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22.09.2006
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Kostenlose Videodienste im Vergleich

Myvideo und Co.: Deutsche YouTube-Alternativen vorgestellt

Dominik Schöneberg

Eine weitere nützliche Funktion sind die so genannten Standbilder: Während der Wiedergabe eines Videos können Nutzer per Mausklick auf die kleinen Thumbnails zu der betreffenden Stelle im Film springen - gerade bei längeren Videos ist das hilfreich.

Zeec: Upload per Handy, Download per Podcast

Auch Zeec versucht sich mit neuen Funktionen von dem übermächtigen Konkurrenten YouTube abzuheben. Vor allem Besitzer von Foto- und Videohandys will der Dienst anlocken. Diese können etwa ihre Schnappschüsse und Videos direkt per MMS oder als E-Mail an Zeec schicken. Wer ein neues Nokia-Handy besitzt, kann Videos und Fotos auch per Lifeblog-Technik hochladen. Unter der Adresse http://mobile.zeec.de finden Handybesitzer zudem ein für die kleinen Displays optimiertes Portal.

Ein koventioneller Upload über die Webseite ist natürlich auch möglich, wenn auch nicht sonderlich komfortabel: Eine Statusanzeige, die über den Fortschritt des Uploads berichtet, zeigt Zeec nicht an. Im Vergleich zu Konkurrenz bietet Zeec zudem mit gerade einmal 20 Megabyte pro Datei wenig Speicherplatz. Auch das Wiedergabefenster auf der Internetseite ist mit einer Größe von 320 x 240 Pixeln im Vergleich zur Konkurrenz klein.

Pluspunkte sammelt Zeec mit der Podcast-Funktion: Nachdem der Zeec-Nutzer den entsprechenden Link an seine Freunde weitergegeben hat, können diese so neue Dateien nach der Veröffentlichung herunterladen. Leider wird hier allerdings nicht die Original-Datei, sondern eine MPEG4-Video veröffentlicht, dessen Qualität wie bei den Flash-Videos erkennbar unter der Konvertierung leidet.

Clipfish: Webcam-Videos live hochladen

Dass mäßige Bildqualität Erfolg nicht unbedingt verhindert, hat YouTube bewiesen. Die explodierenden Nutzerzahlen des amerikanischen Dienstes sind auch den großen TV-Anbietern nicht verborgen geblieben. Die RTL-Tochter Opal Beteiligungs GmbH hat wohl deshalb Clipfish gegründet. Aus der Verbindung von TV und Internet unter einem Konzerndach will das Fernsehunternehmen künftig Kapital schlagen. Schon jetzt können sich zum Beispiel mehr oder wenige begabte Sänger per Videoupload für "Deutschland sucht den Superstar" bewerben.

Dank des hilfreichen Videobox-Features geht die Aufzeichnung und Übertragung von Casting-Videos und anderen Clips besonders schnell. Internetnutzer, die im Besitz einer Webcam sind, können Videos während der Aufzeichnung in Echtzeit zu Clipfish übertragen; ein Upload ist nicht mehr nötig.

Mehrere Stunden Wartezeit

Trotz des Videobox-Features dauert es bei Clipfish aber in jedem Fall länger als bei der nationalen und internationalen Konkurrenz, bis die Videoclips online verfügbar sind. Wie bei den anderen Diensten auch dürfen bei Clipfish Internetnutzer keine urheberrechtlich geschützten, gewaltverherrlichenden oder pornografischen Videos veröffentlichen. Weil die Clipfish-Macher aber im Gegensatz zu den Konkurrenten alle Dateien vor der Veröffentlichung auf Regelverstöße prüfen, dauert es mehreren Stunden, bis Videos online sind.

Unangenehm fällt zudem das Design der Seite auf: Im Vergleich zur gleichzeitig modern und übersichtlich gestalteten Seite von Sevenload wirkt das Outfit von Clipfish altbacken und unprofessionell.


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