Vielseitiges, schlankes Tool für Overclocking und mehr
Freeware der Woche: ATITool, das Grafikkarten-Werkzeug
Klein, fein und vor allem praktisch: Das ATITool von techPowerUp! hilft Besitzern von Ati-Grafikkarten nicht bloß bei Übertakten und Spielen, sondern auch bei Lärmbekämpfung und Stromsparen. Außerdem ist es unglaublich genügsam - knapp 700 Kilobyte Arbeitsspeicher reichen dem filigranen Werkzeug völlig.
Die aktuelle Version 0.24 ist gerade einmal ein Megabyte groß und mit einer flotten DSL-Leitung schneller auf dem Rechner, als man "ATITool" aussprechen kann. Obwohl absolut kostenlos, hat es weitaus mehr drauf als die Werkzeuge der Grafikkarten-Hersteller selbst. Nach der Installation taucht es als kleines Symbol im Systemtray auf, ein Doppelklick öffnet die übersichtliche und leicht bedienbare Benutzeroberfläche. Hier wird gleich klar, wofür das ATITool ursprünglich gemacht wurde - zum Übertakten.
Zwei senkrechte Schieber beeinflussen die Frequenzen von Grafik-Prozessor und -Speicher, bei Bedarf auch jenseits jeglicher Grenzen der Vernunft. Wem die Lust fehlt, den höchstmöglichen Takt selbst in mühevoller Kleinarbeit auszuloten, kann die Mini-Software auch einfach machen lassen: Ein Klick auf "Find Max Core" respektive "Find Max Mem" und etwas Geduld genügen völlig. Ein animierter 3D-Würfel gibt Aufschluss darüber, wie erfolgreich das Overclocking verläuft. Die einzige Situation, die den Rechner richtig fordert. Tauchen so genannte "Artefakte" auf, hat man es zu weit getrieben. Dann könnten die unschönen Grafikfehler den Spielspaß schmälern oder unheilvolle Vorboten eines baldigen Absturzes sein. Temperaturanzeigen für den Grafikprozessor und dessen Umgebung vermitteln zusätzliche Sicherheit.
Umgekehrt lässt sich das ATITool auch zum Untertakten der Grafikkarte einsetzen. Das spart Strom und schont zudem die oftmals nicht ganz billige Hardware. Allerdings ist der Stromverbrauch nicht das einzige, was reduzierbar ist. Denn in den erweiterten Einstellungen unter "Settings" steht eine praktische Lüftersteuerung bereit, welche die Drehzahl temperaturabhängig anpassen und somit den Lärmpegel senken kann. Auf Wunsch geschieht das Unter- und Übertakten auch völlig automatisch. Damit die Grafikkarte etwa beim Internetsurfen nicht unnötig laut und heiß wird und weniger Strom verbraucht, legt man einfach ein separates Profil an. Dank der 3D-Erkennung entfaltet die Grafikkarte dann erst beim Spielen wieder die volle Leistung.

Overclocking, Untertakten, Lüftersteuerung und vieles mehr (Klick vergrößert)
Besitzer von Röhrenmonitoren, die es trotz der rasanten Verbreitung schlanker Flachbildschirmen immer noch geben soll, profitieren ebenfalls vom ATITool. Nicht selten flimmert der Schirm nach dem Starten eines 3D-Spiels in einer ungesunden Bildwiederholfrequenz, obwohl im reinen Windows-Betrieb bei gleicher Auflösung angenehme 85 oder 100 Hertz herrschen. Der so genannte "Refresh Rate Fix" hebelt das Problem einfach aus, indem er für jede Auflösung eine fest definierte Hertz-Frequenz vorgibt. Weiterhin sind qualitätssteigernde Maßnahmen wie Kantenglättung und anisotrope Filterung direkt über das rechte Maustasten-Menü zugänglich.
Wer übrigens kein weiteres Fenster im Systemtray sehen will, kann ATITool nach dem Windows-Start kurz ein Profil aufrufen und gleich darauf wieder verschwinden lassen. Allerdings besteht selbst auf langsamen Rechnern kaum ein Grund dafür. Denn das ATITool verhält sich beinahe so, als ob es gar nicht da wäre. Den Download-Link finden Sie im Software-Archiv von netzwelt und wie immer in der Link-Box unter diesem Artikel.
ATITool, das Grafikkarten-Werkzeug
Nur für Experten: Sogar das Timing des Grafikspeichers kann verändert werden
Overclocking leicht gemacht: Das Tool findet automatisch die maximale Taktfrequenz
Die Temperatur von Grafikkarte und Umgebung geht bei Bedarf in ein Logbuch ein.
Hier lässt sich bestimmen, wie nach Bildfehlern beim Übertakten gesucht wird.
Wenn es einmal leiser zugehen soll: Die Lüfterdrehzahl ist individuell justierbar.
Bei Bedarf wird beim Starten und Beenden eines Spiels ein vorher festgelegtes Takt-Profil gestartet.
Das neue Symbol im Systemtray kostet gerade mal 700 Kilobyte Arbeitsspeicher und zeigt auf Wunsch die derzeitige Grafikkarten-Temperatur.
Praktisch für Besitzer von Röhrenmonitoren: Bildwiederholfrequenzen manuell nachjustieren
