Second Life: Die ersten Schritte in einer anderen Welt
Software-Client
Die Software zu "Second Life" ist völlig kostenlos. Die 23 Megabyte große Installation ist schnell heruntergeladen und installiert sich, ohne Fragen offen zu lassen. Bei den Systemanforderungen kann es unter Umständen heikel werden. LindenLab gibt die minimalen Systemanforderungen mit 256 Megabyte Arbeitsspeicher und einem 800MHz schnellen Prozessor an. Viel wichtiger ist allerdings der aktuelle Grafiktreiber. Außerdem sollte die Grafikkarte einen nVidia-GeForce- oder ATI-Chipsatz besitzen. Einige Chipsätze werden generell nicht unterstützt: Darunter die bei Notebooks beliebten RADEON-M-Chips, TNT, S3 und die meisten Matrox-Karten.
Basis- vs. Premium-Account
Der Basis-Account für "Second Life" ist kostenlos und die meisten Spielelemente können auch mit diesem Account erlebt werden. Für zehn Dollar im Monat, beziehungsweise 72 Dollar im Jahr gibt es allerdings ein paar Möglichkeiten extra. Erster Vorteil ist ein monatliches Budget von 400 LindenDollar, immerhin fast zwei Dollar. Zweitens können nur Premiumspieler Land erwerben, um sich eine Immobilie, etwa ein Baumhaus, zuzulegen.
Action rund um die Uhr
Die Welt von SL ist paradiesisch: Intoleranz und Egoismus sind schlicht nicht existent. Es sind Menschen in allen Formen und Farben zu sehen: dick, dünn, groß, klein; schräg oder konservativ. Eine Mischung eben wie in einer Großstadt. Eine Eigenschaft vereint fast alle Spieler, die Kontaktfreudigkeit. Im Gegensatz zu flüchtigen Begegnung in der realen Welt, wo einem Smalltalk meist geschickt ausgewichen wird, schweigen die Menschen in SL selten.
Wer hier länger alleine bleibt, der möchte auch keinen Kontakt zu Fremden. Trifft man auf einen Trupp Bewohner, öffnet man schlicht das Textfeld und tippt zum Beispiel: "Hi. Wo gibt es denn hier etwas zu erleben?" Der Text erscheint dann als Sprechblase über dem Avatar. Ein Gespräch ergibt sich dann von selbst. Besonders beliebt scheint auch die Gesprächseröffnung mit einem Lob der individuellen Kleidung des Gegenübers.
Second Life
Beim Geschlecht der aufgebrezelten Partyluder sollte man nicht zu gutgläubig sein
Die vielen Inseln von SL sind durch ein enormes Straßennetz verbunden. Auf diesen Straßen sind natürlich auch Autos unterwegs und Trampen ist ein beliebtes Hobby der Second Lifer. Im Gegensatz zum realen Leben haben die SL-Bewohner selten ein festes Ziel, zu dem sie gebracht werden wollen. Wenn es langweilig wird, kann man sich ja jederzeit wieder nach Hause beamen.
Fazit
"Your World. Your Imagination", lautet der Werbeslogan von LindenLab. Das ist nicht wirklich zuviel versprochen, denn es ist alles möglich in dieser Welt. Und auch der Preis für den Premium-Account ist durchaus aktzeptabel, denn wenn man einmal begonnen hat, SL zu spielen, bleibt es selten bei nur einer Stunde pro Tag, und schon dann kostet die Spielstunde lediglich 30 Cent. Ausprobieren lohnt sich also.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge
Second Life ist doch kein Spiel. Das ist ein Chatraum mit virtuellen 3D-Figuren. Ich hab's vor einiger Zeit installiert, meine 512MB RAM waren scheinbar zu wenig, es war nervig, herumzulaufen und...
Seltsam, dass es nicht längst ein solches, allumfassendes "Metaversum" (siehe Snow Crash von Neal Stephenson) gibt. Solange eine Firma allein darüber verfügen kann, wird das wohl nichts mit der virtuellen...
Das spiel ist nicht gut find ich sehr sch"e