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18.10.2006
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Wie die kostenlosen Videodienste künftig Geld verdienen wollen

YouTube und Co.: Milliardengrab oder Goldgrube?

Dominik Schöneberg

Mehr Werbung auf der YouTube-Seite könnte auf der einen Seite zwar dabei helfen, den Dienst zu finanzieren, auf der anderen Seite aber auch zum Problem werden. Auf gar zu aufdringliche Werbung könnte die riesige Community, die maßgeblich für den Erfolg der Seite verantwortlich ist, mit Liebesentzug reagieren.

YouTube-Konkurrent Revver beteiligt Nutzer an den Werbeeinnahmen

Andere Dienste stehen schon Gewehr bei Fuß, die Leerstelle zu nutzen. Revver beispielsweise erkauft sich die Akzeptanz der Nutzer für die am Ende der Videoclips eingeblendete Werbung: Wer ein Video hochgeladen hat, erhält die Hälfte der mit dem Clip erzielten Werbeeinahmen. Einige Nutzer sollen nach Angaben des Unternehmens so schon mehrere tausend Dollar verdient haben.



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Wer beim YouTube-Konkurrenten Revver Videos hochlädt, kann damit Geld verdienen. Das Unternehmen beteiligt die Nutzer zu 50 Prozent an den Werbeeinnahmen.

Auch bei Panjea können Nutzer dank Werbeeinblendungen mit ihren Videos Geld verdienen. Darüber hinaus können sie ihre Werke auf der Seite auch verkaufen: Panjea beteiligt die Produzenten mit 80 Prozent an den Erlösen, wobei die Nutzer die Preise für ihre Videos selber bestimmen dürfen. Die Gebühren werden einmal monatlich über den eBay-Bezahldienst PayPal überwiesen - allerdings nur ab Mindesteinnahmen von 25 Dollar.

Lulu.tv will Internetnutzer ebenso mit Geld locken: Von der Monatsgebühr von 14,95 Dollar wandern 80 Prozent in einen Topf. Das Geld schütten die Betreiber dann entsprechend der Zahl der Videoabrufe an die zahlenden Mitglieder aus: Je öfter die Internetnutzer einen Clip anschauen, desto größer ist der Anteil des Uploaders an dem Cash-Pool.

Google Video Ads: Automatisch eingebundene Videos mit Werbeunterbrechung

Auch YouTube-Käufer Google hat in Kooperation mit MTV-Mutter Viacom eine neue Form der Verwertung kostenloser Videos im Internet entwickelt. Dabei bindet das Unternehmen einzelne Clips - zum Beispiel aus der Zeichentrickserie "Spongebob" - automatisch auf anderen Webseiten ein, wie das von den konventionellen Google Ads bekannt ist. Die Videos, die die Nutzer per Mausklick starten können, werden durch kurze Werbeeinblendungen unterbrochen: Die mit diesen Werbespots erzielten Einnahmen teilen sich Google, die Lieferanten der Inhalte und die Websitebetreiber.

Auf die zu Beginn des Artikels von Bill Gates genannte Frage, wie mit kostenlosen Videos Geld zu verdienen sei, haben YouTube und Co. also schon einige Antworten gegeben. Ob es sich dabei allerdings um tragfähige Modelle handelt, muss sich zeigen. Die Unbekannte in der Gleichung ist das Nutzerverhalten.

Wie das Gates-Unternehmen Microsoft die Fragen nach dem Geschäftsmodell und dem Urheberrecht beantwortet, wird sich zeigen, wenn Soapbox an den Start geht: Das YouTube-Pendant von Microsoft, das derzeit nur eingeladene Nutzer als Beta testen können, soll nächstes Jahr an den Start gehen.


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