Mit Aluminium gegen Kratzer
Der Nano im Minirock: Apple iPod Nano der 2. Generation im Test
Michael Knott
Unsere Testwiedergabeliste hatten wir jedenfalls schon besser im Ohr. Klanglich liegt der neue Nano auf dem Niveau des Vorgängermodells und damit im guten Mittelfeld unter den Flashplayern. Im großen Netzwelt-Hörtest war der Nano ebenfalls vertreten und erhielt von unseren Testhörern eine Wertung von 58 von 100 möglichen Punkten. Zum Vergleich: Der iRiver N10 gewann diesen Test mit einer Wertung von 78 Punkten. Der Nano klingt also nicht unbedingt schlecht, hat aber noch deutlich Spielraum für Verbesserungen. Auch die Maximal-Lautstärke könnte höher liegen.
Bilder: Helligkeit macht den Unterschied
Für einen abendfüllenden Diavortag vom dreimonatigen Urlaubstrip durch den Regenwald ist die Anzeige des iPods sicherlich zu klein geraten. Dennoch bietet der Nano mit einer Slideshow-Funktion inklusive Überblendeffekten eine nette Möglichkeit, Bilder zu präsentieren.
Fotos zeigt er sehr hell und mit ausreichendem Kontrast. Das Haupteinsatzgebiet der Bild-Darstellung liegt aber woanders, bei der Cover-Anzeige während der Musikwiedergabe. Auf Wunsch stellt das Menü die gespeicherten Fotos als kleine Vorschau-Bilder zusammen. Mit Hilfe des Clickwheels hat man in wenigen Sekunden das passende Motiv gefunden. Auch ist eine Musikwiedergabe bei aktiver Diaschau möglich.
Wie gewohnt hat Apple es geschafft, Gutes noch besser zu machen. Die Änderungen am neuen Nano lassen sich zwar an einer Hand abzählen. Doch sind sie allesamt sinnvoll und bieten einen höheren Gegenwert zum sauer verdienten Geld.
Denn mindestens 149 Euro müssen Sie für das Basis-Modell mit einem zwei Gigabyte großen Speicher auf den Tisch legen. Mehr Speicher kostet natürlich auch mehr. Vier Gigabyte schlagen mit knapp 200 Euro zu Buche, für die Top-Version mit einer Kapazität von satten acht Gigabyte sind 250 Euro fällig.
Dafür bekommen Sie einen der best angezogensten MP3-Player, welcher dank des Alu-Kleids nun endlich auch robust geworden ist. Abstriche müssen Käufer bei der Klangqualität und bei der Ausstattung hinnehmen. Denn nach wie vor gehören Radio, Line-In-Eingang oder ein Mikrofon nicht dazu.
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