Logitech MX Revolution im Test: Technisches Maus-Wunderwerk?
Nicht viel los ohne Software
Ohne die SetPoint-Software zur Mauseinstellung, die zwanzig Megabyte Festplatten- und mindestens zehn Megabyte Arbeitsspeicher beansprucht, geht bei der MX Revolution nicht viel: Das Mausrad arbeitet nur mit langsamer Rasterung, horizontaler Bildlauf und Zoom-Schalter bleiben ohne Funktion. Immerhin helfen die zwei Daumentasten beim Vor- und Zurückspringen zwischen Internetseiten, außerdem startet die Lupen-Taste die Windows-interne Suchmaske. Neben den gängigen Standardeinstellungen bringt die MX Revolution noch eine Vielzahl weiterer Optionen mit.
So lassen sich Geschwindigkeit und Beschleunigung nicht nur für den Mauszeiger, sondern auch für die Vergrößerung sowie den vertikalen und horizontalen Bildlauf bestimmen. Wirklich frei programmierbar sind allerdings nur sechs Tasten. Praktisch finden wir die detaillierte Anzeige für den derzeitigen Ladezustand des Akkus, welche die verbleibende Kapazität sowohl in Prozent als auch in Tagen angibt. Darüber, ob sich die Stromreserven allmählich dem Ende zuneigen, geben schon die integrierten Status-LEDs ausreichend Auskunft.
VX Revolution: Kleine Notebook-Schwester kurz vorgestellt
Die kleine Revolution namens VX unterscheiden vornehmlich die kompakteren Maße sowie das fehlende zweite Mausrad von der größeren Schwester. Statt einer automatischen Erkennung der Drehgeschwindigkeit wird das Verhalten des Mausrads über einen Schalter auf der Unterseite bestimmt, der selbst ohne Software funktioniert. Im Gegensatz zur MX Revolution bietet die kleinere, nur 110 Gramm leichte Notebook-Variante gleich acht beliebig programmierbare Tasten. Darunter fällt unter anderem der Zoom-Schieber neben der linken Maustaste.
In ästhetischer Hinsicht hat sie mindestens ebenso viel zu bieten, zudem verfügt sie über ein integriertes Staufach für den winzigen 2,4-Gigahertz-Empfänger mit USB-Anschluss. Einen sinnvollen Ausschaltknopf auf der Unterseite gibt es ebenfalls, dafür ist die Stromversorgung in Form einer AA-Batterie austauschbar. Trotz ihrer kleinen Abmessungen liegt die VX Revolution wegen ihrer hohen Bauform erstaunlich gut in der Hand. Leider gehört sie mit einem Straßenpreis von mindestens 50 Euro zu den teuersten Notebook-Mäusen auf dem Markt.
Fazit
Zum ersten Mal bekommt die bewährte MX 1000 ernsthafte ergonomische Konkurrenz. Als eine Art Hybrid aus MX 610 und MX 1000 wird die MX Revolution ihrer Bezeichnung zwar nicht ganz gerecht, doch die durchgemachte Evolution macht sich in der Praxis ausgesprochen gut. Zweifellos zählt die MX Revolution zu den besten Mäusen, die derzeit für Geld zu haben sind. Allerdings liegt dort auch die Krux: Zu den teuersten gehört sie ebenfalls.
