertig an wie beispielsweise das Vollmetallgehäuse einer Casio Z1000. Bei einer wetterfesten Kamera, die in ihrem Gebrauch viel mit Wasser in Kontakt kommt, liegen die Gründe aber auf der Hand, warum beim Gehäuse auf Metall verzichtet wurde. Ohne die beiliegende Handgelenkschlaufe war beim Einsatz der CA6 stets ein mulmiges Gefühl Begleiter, aus Angst, die Kamera könnte aus der Hand gleiten. Mit angebrachter Schlaufe liegt das Gerät dann aber sicherer in der Hand.
Die Bauart der Sanyo Xacti-Geräte lässt Raum für viel optisches Zoom, denn durch das pistolenähnliche Design ist eine gewisse Mindesttiefe des Gehäuses erforderlich. Im CA6 findet daher ein fünffaches optisches Zoom seinen Platz, das einen Brennweitenbereich von 38 bis 190 Millimeter abdeckt. Eine Anfangsblende von 3,5 ist eher Mittelmaß; 2,8 wäre wünschenswert gewesen. Die Naheinstellgrenze der Optik beträgt im Makromodus einen Zentimeter. Der Blitz ist mit nur eineinhalb Metern Reichweite in Weitwinkelstellung ein wenig schwach auf der Brust.
Das zwei Zoll große Display löst mit rund 86.000 Bildpunkten auf und ist nur in eine Richtung aufklappbar. Es lässt sich nicht, wie etwa bei einem Camcorder, aufklappen und zusätzlich schwenken. Der Lithium-Ionen-Akku war für rund 100 Fotos und zusätzlich 50 Minuten Video zu gebrauchen. Danach geht es für den Akku etwa zwei Stunden lang ins Ladegerät. Recht schnell erwacht das Gerät aus dem Tiefschlaf. Etwa zwei Sekunden nach Betätigen des Ein- und Ausschalters kann das erste Foto auf der Speicherkarte landen oder die Videoaufnahme starten. Die Bildfolgezeit ist mit knapp drei Sekunden noch im grünen Bereich, eine Serienbildfunktion ist nicht verfügbar.
Sanyo Xacti CA6
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