Warum das Business-Handy auch Turnschuhträgern gefallen könnte
Mit Schlips, Kragen und vollständiger Tastatur: Nokia E61 im Test
Michael Knott
Nicht zuletzt aus diesem Grunde ziert die Rückseite des E61 höchstens ein Betreiberlogo, aber keine Kameralinse. Schade - zwar ist eine Digicam im Alltagsbetrieb noch leicht verschmerzbar. UMTS-Videotelefonie ist so aber ebenfalls nicht möglich, denn auf der Vorderseite findet sich zwar eine weiße Status-LED für den E-Mail-Eingang, doch ebenfalls keine Kamera.
Dennoch ist auch ein Frackträger wie das E61 für ein Grundmaß an Unterhaltung zu haben. Fotos beispielsweise lassen sich auf dem hellen und kontraststarken Display wunderbar betrachten. Ein integrierter MP3-Player kommt auch mit Apples AAC-Format klar, kann Wiedergabelisten verwalten und verfügt sogar über einen Equalizer.
Unverständlich, wieso Nokia dem E61 daher kein Stereo-Headset spendiert. So kann der an sich recht gute Klang leider nur auf einem Ohr gehört werden. Der integrierte Mono-Lautsprecher taugt bestenfalls für Hörspiele, nicht aber für die Klaviersonate am Feierabend. Dafür kann sämtliche MP3-Musik als Klingelton zweitverwertet werden.
Ein einziges, wenn auch gut gemachtes Spiel fand den Weg in den Speicher des Handys. Der Titel "Golf Pro 2" sorgt für Abwechslung nach einem langen Arbeitstag. Ebenfalls möglich ist die Wiedergabe kleiner Filmchen über den installierten Real-Player. Kinofeeling kommt aber trotz der hohen Auflösung und des guten Displays nicht auf.
Nicht nur Geschäftsleute werden ihre Freude an Nokias E61 haben, denn auf den zweiten Blick ist das flache Smartphone alles andere als bieder. Schnell lernen auch Turnschuh- und Shorts-Träger die Tastatur für schnelle Notizen schätzen, verpassen der Oberfläche eine eigenständige Optik oder surfen im Internet. Wer ein vergleichbares Gerät mit den gleichen Funkstandards, inklusive WLAN sucht, wird höchstens in der klassischen PDA-Sparte fündig. Und diese Geräte werden in den seltensten Fällen von einem Mobilfunkbetreiber subventioniert. Zudem ist das E61 mit einem empfohlenen Verkaufspreis von derzeit 450 Euro nicht zu teuer geraten.
Weitere Artikel zum Thema
-
CeBIT 2008: Vodafone zeigt neue Handys mit GPS-Modul
VDA GPS, Blackberry Pearl 8110, Nokia N78 und Nokia N96
-
Nokia E71 und E66: Smartphones mit Doppelleben
Konkurrenz für Blackberry und Co.
-
Nokia N810: Internet-Tablet mit Schiebetastatur
Offiziell angekündigt für November
Links zum Artikel
Mehr über: Hardware, Smartphone, Nokia, Testbericht
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben




