Kolumne: Teurer Spaß Computerspiel

Hardware-Horror

Spaßbremse Systemanforderung



Oftmals folgt nach der Installation die Frustration: Entweder wirkt die Grafik auf den Screenshots viel schöner, das Spiel stottert als ruckelnde Dia-Show über die Bildfläche oder startet gar nicht erst. Dann wurde wahrscheinlich das Kleingedruckte auf der Verpackung überlesen - die Systemanforderungen. Was dort geschrieben steht, kostet richtig Geld. Ein Beispiel: Der Entwickler des gleichermaßen aufwändigen wie leistungshungrigen Rollenspiels "The Elder Scrolls IV: Oblivion" empfiehlt für den reibungslosen Spieltrieb einen Prozessor mit drei Gigahertz Takt, ein Gigabyte Arbeitsspeicher sowie eine Grafikkarte mit den Chips Ati Radeon X800 oder Nvidia GeForce 6800.

Wer als unbedarfter Laie den Weg des geringsten Widerstands und Geldverlusts geht, schlägt in einem Online-Preisvergleich nach: Selbst mit den derzeit billigsten Angeboten klettern die Gesamtkosten auf über 270 Euro, sofern der heimische Rechner denn bereits die passende Grundlage besitzt. Da sich aus den meisten digitalen Altertümchen nicht einfach ein schneller Spiele-PC zaubern lässt, muss manchmal sogar gleich ein ganz neuer Rechner her. Um die minimalen Systemanforderung zu erfüllen, genügt zwar ein deutlich kleineres Budget, doch dann bleibt wiederum ein mehr oder weniger großer Teil der Bildqualität auf der Strecke.

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Kolumne: Teurer Spaß Computerspiel
Düstere Techniktiefen: Ich will doch nur spielen...

Im Interview mit netzwelt räumte Nvidia, einer der weltweit größten Produzenten von Grafikkarten-Chips, ein, dass im Spielesektor die Hardware-Hersteller den Ton angeben: "Weil wir vorgeben, was technisch möglich ist." Leider bewegt sich auch die Preisgestaltung am Rande der Machbarkeit. Eine neue High-End-Grafikkarte von Nvidia oder Hauptkonkurrent Ati kostet so viel wie ein komplett ausgestatteter Büro-PC. Zwar besteht kein direkter physischer Zwang, gleich das schnellste Modell zu kaufen, dafür ein gewisser psychischer Druck, die Grafikpracht in ihrer vollen Schönheit zu erleben. Schließlich wurde beim Spielekauf auch dafür bezahlt - sollte man zumindest annehmen.

Grund für die horrenden Hardware-Preise ist unter anderem die Nachfrage nach immer schnelleren Grafikkarten, um immer schönere Spielwelten auf den Schirm zu zaubern. Wegen der dafür nötigen Komplexität erfordern die 3D-Monster, die mit ihrer Performance locker einen aktuellen PC-Prozessor einstecken könnten, mehr Entwicklungsarbeit denn je. Leider ist das Ergebnis zwar meist leistungsfähiger als vorherige, aber mit allerlei Flüchen belegt. Hier beginnt der eigentliche Horror für die Menschen, die doch einfach nur spielen wollen und denen verständlicherweise die Zeit oder Lust fehlt, sich allein dafür ein fundiertes Computerwissen anzueignen.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 9 Beiträge

so ist es: ich habe mir die x 1900 xtx toxic von sapphire zugelegt, dafür hätte ich locker einen office-pc bekommen. das sieht in einem halben jahr natürlich ganz anders aus. was mich an der ganzen...

Wow,wenn ich diese Posts so lese,vor allem von Vosper,dann komme ich mir ja fast blöd vor mit meiner 7600gt.Aber naja man müsste den Leuten nur mal klarmachen,dass es nicht immer das Maximum beim Pc sein muss.Das...

Moin, sag mal in welchem Zeitalter lebst Du? Mag ja sein dass es ne 1900GT schon für unter 200 Euronen gibt, aber das ist doch schon lange keine "High-End-VGA" mehr, und aktuell schon gleich...

Zitat: Interessant finde ich die Frage, warum der PC immernoch beliebte Spieleplattform ist und bleibt. Konsolen sind in der Anschaffung ja günstiger und bieten eine garantie, dass die spiele...

Interessant finde ich die Frage, warum der PC immernoch beliebte Spieleplattform ist und bleibt. Konsolen sind in der Anschaffung ja günstiger und bieten eine garantie, dass die spiele laufen. Ist es der schnelle...

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