Vodafone und O2 entern den DSL-Markt: Randgruppen-Angebot oder echte Spar-Alternative

Im Zwei-Kilometer-Radius kostenfrei mobil surfen

Subventionierte Hardware auch vom Mobil-Funker


Selbstredend wird Ihnen auch gleich die passende Hardware verpasst. Nur einen Euro verlangt Vodafone für einen WLAN-Router. Die DSL-Telefonie unterstützt der Router nicht, für Vodafone-DSL-Kunden ist das ohnehin nicht vonnöten. Die Telefonie wird komplett über das Mobilfunknetz abgehandelt.

Nicht so bei O2: Telefonate verlassen das Haus im VoIP-Verfahren. Der in ein schickes weißes Kleid gehüllte WLAN-Router erlaubt den Anschluss von zwei analogen Festnetz-Telefonen. Darüber hinaus bleibt weder ein Fax noch ein ISDN-Telefon außen vor. Preislich hüllt sich O2 noch in Schweigen, allzu große Investitionskosten sind aber nicht zu erwarten.

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Ein kleines Schmankerl hat Vodafone noch zu bieten: Wer jetzt einen DSL-Vertrag bei Vodafone abschließt, kann über die gesamte Vertragslaufzeit im Zwei-Kilometer-Zuhause-Bereich zusätzlich gratis mobil surfen. Das sollte locker bis zur letzten Ecke auch großer Gärten reichen, der WLAN-Router ist somit eigentlich nicht von Nöten. Bis zum Nachbarn reicht ein WLAN-Router jedoch kaum, hier kann das Special aus den Vollen schöpfen. Das Zusatz-Angebot relativiert die hohen Grundpreise. Jedoch nur für diejenigen, die aus diesem Extra einen Nutzen ziehen können.

Falls Sie nun neugierig geworden sind, bleibt noch zu hoffen, dass das DSL-Angebot für Sie verfügbar ist. Leider ist es gang und gäbe, dass nicht alle Anschlussbereiche bedient werden. Die beiden Netzbetreiber haben sich aber starke Partner gesucht: O2 kooperiert mit dem neuen O2-Germany-Eigner Telefónica und Vodafone mit Arcor.

Die Verfügbarkeitsanzeige der Mobilfunk-Angebote deckt sich also mit der der DSL-Profis, die ständig in den Netzausbau investieren. Auf lange Sicht werden also viele Menschen einen DSL-Anschluss der Mobilfunker erhalten können. Der erste und auch unabdingbare Schritt, um im DSL-Karten-Spiel mitmischen zu können.

Eng gesteckte Zielgruppe

Auch wenn die Angebote der beiden Netzbetreiber nicht zu den günstigsten gehören, so darf nicht vergessen werden, dass die Telefon-Flatrate auch eine Handy-Flatrate in die jeweiligen eigenen Netze enthält. Wie so oft handelt es sich um ein eng zugeschnittenes Angebot, welches sich primär an Bestandskunden und solche richtet, dessen Freundeskreis und Familie sich im selben Mobilfunknetz beheimatet fühlen. Alle anderen, die durch dieses Raster fallen, sind bei den Angeboten der Komplett-Anbieter-Konkurrenz besser aufgehoben.

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