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Toshiba Satellite Pro A120 im Test: Günstiges Büro-Notebook
Profi-Allüren unter 800 Euro

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Notebooks unter 800 Euro gibt es nicht bloß im Lebensmittel-Discounter um die Ecke, sondern auch von namhaften Markenherstellern. So wie das Toshiba Satellite Pro A120 mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt und Windows XP Professional.

Notebooks unter 800 Euro gibt es nicht bloß im Lebensmittel-Discounter um die Ecke, sondern auch von namhaften Markenherstellern. So wie das Toshiba Satellite Pro A120 mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt und Windows XP Professional.

Obwohl mehr für den geschäftlichen Einsatz konzipiert, kommen die Sicherheitsmaßnahmen des Pro-Modells auch Privatleuten zugute. Dazu gehört unter anderem eine Art integrierter Seismograph, der Erschütterungen automatisch erkennt und gespeicherte Daten dadurch schützt, dass er den Schreib-/Lesekopf der Festplatte in eine sichere Position bringt. Nach einer vorgegebenen Zeitspanne aktiviert zudem ein so genannter BIOS-Timer ein Passwort, welches das System gegen unbefugten Langfinger-Zugriff sperrt.

Toshiba Satellite Pro A120 im Test

Inhalt

Einfach gestrickt

Eingeben und Anschließen

Keine große Leuchte

Intel Celeron M gegen AMD Mobile Sempron

Akustik und bewegte Bilder

Fazit

Toshiba Satellite A120 vs. Asus A6U

Laufzeit und Leistungsaufnahme

Datenblatt

Einfach gestrickt

Zumindest rein äußerlich besteht so gut wie kein Anlass, sich um einen möglichen Diebstahl zu sorgen, denn dafür wirkt das Satellite A120 einfach zu unauffällig: ein anthrazitfarbenes Gehäuse mit mattschwarzem Rand, aber ohne Schnörkel, dazu ein ebenfalls schwarzes Keyboard und Touchpad. Per Schieber öffnet der Deckel mit dem Firmenlogo in der Mitte, doch da er sich an den Seiten minimal nach oben biegt, wackelt er im geschlossenen Zustand leider ein wenig.

Beim Öffnen knarzt das Display leicht und obwohl das Scharnier schwergängig arbeitet, lässt es sich mit nur einer Hand aufklappen, ohne dass es ihm der Rest des Notebooks gleichtut. Viel los ist im Innenraum nicht gerade, außer dem silbernen Einschaltknopf und dem Touchpad gibt es kaum optische Highlights. Zu den wenigen Ausnahmen zählen die schwarze Hochglanz-Leiste unter den F-Tasten sowie die Umschalttaste, die beim Aktivieren eine gelbe Diode zum Leuchten bringt. Direkt unter dem Bildschirm sitzen zwei Lochgitter für die beiden Stereo-Lautsprecher.

Eingeben und Anschließen

Von hochwertiger Materialanmutung ist das Touchpad des Satellite A120 leider ein gutes Stück entfernt. Die Oberfläche vermittelt zwar ein langsames Gefühl, lässt in puncto Präzision trotzdem zu wünschen übrig. Den etwas billig wirkenden Plastikcharme unterstreichen die groben Spaltmaße, dafür funktionieren die beiden Tasten einwandfrei und akustisch unaufdringlich. Daneben bietet die Tastatur einen angenehm weichen Anschlag mit gut gewählten Druckpunkten. Den Tasten - die wichtigsten sind nicht zu klein geraten, aber klappern leicht - wurde nur wenig Spielraum gelassen, die geringe Geräuschentwicklung gefällt.

Wie angesichts der Preisklasse bis 800 Euro zu erwarten war, beschränkt sich die Kontaktfreude des Satellite A120 aufs Nötigste, sprich Anschlüsse für 10/100-Megabit-Ethernet, dreimal USB 2.0, analoge Monitore, Kopfhörer, Mikrofon sowie Erweiterungen nach PCMCIA Typ II. FireWire respektive i.Link hätte trotz der geringen Anschaffungskosten ruhig mit von der Partie sein können. Immerhin gehören noch ein Lesegerät für SD- und SD-IO-Karten, ein WLAN-Schalter sowie ein praktischer Lautstärkeregler zur Grundausstattung.

Toshiba Satellite Pro A120 im Test: Günstiges Büro-Notebook

Keine große Leuchte

Zu den großen Leuchten zählt das Display des A120 nicht gerade, im Normalfall reicht die maximale Helligkeit dennoch zum entspannten Arbeiten aus. Aber in der fünften der ingesamt acht Stufen erscheint der Bildschirm bereits unangenehm dunkel. Weiterer Wermutstropfen ist die vertikal sehr eingeschränkte Blickwinkeltoleranz, die schnell eine zu helle oder düstere Darstellung bewirkt. In waagerechter Hinsicht bleibt der Kontrast dafür recht lange stabil und geht bloß mit einem leicht stumpfen Glanz einher. Die Schriftschärfe kann sich sehen lassen.

Abstriche müssen allerdings bei der Farbwiedergabe gemacht werden, denn das Display besitzt eine ausgeprägte Rot-Grün-Schwäche. Es mangelt an Farbtreue und wie die restlichen Farben wirken auch diese beiden matt und unregelmäßig. Dafür legt das A120 ein durchaus ansehnliches Weiß an den Tag, welches nur ein paar Grauschleier an den Rändern trüben. Den mittelmäßigen bis gerade noch guten Schwarzwert dämpft die geringe Blickwinkeltoleranz, zudem schwächelt die Ausleuchtung an den Rändern. Immerhin bleiben störende Schminkspiegel-Effekte aus.

Intel Celeron M gegen AMD Mobile Sempron

Zum direkten Konkurrenzvergleich tritt das Toshiba Satellite Pro A120 gegen das vergleichbar günstige A6U von Asus an. Wenn es um Spiele geht, ist das A120 dem A6U haushoch überlegen. Denn Atis Radeon Xpress 200M arbeitet für On-Board-Grafik recht flott und lässt sogar Intels Graphics Media Accelerator 950 (GMA 950) klar hinter sich, wird in diesem Fall jedoch vom langsamen Prozessor ausgebremst. Bei der reinen CPU-Leistung heißt es allerdings wieder Vorteil AMD beziehungsweise Asus, da der Celeron M mit 1,46 Gigahertz aus dem Toshiba-Notebook nicht mit dem 1,8 Gigahertz schnellen Mobile Sempron konkurrieren kann.

Ebenso moderat wie die Leistungsentfaltung ist auch die Leistungsaufnahme des Toshiba Satellite Pro A120, das im Leerlauf weniger als halb so viel verbraucht wie das Asus A6U und es im Höchstfall um über 30 Watt unterbietet. Und das obwohl der Intel Celeron seinen Takt nicht automatisch der aktuellen Aufgabe anpasst und stets mit maximalen Frequenz rechnet. Hervorragende Werte, die dem schwachbrüstigen Akku allerdings herzlich wenig nützen - schon nach zwei Stunden und zehn Minuten geht gar nichts mehr.

Toshiba Satellite Pro A120 im Test: Günstiges Büro-Notebook

Akustik und bewegte Bilder

Geht das Mittelklasse-Notebook richtig zur Sache, kann es auch schon einmal lauter werden, da der Lüfter dann - gepaart mit einem schrillen Unterton - deutlich hörbar dahinrauscht. Zurück im Leerlauf braucht das A120 eine ganze Weile, um sich wieder zu beruhigen. Doch das Warten lohnt sich. Anschließend dreht der Lüfter derart langsam, dass er kaum noch zu hören ist. Sobald aber längerer Stillstand herrscht oder beispielsweise ein Video abgespielt wird, ändert sich das nach ein paar Sekunden schlagartig und das Gerät macht sich genauso deutlich bemerkbar wie vorher. Merkwürdigerweise kehrt die flüsterleise Geräuschkulisse erst dann wieder, wenn die Kühlungsmethode über den vorinstallierten "Power Saver" geändert wird. Das hätte Toshiba besser lösen können.

Wirklich unangenehm kann das Satellite Pro A120 werden, wenn es Musik wiedergibt. Zwar vermittelt das Rauschen und Knacken in ruhigen Passagen ein nostalgisches Plattenspieler-Flair, doch die fiese Akustik der völlig übersteuerten Lautsprecher schmerzt bereits nach kürzester Zeit in den Gehörgängen. Nicht ganz so schlimm, aber allenfalls mäßig, äußert sich die Video-Wiedergabe. Verteidigend sei allerdings gesagt, dass das A120 mehr digitale Schreibmaschine als Unterhaltungskünstler sein will.

Fazit

Als genügsames Alltags-Notebook für Office-Software und Internetsurfen im Büro oder Privatgebrauch liefert das Toshiba Satellite Pro A120 eine ansehnliche Vorstellung. Zwar gibt es für den guten Preiswert keine besonders hohe Performance geschweige denn einen leistungsstarken Dual-Core-Prozessor, dafür eine ordentliche Verarbeitung und gute Tastatur sowie immerhin Windows XP Professional. Sehen lassen kann sich außerdem, dass das Testgerät 200 Gramm weniger auf die Waage bringt als vom Hersteller angegeben. Weniger gut gelungen ist hingegen die starke Blickwinkelabhängigkeit des Displays, die kurze Akkulaufzeit und das Verhalten der Lüftersteuerung.

Messwerte: Toshiba Satellite A120 vs. Asus A6U

Spiele-BenchmarksToshiba Satellite

Pro A120

Asus A6U
Synthetische Tests
3DMark2001 SE (3.3.0)3.931 3DMarks1.857 3DMarks
3DMark03 (3.6.0)1.065 3DMarks201 3DMarks
CPU Score (fps)495 (53,7 / 9,1)206 (24,0 / 3,5)
3DMark05 (1.2.0)475 3DMarks-
CPU Score (fps)2.539 (1,3 / 2,2)-
Aquamark3 / Very High Quality9.376 Triscore4.296 Triscore
GFX / CPU999 / 7.540447 / 5.825
tps / fps2.822.533 / 9,381.431.617 / 4,30
Praxistests
 Quake 3 / Höchste Qualität
640x480 (fps)111,138,7
800x600 (fps)75,130,0
1.024x768 (fps)56,020,3
System-BenchmarksToshiba Satellite

Pro A120

Asus A6U
 

Gesamtsystemleistung

PCMark04 (1.3.0)2.709 PCMarks2.688 PCMarks
 Komponenten-Leistung: SiSoftware Sandra
 Prozessorleistung Arithmetik: Software-Performance
Dhrystone / Whetstone4.982 MIPS/3.675 MFLOPS6.527 MIPS/5.517 MFLOPS
 Prozessorleistung Multi-Media
Integer / Floating-Point11.410 / 15.500 it/s16.945 / 18.404 it/s
 Speicherbandbreite: Geschwindigkeit Arbeitsspeicher
Int / Float Buff'd2.567 / 2.567 MB/s2.273 / 2.273 MB/s
 Dateisystem: Geschwindigkeit Festplatte
Laufwerksindex34 MB/s27 MB/s
Gepuffertes Lesen30 MB/s22 MB/s
Sequentielles Lesen38 MB/s31 MB/s
Zufälliges Lesen28 MB/s22 MB/s
Gepuffertes Schreiben89 MB/s73 MB/s
Sequentielles Schreiben37 MB/s30 MB/s
Zufälliges Schreiben25 MB/s21 MB/s
Durchschnittliche Zugriffszeit10 ms12 ms

Laufzeit und Leistungsaufnahme

Toshiba Satellite

Pro A120

Asus A6U
Leistungsaufnahme
Maximal, Helligkeit 100 %41 Watt72 Watt
Leerlauf, Helligkeit 100 %23 Watt50 Watt
Leerlauf, Helligkeit 6/822 Watt-
Leerlauf, minimale Helligkeit16 Watt-
Akkulaufzeit2 h 10 min2 h 40 min
Kommentare zu diesem Artikel

Notebooks unter 800 Euro gibt es nicht bloß im Lebensmittel-Discounter um die Ecke, sondern auch von namhaften Markenherstellern. So wie das Toshiba Satellite Pro A120 mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt und Windows XP Professional.

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  • Arthur Spooner schrieb Uhr
    Re: AW: Re: News - Toshiba...

    Ja das stimmt. Die Laptops sind alle weg und online gibts die auch nicht mehr. Aus einer eMail von Plus hab ich erfahren, dass die Laptops demnächst noch einmal kommen werden.
  • Bentleman schrieb Uhr
    AW: Re: News - Toshiba Satellite Pro...

    Na ja, bei der Ausstatung greif ich doch lieber zum Laptop von Plus.Sofern man noch einen bekommt. ;)
  • Arthur Spooner schrieb Uhr
    Re: News - Toshiba Satellite Pro...

    Na ja, bei der Ausstatung greif ich doch lieber zum Laptop von Plus.

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Toshiba Satellite Pro A120 im Test: Günstiges Büro-Notebook
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Notebooks unter 800 Euro gibt es nicht bloß im Lebensmittel-Discounter um die Ecke, sondern auch von namhaften Markenherstellern. So wie das Toshiba Satellite Pro A120 mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt und Windows XP Professional.
http://www.netzwelt.de/news/74671-toshiba-satellite-pro-a120-test-guenstiges-buero-notebook.html
2006-10-11 16:54:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/1288/9046.jpg
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