Wenig Belastung für CPU und RAM
µTorrent: BitTorrent-Zwerg ganz groß
Sascha Hottes
Oberfläche und Benutzung: Übersichtlich und einfach
Der Start eines Downloads in µTorrent ist nicht weniger einfach als in "großen" Bit-Torrent-Clients wie Azureus oder Bitcomet. Ist µTorrent als Standard-Programm für Torrent-Dateien angegeben, reicht ein Klick auf die selbige, um das Programm zu starten und einen Download einzurichten. Auch der Downloadstart aus dem Client heraus ist recht einfach gestaltet. Über gut sichbar angeordnete Buttons kann sowohl eine lokale Torrent-Datei als auch ein Torrent auf einem Webserver geöffnet werden. Wie die meisten anderen BitTorrent-Clients kann auch µTorrent mehrere Downloads parallel verwalten. Diese zeigt der Client im oberen Bereich des Fenster in einer übersichtlichen Liste an.
Läuft der Download erst einmal, können im unteren Bereich des µTorrent-Fensters allerhand Informationen zu dem oben angewählten Download abgerufen werden. Dazu gehört neben den Daten des Transfers (zum Beispiel: Laufzeit, Download- und Upload-Rate, Anzahl Seeds und Peers) und den Daten des Trackers auch eine Liste der Peers sowie eine grafische Übersicht über die geladenen und noch nicht geladenen Dateiteile. Über Karteireiter lassen sich zusätzlich noch zahlreiche weitere Informationen anzeigen, die den immer noch verwunderten Filesharer weiter über die winzigen 170 kB rätseln lassen.
Programmeinstellungen: Jede Menge Optionen
Nach dem Einrichten des kleinen Setup-Tools gibt sich µTorrent eigentlich mit den Standard-Einstellungen zufrieden und saugt zufrieden vor sich hin. Wer dennoch einige der zahlreichen Optionen verändern will, kann dies über die gut sortierten und übersichtlichen Voreinstellungen des Clients tun.
Neben den üblichen Einstellungen zu Down- und Upload-Geschwindigkeit finden sich hier auch nützliche Tools wie zum Beispiel ein Zeitplan, mit dem die Bandbreite für bestimmte Tages- und Wochenzeiten begrenzt werden können. Wird der PC beispielsweise von acht bis 17 Uhr beruflich genutzt, kann man die von µTorrent genutzte Bandbreite in dieser Zeit beschränken, während der Client nach 17 Uhr mit voller Power Dateien aus dem Netz ziehen darf.
Performance: Geringe Speicher- und CPU-Belastung
Auch wenn der mittlerweile begeisterte Filesharer nicht mehr aus dem Staunen über den BitTorrent-Zwerg herauskommt, klappt die Kinnlade bei einem kurzen Blick in den Taskmanager erst recht herunter: Sowohl die CPU-Belastung als auch der Verbrauch des Arbeitsspeichers sind minimal. Während ein Schwergewicht wie Azureus auf den meisten Systemen einen nicht unerheblichen Teil der Ressourcen verbraucht, begnügt sich µTorrent mit gerade mal zwei bis neun Megabyte Arbeitsspeicher (Durchschnitt im netzwelt-Test) und einer verschwindend geringen Nutzung des Prozessors.
Tatsächlich war der ressourcenschonende Betrieb der Software eine der Hauptgründe für Ludvig Strigeus, µTorrent zu entwicklen. Der Closed-Sourced-Client ist damit auch auf älteren Systemen ohne Probleme lauffähig.
Fazit: Winziger Client riesengroß
BitTorrent-Profis wissen den kleinen µTorrent schon lange zu schätzen. Wenig Ressourcenverbauch kombiniert mit einer übersichtlichen Oberfläche und einer einfachen Bedienung machen den winzigen Client sicherlich für viele P2P-Fans interessant. Auch in seiner Funktionsvielfalt steht µTorrent vielen seiner "großen" Konkurrenten in nichts nach. Und als wäre dies bei einer Dateigröße von 170 kB noch nicht genug, packt Ludvig Strigeus auch noch ein Tetris-Spiel als Easteregg obendrauf (Menüleiste -> Hilfe -> Über µTorrent -> Taste 'T' drücken).
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