Intelligentes Küchenradio: Das Noxon iRadio von Terratec im Test

Software: Kein Zwang für Niemanden

Eine Vielzahl der Sender sind bereits voreingestellt und lassen sich bequem nach Genre im Display ordnen. Auf Wunsch nimmt das iRadio einmal am Tag Verbindung zum Dienst "vTuner" auf und aktualisiert die intern gespeicherten Webradiostationen. Dieser Service kann auch manuell gestartet werden. So bleibt der Hörer auch im schnelllebigen Internet-Geschäft immer auf dem neusten Stand der aktuellen Sender.

Ähnlich simpel lassen sich auf dem PC abgespeicherte Musikdateien vom Format MP3 oder WMA über das iRadio wiedergeben. Mit Hilfe der im Lieferumfang enthaltenen Software "TwonkyMusic" lassen sich die auf dem Rechner gespeicherten Musikstücke nicht nur bequem speichern, ordnen und verwalten, sondern auch gleich an das Terratec-Radio senden. Dabei spielt es keine Rolle, ob das iRadio die Musik per Ethernet geschickt bekommt oder sie drahtlos über WLAN empfängt.

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Sofern die Server UpnP kompatibel sind, besteht ferner die Möglichkeit, mehrere Server parallel zu betreiben. Die jeweils aktiven Server erscheinen dann im Display des iRadios. Einfach anwählen, und die Musik kommt vom Rechner aus dem Wohnzimmer, aus dem Arbeitsraum oder von der Jukebox im Keller.

Terratec Noxon iRadio

Das iRadio ist eine gute Möglichkeit abseits vom PC Webradio zu hören. Die unkomplizierte Einrichtung dürfte niemanden überfordern.

TwonkyMusic ist nicht zwingend als Server-Software zu verwenden, bietet aber den Vorteil, problemlos mit sämtlichen gängigen Betriebssystemen zu harmonieren. Eine mögliche Alternative stellt das Programm Windows Media Connect der Firma Microsoft dar, welches kostenlos im Netz heruntergeladen werden kann. Der Einsatz von Media Connect empfiehlt sich, wenn das iRadio DRM-geschützte Musikstücke wiedergeben soll. Denn für den Umgang mit kopiergeschützten Inhalten ist TwonkyMusic nicht der geeigneteste Kandidat.

Hörtest: Dem Zweck entsprechend

Der eingebaute Lautsprecher reicht für sanft begleitende Musikuntermalung völlig aus. Wer es sich allerdings am Sonntagvormittag auf der Couch bequem macht, um intensiv Webradio zu hören oder in der auf dem Rechner gespeicherten Datenbank Mozart und Mussorgsky anklickt, stößt schnell an die Leistungs-Grenzen des Monospeakers.

Bei zunehmender Lautstärke neigt der Noxon zum Übersteuern. Dann hilft nur der Einsatz erwachsener Boxensysteme, welche über den 3,5-Millimeter-Ausgang an der Rückseite andocken können. Alternativ kann der Klangverwöhnte auch ein Paar hochwertige Kopfhörer an den vorderen Kopfhörerausgang stöpseln. Dann gibt es an der Klangqualität, eine hochwertige Quelle mit niedriger Kompression vorausgesetzt, nichts zu meckern. Auch Wiedergabelisten im Format PLS oder M3U stellen kein Problem dar.

Fazit: Gelungener, unkomplizierter Unterhalter

Mit dem Noxon iRadio stellt Terratec einen gelungenen Unterhalter auf die Beine, der vor allem durch die einfache Bedienung gefällt. Klang, Handhabung und Ausstattungdetails werden dem Einsatzgebiet vollkommen gerecht. Kostenlose Musik aus dem Internet abspielen oder die Lieblingsstücke vom Rechner streamen war nie zuvor so einfach und unkompliziert.

Lediglich der Ausstattungsumfang hätte üppiger ausfallen können. Komfortmerkmale wie den Anschluss eines externen Laufwerkes über USB-Host, einen FM-Tuner für den Empfang von herkömmlichem Radioprogramm sowie eine Weckfunktion bleiben anderen, teureren Modellen der Noxon-Reihe vorenthalten. Zum Straßenpreis von circa 150 Euro ist das iRadio in jedem Falle eine sinnvolle Investition für all diejenigen, die möglichst stressfrei digitale Musik streamen wollen.

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