Tauschbörsen-Boom hält an
P2P-Traffic in Deutschland: BitTorrent überholt eDonkey
Christoph Scholl
Peer-to-Peer erfreut sich nach wie vor einer ungebrochenen Beliebtheit: Nach einer Studie des Unternehmens insight & control aus Leipzig machen die Aktivitäten der Filesharer zwischen 30 (tagsüber) und 70 Prozent (nachts) des deutschen Internet-Traffics aus. Über die Hälfte, rund 53 Prozent, dieses so verursachten Traffics wird dabei von BitTorrent-Usern erzeugt. Auch die Nutzer des eDonkey-Netzes tauschen fleißig Dateien. Mit einem rund 43-prozentigen Anteil am P2P-Datenverkehr ist der Esel mittlerweile jedoch nur noch das zweitgrößte Filesharing-Netz Deutschlands.
Zusammen erzeugen die beiden großen Tauschbörsen über 96 Prozent des gesamten Tauschbörsen-Traffics. Andere P2P-Netze, wie etwa Gnutella, spielen damit nur noch eine verschwindend geringe Rolle. Insgesamt stieg der Filesharing-Traffic in Deutschland zwischen Juni und Oktober diesen Jahres um zehn Prozent an. Ein Rückgang des größtenteils illegalen Dateitausches über das Internet kann also trotz massiver rechtlicher Schritte (und sicherlich auch einiger Stoßgebete) der Unterhaltungsindustrie nicht verzeichnet werden. Im Gegenteil: Die Analysten von insight & control gehen für die Zukunft von einem noch höheren P2P-Traffic aus.
E-Books begehrte Tauschobjekte
Untersucht wurde in der Studie auch, welche Inhalte vorwiegend getauscht werden. Wenig überraschend fällt dabei das Ergebnis aus. Der Traffic im BitTorrent-Netz wird zu 71 Prozent von getauschten Videodateien erzeugt. Betrachtet man die getauschten Dateien unabhängig der Dateigröße, sind aktuelle Kino- und DVD-Movies (21 Prozent) unter Filesharern besonders beliebt, gefolgt von Pornofilmen (15 Prozent) und TV-Serien (11 Prozent). Ebenfalls keine Überraschung: Musikdateien (22 Prozent) sind auch ganz vorne dabei. Eine Entwicklung jüngster Zeit dürften hingegen die zunehmend getauschten Hörbücher sein, die immerhin knapp vier Prozent der Gesamtdateien ausmachen. Auch das geschriebene Wort ist zumindest in P2P-Kreisen noch lange nicht tot. Fast acht Prozent der insgesamt getauschten Dateien über BitTorrent sind E-Books.
Die insight & control-Studie repräsentiert das Online-Nutzungsverhalten von rund 100.000 Haushalten in Deutschland - und die tauschen immer noch oft und gerne Dateien über das Netz. Ende nicht in Sicht...
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jaja.... es werden immer mehr!!! die dl-welle wird immer mächtiger!!! so und noch mehr schrott verbreiten ist schon schwachsinnig.....
aber das nach der ersten klagewelle extrem viele nix mehr gezogen haben, das steht nirgends.....die die jetzt saugen sind auch net mehr als sonst.....
mfg bartlo
Mall im Ernst, wer würde sich schon DSL-Flat nehmen wenn man nicht Saugen könnte. Alle Internetanbieter machen auch teilweise Werbung damit, und man kann auch viele andere sahen Tauschen die nicht Illegal sind.
nja ... bei mittlerer Nutzung (mehere Nuter, zocken, surfen, legales Filesharing) kommt man auch heut schon sehr flott in Preisregionen, die die Wahl einer Flatrate an Stelle statt eines Volumentarif nahelegen.
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