Verweichlichte Computer und unnötiger Virenschutz
Verkehrte Netzwelt: Sicherheit am PC - Nein, danke!
"Wer nicht wagt, der nicht gewinnt". Sicherheit? Das ist etwas für Alte, Ängstliche und Heuler. Ich stelle mich den Gefahren des ungeschützten Surfens und liebe das Risiko, von Viren und Trojanern verfolgt und befallen zu werden. Bevor ich mir die Systemtray mit etlichen Anti-Irgendwas-Tools vollstopfe, installiere ich Windows lieber jedes Quartal neu - wenn es denn mal zum GAU kommt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Firewall: Hereinspaziert, hereinspaziert
- 2Virenscanner: Gibt's da auch was von Ratiopharm?
- 3Spyware-Tools: Die Good-Guys der Nerv-Software
- 4Anonymität im Netz: Rambo und andere Vorlieben
- 5Google-Paranoia: Die Datenkrake aus Mountain View
- 6Verschlüsselung von Mails: Frau Merkel ist 'ne doofe Kuh!
- 7Passwörter: Eines für alle
- 8Filescharing: Brutstätte für Schädlinge
- 9Werde ich mich in Zukunft ändern?
Es ist nicht so, als wäre der Computer für mich ein Gebrauchsgegenstand, den man als bessere Schreibmaschine missbrauchen kann. Nein, ich mag meinen Rechner, habe ihn schließlich selbst zusammengebaut. Trotzdem sorge ich mich nicht zu sehr um seine Gesundheit, ich vertrete schließlich auch die Annahme, dass Menschen, die in der Kindheit Dreck und Sand gefressen haben, später nicht bei jedem Infekt gleich zum Arzt laufen und vier Wochen flachliegen. Abhärtung ist das Stichwort.
Das ist natürlich noch kein Grund zum Leichtsinn, die Diplomarbeit oder andere wichtige Dokumente werde ich stets auf einem externen Datenträger sichern. Einer CD oder einem USB-Stick. Als Privatperson besteht der Inhalt meiner Festplatte weniger aus sensiblen, privaten Daten als aus illegalen Musik- und Filmdateien. Demnach lautet mein Motto: Lieber einmal mehr neu installieren, als sich im Alltag mit nervenden Anti-Viren-Tools herumzuschlagen.
Firewall: Hereinspaziert, hereinspaziert
Meine Tür steht immer weit offen. Niemand wird ausgeschlossen, niemand aufgrund seiner Herkunft einfach ausgesperrt. Toleranz ist das Stichwort. Gut, einige werden sagen, es sei nicht ratsam, jedem Besucher blind zu vertrauen, aber meine persönliche Erfahrung bestärkt mich in meiner Offenheit.
Nicht einmal hat sich ein Schädling eingeschlichen, der auch nur ansatzweise Schaden angerichtet hätte. Das stärkste Argument gegen eine so genannte Software-Firewall sind allerdings die nervigen Pop-Ups bei jeglichem Kontakt mit der Außenwelt. Einmal ICQ gestartet, schon meldet die Firewall: "Ein Programm verwendet die Internetverbindung, es wurde sicherheitshalber blockiert!" Jaja, ist doch nur ICQ, das brauchst Du nicht zu blockieren, liebe Firewall, musste ich darauf bei jeglichem Kontakt mit dem Web antworten. Deinstalliert - endlich Ruhe.

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Ich habe auf einem alten PC (jedoch Win XP) den Test gemacht. Kein Antivirenprogramm, keine Antispyware, keine Firewall-Soft, nur eine Hardware-Firewall in meinem Router, Finger weg von IE, Popup-Blocker genutzt u....
Zugeben, ich halt's ja ähnlich - mit Passwörtern z. B. und hab Antivir runtergeschmissen weil der nur nervt. Aber ob man diese Haltung dem unbedarften PC-User sagen darf?? Ich hab halt trotzdem die Nr.-1-Antiviren...
Gegen die Meinung ist eigentlich nichts einzuwenden, wenn derjenige dann nicht jammert, weil er Hilfe bei einer Neuistallation braucht. Oder noch besser: Das Konto leer geräumt ist. Oder plötzlich ein...