Firefox 2.0 erschienen: Verbesserungen im Detail
Neue Schutzfunktion: Der Fuchs bellt bei Phishing-Seiten
Ein sinnvolles Feature ist sicherlich auch der neue Phishing-Schutz. Bei jedem Programmstart wird eine aktuelle Datenbank aus dem Netz abgerufen, in der zahlreiche gemeldete Phishing-Seiten gelistet sind. Surft der User auf eine dieser Seiten, meldet sich Firefox 2.0 mit einer kurzen Warnung, dass persönliche Daten dort nirgendwo eingegeben werden sollten. Die Warnung des Browsers kann wahlweise ignoriert werden. Auch lässt sich der Phishing-Schutz komplett abstellen.
Schlauer Fuchs: Rechtschreibprüfung für Webformulare
Ebenfalls sinnvoll und vor allem sehr komfortabel ist die integrierte Rechtschreibprüfung in Firefox 2.0. Egal ob beim Posten in ein Forum, beim Schreiben einer E-Mail über den Browser oder bei der Google-Suche - auf Wunsch werden alle eingegeben Worte auf ihre Richtigkeit geprüft. Voraussetzung dafür ist allerdings ein installiertes Wörterbuch, das in vielen Sprachen kostenlos über die Firefox-Homepage geladen werden kann. Beim ersten Aufruf der Rechtschreibprüfung - über das Kontext-Menü des Browsers - gelangt der Nutzer automatisch auf die entsprechende Seite. Die Wörterbücher beinhalten schon eine riesige Anzahl an Begriffen und können zudem individuell erweitert werden. Ein Glück: Typische Forenausdrücke wie "lol" oder "rofl" zeigt Firefox nämlich als Fehler an...
Fazit: Fuchs jagt Microsoft
Was die Nutzerzahlen der beiden großen Browser Internet Explorer und Firefox angeht, dürfte die gegenseitige Jagd nach Marktanteilen wie gehabt weitergehen. Microsoft hatte bisher den Vorteil, dass sein Browser bei jedem ausgelieferten Windows automatisch mit an Bord war. Damit sorgte der Konzern aus Redmond für eine weite Verbreitung seiner Browsersoftware. Dieser Vorteil wird auch weiterhin bestehen bleiben. In der neuen Windows-Version Vista (die, so Gott will, ab Anfang nächsten Jahres für Privatanwender in den Verkaufsregalen steht) wird der IE 7 selbstverständlich im Lieferumfang enthalten sein.
Der Vorteil des Firefox war bisher, dass er aufgrund seiner vielen Funktionen wesentlich anwenderfreundlicher und bequemer zu bedienen war: Tabbed Browsing, eine integrierte Suchleiste und dynamische Lesezeichen hatte der IE einfach nicht zu bieten. Das hat sich mit der neuen Internet Explorer-Version jedoch geändert. Ob deshalb neue Firefox-Features wie sortierbare Tabs, der Phishing-Schutz oder die Rechtschreibprüfung ausreichen, um die Masse an Windows-Usern dazu zu bewegen, einen zusätzlichen Browser zu installieren, wird sich zeigen.
Vor einigen Jahren gab es bereits eine ganz ähnliche Situation: Zwei marktbeherrschende Webbrowser waren in Funktion und Bedienkomfort etwa gleich auf. Der eine war der Internet Explorer von Microsoft und wurde auf jedem verkauften Windows-Rechner automatisch mitinstalliert. Der andere war ein Browser namens "Netscape Navigator". Kennt den noch jemand?
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Browser & Mailer hier.
