Externes Festplattengehäuse mit Ethernet-Anbindung, USB-Anschluss, USB-Hub und Backup-Funktion
Fantec LD-U35NU2 im Test: Netzwerk und USB für alte Festplatten
Benjamin Schnitzler
Qual der Wahl
Leider besteht immer noch keine Möglichkeit, USB- und Netzwerkanschluss gleichzeitig zu nutzen. Schade, denn wer die Ethernet-Schnittstelle verwendet, muss leider auf den dreifachen USB-Hub verzichten. Im USB-Betrieb erkennt Windows die externe Festplatte sofort als lokalen Datenträger und stellt wie bei einem internen Exemplar die entsprechenden Verwaltungs- und Formatierungsfunktionen bereit. Zusätzlich zur hübschen Power-LED bekommt dann noch jeder einzelne USB-Port blaues Licht, sobald ein Gerät andockt.
Wirklich kompliziert gestaltet sich auch die Anbindung via Ethernet nicht, doch zuvor zählt die Installation einer so genannten "NDAS"-Software zur Pflicht. NDAS steht für "Network Direct Attached Storage", sprich für Speichermedien, die ohne PC direkt in ein Netzwerk eingebunden werden können. Die Software liegt in einem Ordner auf der mitgelieferten CD, die bei eingeschaltetem Autostart unter Windows XP leider laufend Fehlermeldungen ausgibt. Über den Dateimanager entgeht man den aufdrindlichen Pop-Ups glücklicherweise.
Fantec LD-U35NU2 im Test: Netzwerk und USB für alte Festplatten
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Erst nach dem Windows-Neustart geht's weiter: Über ein neues Taskleisten-Symbol wählen wir die Funktion "Registrieren eines neuen Geräts". Anschließend geben wir der externen Festplatte einen Namen und tragen die Seriennummer sowie den optionalen Schreibschlüssel ein, beide kleben auf der zweiten Seite des englischsprachigen Handbuchs. Danach steht das "Mounten" auf dem Plan, wobei die Option zwischen reinen Lese- sowie Lese- und Schreibrechten besteht. Im Taskleisten-Tool unterlief Fantec bei der Übersetzung wohl ein kleiner Fehler, denn statt "Nur Lesen" ist dort der Eintrag "Nur Schreiben" sichtbar.
Software-Zwang und Backup-Funktionen
Geht alles gut, taucht der externe Datenspeicher trotz Netzwerkanbindung als gewöhnliche Festplatte auf, ebenso wie zuvor beim USB-Anschluss. Jeder Teilnehmer, der über das Netzwerk darauf zugreifen will, muss die NDAS-Software installieren, doch allein der Inhaber des Schreibschlüssels darf auch Schreibrechte verteilen. Ab mindestens zwei externen Fantec-Gehäusen können die eingebauten Festplatten als ein großer Speicher zusammengefasst oder für mehr Datensicherheit im RAID-1-Modus gespiegelt werden. Der RAID-0-Verbund kombiniert zwar ebenfalls die verfügbare Kapazität, erhöht beim parallelen Zugriff mehrerer Personen aber zusätzlich die Geschwindigkeit. Nachteil: Fällt eine Festplatte aus, sind alle Daten dahin.
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