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15.10.2006
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Warum das Business-Handy auch Turnschuhträgern gefallen könnte

Mit Schlips, Kragen und vollständiger Tastatur: Nokia E61 im Test

Mobile Computing

Die Verarbeitung bietet keinen Grund zur Trauer, was bei Nokia-Geräten der Vergangenheit leider nicht immer der Fall war, doch in den teilweise recht großen Spaltmaßen versammelt sich binnen kürzester Zeit sämtlicher Schmutz der Hosentasche. Besser man gönnt dem Finnen eine schützende Ummantelung. Die Oberfläche besteht aus einer edel anmutenden Metall-Legierung, die das Smartphone angenehm in den Händen liegen lässt. Mit einem Gewicht von 144 Gramm ist es zwar kein Fliegengewicht, aber immer noch in der Hosentasche tragbar.

Vorausgesetzt diese ist mindestens 117 x 69,7 x 14 Millimeter groß. Diese für Mobiltelefone ungewöhnlichen Abmessungen sind der Tastatur zuzuschreiben. Sämtliche Buchstaben des Alphabetes inklusive Extra-Drücker für die deutschen Umlaute und ein paar weitere Zusatztasten benötigen halt Platz.

Die Tastatur

Bis ganz dicht an den Gehäuserand drängen sich die zum größten Teil doppelt belegten Drücker. Um Telefonnummern schnell eingeben zu können, befindet sich der Zahlenblock in der Tastatur-Mitte. Je nach Menü-Ebene erkennt das E61 automatisch ob der Nutzer Zahlen oder Buchstaben eingeben möchte. In der Praxis funktioniert dies ausgesprochen gut. Sonderzeichen erreicht man über eine Umschalt-Taste. Im Dunkeln sind sämtliche Tasten beleuchtet. Die Ablesbarkeit der Zahlen leidet aber unter der blauen Schriftfarbe.

Nokia E61 Tastatur

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Mach's gut T9: Sämtliche Tasten haben einen ordentlichen Druckpunkt. Texte lassen sich so in angemessener Zeit verfassen.

Nokia hat alles gegeben, ein größerer Abstand zwischen den einzelnen Tasten wäre mit Sicherheit nicht drin gewesen. Dennoch ist die Eingabehilfe ein Kompromiss, auf der Communicator-Serie des gleichen Herstellers lässt es sich angenehmer texten. Doch auch mit dem E61 lassen sich flott E-Mails, Notizen oder SMS verfassen.

Sämtliche Drücker haben einen knackigen Druckpunkt, rasten mit guter Rückmeldung ein. Im Test fiel uns das Spiel der einzelnen Buchstabentasten negativ auf. Bei den beiden uns zu Verfügung stehenden Testmodellen ließen sich die Drücker in alle Richtungen drehen. Bei den ersten Schreibversuchen irritiert dies ein wenig.

Dennoch - auf dem E61 macht Texte schreiben Spaß. Die niedrigste Fehlerquote erreicht man, wenn das Handy flach auf dem Tisch liegt. Aus einem unbekannten Grund haben es die Entwickler allerdings verschlafen, dem Business-Funker eine ebene Rückseite zu verpassen. Daher kippelt das Gerät bei jedem Tastendruck auf dem Tisch hin und her. Zum Glück erlauben die Abmessungen und die durchdachte Ergonomie eine Einhand-Bedienung.


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