Freenigma: Verschlüsselung für Webmail-Plattformen
Fazit: Ein guter Ansatz
Freenigma setzt dazu auf Code des Verschlüsselungs-Programms GnuPG, das sich als Open Source-Alternative zu PGP etabliert hat. Langfristig soll es damit auch möglich sein, Nachrichten mit anderen GnuPG- und PGP-Nutzern auszutauschen. Bisher kann man jedoch nur verschlüsselte Mails an Nutzer schicken, die auch Freenigma nutzen. Die Empfänger müssen zudem Teil der eigenen Buddy-Liste sein, die über die Freenigma-Webseite verwaltet werden kann.
Freenigma befindet sich noch mitten im Beta-Test, und das merkt man auch an einigen Stellen. Wer bei Google Mail ein neues Fenster öffnet, überfordert damit schnell die Freenigma-Firefox-Erweiterung. Auch das Verwalten verschiedener Accounts könnte leichter sein. Bisher muss Firefox geschlossen werden, um den Account zu wechseln.
Doch abgesehen von solchen Kinderkrankheiten macht Freenigma bereits einen guten Eindruck. Die Macher haben sich spürbar bemüht, Verschlüsselung für die Massen zu entwickeln. Anstatt sich mit Schlüsselpaaren herumzuplagen, legt man einfach Buddy-Listen an - und erreicht damit letztlich das Gleiche. Hoffentlich lassen sich die Hersteller klassischer Verschlüsselungslösungen von solchen simplen Metaphern inspirieren.
Es muss sich allerdings zeigen, ob Webmail und gute Metaphern reichen, um die breite Masse vom Verschlüsseln zu überzeugen. PGP und Co. waren bisher nur einer kleinen Minderheiten bekannt - und damit in der Praxis ziemlich unnütz. Denn was nützt die schönste Verschlüsselung, wenn die eigenen Mail-Partner die Geheimbotschaften nicht entschlüsseln können?
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Verschlüsselung und Browser & Mailer.
