Profi-Allüren unter 800 Euro
Toshiba Satellite Pro A120 im Test: Günstiges Büro-Notebook
Benjamin Schnitzler
Abstriche müssen allerdings bei der Farbwiedergabe gemacht werden, denn das Display besitzt eine ausgeprägte Rot-Grün-Schwäche. Es mangelt an Farbtreue und wie die restlichen Farben wirken auch diese beiden matt und unregelmäßig. Dafür legt das A120 ein durchaus ansehnliches Weiß an den Tag, welches nur ein paar Grauschleier an den Rändern trüben. Den mittelmäßigen bis gerade noch guten Schwarzwert dämpft die geringe Blickwinkeltoleranz, zudem schwächelt die Ausleuchtung an den Rändern. Immerhin bleiben störende Schminkspiegel-Effekte aus.
Intel Celeron M gegen AMD Mobile Sempron
Zum direkten Konkurrenzvergleich tritt das Toshiba Satellite Pro A120 gegen das vergleichbar günstige A6U von Asus an. Wenn es um Spiele geht, ist das A120 dem A6U haushoch überlegen. Denn Atis Radeon Xpress 200M arbeitet für On-Board-Grafik recht flott und lässt sogar Intels Graphics Media Accelerator 950 (GMA 950) klar hinter sich, wird in diesem Fall jedoch vom langsamen Prozessor ausgebremst. Bei der reinen CPU-Leistung heißt es allerdings wieder Vorteil AMD beziehungsweise Asus, da der Celeron M mit 1,46 Gigahertz aus dem Toshiba-Notebook nicht mit dem 1,8 Gigahertz schnellen Mobile Sempron konkurrieren kann.
Ebenso moderat wie die Leistungsentfaltung ist auch die Leistungsaufnahme des Toshiba Satellite Pro A120, das im Leerlauf weniger als halb so viel verbraucht wie das Asus A6U und es im Höchstfall um über 30 Watt unterbietet. Und das obwohl der Intel Celeron seinen Takt nicht automatisch der aktuellen Aufgabe anpasst und stets mit maximalen Frequenz rechnet. Hervorragende Werte, die dem schwachbrüstigen Akku allerdings herzlich wenig nützen - schon nach zwei Stunden und zehn Minuten geht gar nichts mehr.
Toshiba Satellite Pro A120 im Test: Günstiges Büro-Notebook
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Geht das Mittelklasse-Notebook richtig zur Sache, kann es auch schon einmal lauter werden, da der Lüfter dann - gepaart mit einem schrillen Unterton - deutlich hörbar dahinrauscht. Zurück im Leerlauf braucht das A120 eine ganze Weile, um sich wieder zu beruhigen. Doch das Warten lohnt sich. Anschließend dreht der Lüfter derart langsam, dass er kaum noch zu hören ist. Sobald aber längerer Stillstand herrscht oder beispielsweise ein Video abgespielt wird, ändert sich das nach ein paar Sekunden schlagartig und das Gerät macht sich genauso deutlich bemerkbar wie vorher. Merkwürdigerweise kehrt die flüsterleise Geräuschkulisse erst dann wieder, wenn die Kühlungsmethode über den vorinstallierten "Power Saver" geändert wird. Das hätte Toshiba besser lösen können.
Wirklich unangenehm kann das Satellite Pro A120 werden, wenn es Musik wiedergibt. Zwar vermittelt das Rauschen und Knacken in ruhigen Passagen ein nostalgisches Plattenspieler-Flair, doch die fiese Akustik der völlig übersteuerten Lautsprecher schmerzt bereits nach kürzester Zeit in den Gehörgängen. Nicht ganz so schlimm, aber allenfalls mäßig, äußert sich die Video-Wiedergabe. Verteidigend sei allerdings gesagt, dass das A120 mehr digitale Schreibmaschine als Unterhaltungskünstler sein will.
Als genügsames Alltags-Notebook für Office-Software und Internetsurfen im Büro oder Privatgebrauch liefert das Toshiba Satellite Pro A120 eine ansehnliche Vorstellung. Zwar gibt es für den guten Preiswert keine besonders hohe Performance geschweige denn einen leistungsstarken Dual-Core-Prozessor, dafür eine ordentliche Verarbeitung und gute Tastatur sowie immerhin Windows XP Professional. Sehen lassen kann sich außerdem, dass das Testgerät 200 Gramm weniger auf die Waage bringt als vom Hersteller angegeben. Weniger gut gelungen ist hingegen die starke Blickwinkelabhängigkeit des Displays, die kurze Akkulaufzeit und das Verhalten der Lüftersteuerung.
Druckversion | Links zum Thema | Kommentare
« zurück 1 | 2 | 3 | 4 weiter »
-
Noch günstiger als der EeePC: One A120
One bringt den A120 ab Freitag auf den Markt -
IFA 2007: Mittelklasse-Notebook mit Nummernblock
LG R500 zum Anfassen -
Flotte Dreizehn: Toshiba Satellite U300 im Test
Bezahlbares Subnotebook mit umfangreicher Ausstattung
Mehr über: Hardware, Testbericht, Notebook, Toshiba
Links zum Thema
Toshiba Satellite Pro A120 im Test: Günstiges Büro-Notebook von netzwelt.de steht unter einer Creative Commons-Lizenz. Sie dürfen die Texte für nicht-kommerzielle Zwecke nutzen, bei Angabe und Verlinkung der Quelle "netzwelt.de".
Klicken Sie hier für weitere Informationen
nach oben








