Sicher Mails verschicken über GMail & Co.
Freenigma: Verschlüsselung für Webmail-Plattformen
Es gibt Daten, die verschickt man nur mit mulmigem Gefühl übers Netz. Die eigene Kreditkartennummer zum Beispiel. Oder die E-Mail an den Steuerberater. Verschlüsselungsprogramme wie PGP versprechen Computernutzern seit Jahren Schutz vor ungewollten Mitlesern. Die Hamburger Firma Freenigma bietet Webmail-Nutzern nun ähnliche Möglichkeiten.
Als Google vor rund zweieinhalb Jahren seine Webmail-Plattform Gmail.com einführte, war die Aufregung unter Datenschützern groß. Google lese alle E-Mails mit und schlage daraus Kapital, erklärten einige Hüter der Privatsphäre mahnend.
Zugegeben, so ganz falsch ist das nicht. Der in Deutschland Google Mail genannte Dienst wertet tatsächlich den Text abgespeicherter Mails aus, um daneben kontextrelevante Links und Anzeigen darstellen zu können. Natürlich geschieht dies vollautomatisch. Niemand muss befürchten, dass sich Google-Mitarbeiter über die Rechtschreibfehler seiner Mail-Kontakte kaputtlachen.
Das Grundproblem existiert allerdings bei allen Webmail-Anbietern: Während Nachrichten auf dem eigenen Rechner vor fremden Augen sicher sind, können die wachsenden Online-Mailboxen sehr einfach zur Erstellung von Nutzerprofilen und ähnlichem mehr genutzt werden. Per Outlook & Co. verschickte Mails lassen sich zudem mit PGP und ähnlichen Diensten verschlüsseln. Für Webmails fehlte bisher ein vergleichbarer Schutz.
Freenigma
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Verschlüsselung über simplen Button
Diese Lücke will die Hamburger Freenigma GmbH jetzt mit ihrem namensgleichen Online-Verschlüsselungs-Dienst schließen. Freenigma bietet dazu ein Firefox-Plugin an, das populäre Webmail-Dienste wie Google Mail, Hotmail oder Yahoo Mail um einen Verschlüsselungs-Button erweitert. Wer damit eine E-Mail an einen anderen Freenigma-Nutzer schreibt, kann die Nachricht nach Eingabe des persönlichen Passworts in unverständlichen Buchstabensalat verwandeln, der nur vom Empfänger wieder entschlüsselt werden kann.






