Carpo: Das VoIP-Komplettpaket im Test

Hauseigene Hardware

Carpo in Betrieb

Qualitativ steht die Carpo-VoIP-Telefonie der Konkurrenz in nichts nach. Die Verbindung ist schnell aufgebaut und läuft stabil. Störgeräusche wie Rückkopplung, Knacken oder Ähnliches traten mit den verwendeten Testgeräten nicht auf. Ausgehende Anrufe ließen sich jederzeit tätigen, eingehende Gespräche wurden in einer der beiden Testumgebungen jedoch nicht durchgestellt. Schuld daran hatte wahrscheinlich die undurchsichtige Netzwerkstruktur. Der SMS-Dienst störte sich selbst daran nicht und stellte Textnachrichten innerhalb von einer Minute zu.

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Ein Blick in diverse Internetforen zeigt: Ganz ohne Probleme geht es wohl auch hier nicht, doch das ist nichts Besonderes. Im Falle von größeren Problemen zeigt sich Carpo anscheinend kulant. So berichtet ein Nutzer ohne funktionierende IP-Telefonie von der Rückerstattung des bereits eingezahlten Prepaid-Guthabens, nachdem sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft waren und kein Ergebnis erzielt wurde.

Im Hardware-Shop von Carpo ist an erster Stelle das Carpophone II gelistet. Dabei handelt es sich um ein unspektakuläres USB-Handtelefon. Das ist zwar allemal funktioneller als der analoge Rufknochen aus Omas Küche, aber weniger sinnvoll, da das Carpophone II sowohl per Schnur als auch wegen der erforderlichen VoIP-Software an den PC gebunden ist. Einen Grund, weshalb man nicht lieber Stereoanlage und Mikrofon oder Headset zum komfortablen Telefonieren gebrauchen sollte, sieht netzwelt nicht.

Carpophone II

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Carpophone II - Die Tasten reagieren träge - das verhindert ein schnelles wählen
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Die Tasten reagieren träge - das verhindert ein schnelles wählen

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Carpophone II - Besonders kräftig ist der Lautsprecher auf der Rückseite auch nicht.
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Besonders kräftig ist der Lautsprecher auf der Rückseite auch nicht.

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Carpophone II - Über die Funktions-Tasten lässt sich sowohl die Lautstärke des USB-Telefons steuern als auch die des PCs. Auf einige Funktionen des Carposoftphones kann das Gerät auch zugreifen.
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Über die Funktions-Tasten lässt sich sowohl die Lautstärke des USB-Telefons steuern als auch die des PCs. Auf einige Funktionen des Carposoftphones kann das Gerät auch zugreifen.

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Carposoftphone - Das Carposoftphone ist ein kompletter, recht umfangreicher Messenger: Übersichtlich, funktional, bedienerfreundlich. Einziger Kritikpunkt: schlank ist er nicht gerade.
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Das Carposoftphone ist ein kompletter, recht umfangreicher Messenger: Übersichtlich, funktional, bedienerfreundlich. Einziger Kritikpunkt: schlank ist er nicht gerade.

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Carpophone II - Kaum mehr als eine verkabelte Fernbedienung mit Mikro und Lautsprecher: Das Carpophone II
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Kaum mehr als eine verkabelte Fernbedienung mit Mikro und Lautsprecher: Das Carpophone II


Doch selbst wenn man unbedingt etwas Telefonartiges in der Hand halten möchte, bereitet das Carpophone II wenig Freude. Zwar können diverse Funktionen des Carposoftphone angesprochen werden, doch lässt sich dies leichter mit Maus und Tastatur bewerkstelligen. Die lange Reaktionszeit der Zifferntasten verhindert das schnelle "Einhämmern" einer Telefonnummer, wie es über das numerische Feld auf der PC-Tastatur durchaus möglich ist; das Carpophone II dagegen neigt dazu, einzelne Ziffern bei schneller Eingabe zu verschlucken. Und qualitativ kann höchstens das Mikrofon mit einfachem PC-Zubehör mithalten, der eingebaute Lautsprecher kann das nicht.

Fazit Carpo & Carpophone II

Auch im Preis-Leistungsverhältnis überzeugt das USB-Handset nicht: Knappe 30 Euro will Carpo für das Gerät haben, ein Prepaid-Guthaben von zehn Euro gehört zum Lieferumfang. Da ist die übrige Hardware im Shop, wie etwa das Gigaset C450 IP nützlicher. Brauchbar wäre das Carpophone II dagegen, wenn es ähnlich dem Flashphone F1K einen internen Speicher hätte, damit keine Software auf dem PC installiert werden muss. Das wäre besonders im Internet-Café äußerst praktisch. Ferner wäre die Anschlussmöglichkeit an einen Router mit USB-Anschluss denkbar - damit ließe sich die Unabhängigkeit vom PC erreichen.

Gegenüber der VoIP-Dienstleistung von Carpo gibt es seitens der netzwelt-Redaktion keine Bedenken. Carpo unterscheidet sich von der Nutzung her kaum von anderen VoIP-Anbietern. Letztendlich ist wohl nur die Tarifstruktur ausschlaggebend, hier muss Carpo noch mindestens eine Flatrate nachschieben. Im Minutentarif ist Carpo unter den freien VoIP-Anbietern in der ersten Reihe, wenn man hauptsächlich ins deutsche Festnetz telefonieren möchte.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internettelefonie hier.