Verkehrte Netzwelt: Sicherheit am PC - Nein, danke!

Verschlüsselung von Mails: Frau Merkel ist 'ne doofe Kuh!

Außerdem sind es zwei Paar Schuhe, ob Google die gesammelten Daten nutzt, um seine Werbung besser zu platzieren oder Straftaten zu begehen. Ersteres ist nur konsequent, Letzteres eher unwahrscheinlich. Ich vertraue Google, vielleicht belehrt mich die Zukunft eines Besseren, aber dann lebe ich in der Gegenwart wenigstens ohne Paranoia. Schließlich verbindet mein Google-Mail-Account alle Angebote der Mountain Viewer zu einer großen Online-Plattform und dass Larry Page vor dem Zubettgehen meine E-Mails liest, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

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Apropos E-Mails lesen. Bei der Verschlüsselung von privaten E-Mails wird die Paranoia langsam krankhaft. Wer sollte sich schon ernsthaft um die Kommunikation zwischen mir und meinen Freunden und Bekannten kümmern? Schließlich leben wir in Deutschland, in dem die freie Meinung propagiert wird und niemand in den Kerker wandert, wenn er schreibt: "Frau Merkel ist 'ne doofe Kuh!".

Passwörter: Eines für alle

Mit meinen Passwörtern halte ich es wie die Musketiere: Eines für alles. Dabei ist mein Passwort nicht einmal sehr ausgefallen, durch Brute-Force, also einfaches Ausprobieren, sollte es in wenigen Minuten geknackt sein. Es besteht aus fünf Zeichen, darunter weder eine Zahl noch ein Großbuchstabe. Es handelt sich um einen Eigennamen aus meiner Vergangenheit. Ebay, Amazon, ICQ und GMail - alles ein Passwort. Nicht sicher, aber praktisch.

Filescharing: Brutstätte für Schädlinge

Wer sich um Viren und Trojaner in illegal heruntergeladener Software sorgt, der schaut dem geschenkten Gaul ja sozusagen zwischen die Kiefer. Unverschämt. Schon seit Napster gibt es Spaßvögel, die falsch deklarierte Dateien ins Filesharing-Netzwerk einbringen. Statt dem süßen Fisch Nemo gibt es dann zum Beispiel schweinische Pornos zu sehen. Das mit den heruntergeladenen Dateien auch Viren, Trojaner und anderes Getier die heimliche Festplatte besuchen, ist doch nur logisch.

Werde ich mich in Zukunft ändern?

Nein. Nein. Nein. Ich werde meinen Rechner nicht wie einen verweichlichten Hypochonder behandeln und ihn mit Medikationen vollstopfen. Mein Rechner bekommt die harte Realität zu spüren, auch wenn es ihm manchmal auf den Magen schlägt. Bislang musste ich mit dieser Einstellung nur ein einziges Mal kapitulieren. Sasser hat mich gekriegt und mein Computer fuhr jedes mal nach einer Minute wieder herunter. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass auch Nutzer von Virenscannern mit diesem Wurm Ärger hatten. Ich bleibe mir treu: Kein Virenscanner ist der beste Virenscanner.

Natürlich ist diese Sichtweise nur eine Seite der Medaille. In einer weiteren "Verkehrten Netzwelt" erklärt mein Kollege, weshalb auch eine komplett andere Grundeinstellung im Alltag funktioniert. Lesen Sie am besten beide und entscheiden selbst: Schwarz, Weiß, Grau - Welche Malerei sagt Ihnen zu?

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