Plus-Notebook im Test: Dual Core für 699 Euro

Tastatur und Touchpad

Mit den Alu-Pendants von Asus können die Touchpad-Tasten des Hyrican Rumba zwar nicht ganz mithalten, geben für sich betrachtet jedoch sehr gute Rückmeldung und arbeiten ausgesprochen leise. Prädestiniert für schnelle und präzise Fingerbewegungen ist die rutschige und nicht zu klein geratene Oberfläche, dessen gekennzeichnete Scroll-Funktion hervorragend funktioniert. Wenig auszusetzen gibt es auch an den Tasten des Rumba-Keyboards: Bei minimaler Klapper- und Wackelneigung reagieren sie stets kurz und knackig, während die wichtigsten Tasten kaum kleiner ausfallen als bei einer ausgewachsenen PC-Tastatur.

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Von den insgesamt sechs Zusatztasten neben der Tastatur spricht leider gerade einmal die Hälfte an - eine startet den Internet-Browser, die andere das als Standard definierte Mail-Programm, die dritte gestattet direkte Tonaufnahmen über das integrierte Mikrofon neben dem Touchpad. Der "A"-Knopf links sowie die Zoom-Schalter am rechten Rand dienen zum Schießen von Fotos beziehungsweise zur Bildvergrößerung der nicht vorhandenen Digitalkamera.

Flotter Alltagsrechner mit Reserven

Im Schnitt fällt der Turion 64 X2 mit 1,6 Gigahertz leicht hinter dem Intel Core Duo mit 1,66 Gigahertz aus dem Dell Inspiron 6400 zurück. Davon ist im Normalfall herzlich wenig zu spüren, denn im Windows-Betrieb geht der AMD-Prozessor stets flott und ohne lange Wartezeiten zu Werke. Beim Vergleich der Spiele-Leistung von Nvidias GeForce Go 6100 und Intels Graphics Media Accelerator 950 greifen wir auf Messwerte des Samsung Q35 zurück, das netzwelt ebenfalls mit der 1,66 Gigahertz schnellen Dual-Core-CPU von Intel testete. Hier wenden sich die reinen Grafik-Resultate wiederum zu Gunsten des Plus-Notebooks. Viel mehr als das betagte "Quake III" ist in 3D aber nicht drin.

Obwohl der Lüfter ständig und auf kurze Distanz hörbar seine Runden dreht, stört die leicht pfeifende Geräuschkulisse kaum. Bei starker Auslastung erhöhen sich zwar Lautstärke und Frequenz, doch wirklich unangenehm wird es in keinem Fall. Negativ bemerkbar macht sich aber leider die Leistungsaufnahme des Discounter-Geräts. Selbst das deutlich schnellere Lamborghini-Notebook schluckt im schlimmsten Fall genauso viel wie das Hyrican Rumba, im Leerlauf sogar bloß die Hälfte. Da verwundert es kaum, dass dem Akku schon nach mäßigen zwei Stunden und fünf Minuten die Puste ausgeht.

Für die oftmals eher miesen bis mittelmäßigen Lautsprecher von Mittelklasse-Notebooks klingen die Tonangeber des Hyrican Rumba erstaunlich klar. Selbst bei maximaler Musik-Lautstärke, die locker für kleinere (Studenten-)Zimmer ausreicht, wirken sie nur geringfügig übersteuert. Als Untermalung für das ein oder andere Video zwischendurch taugt die Akustik allemal. Das Filmvergnügen trüben allerdings die matten Farben, außerdem werden bewegte Bilder etwas grobkörnig dargestellt und Bildfehler kaum kaschiert.

Fazit

In der Preisklasse bis 800 Euro dürfte es zur Zeit sehr schwierig sein, ein schnelleres Notebook zu finden. Der leistungsstarke Dual-Core-Prozessor von AMD verwandelt das Hyrican Rumba in einen flinken Alltagsbegleiter ohne Scheu vor anspruchsvollen Aufgaben. Besonders gut gefallen die Eingaberäte, das niedrige Gewicht und die ordentliche Ausstattung. Um den Einstiegspreis gering zu halten, wurde jedoch bei Display und Akkulaufzeit gespart, zudem macht sich der hohe Energiebedarf negativ bemerkbar.

Anmerkung: Entgegen der Angabe von Plus verfügt das Testgerät über 256 statt 128 Megabyte Grafikspeicher sowie Gigabit- statt 10/100-Megabit-Ethernet.