Ein Chinese gibt Kontrabass: Meizu M6 Miniplayer im Test

Auf Streife: Bedienung über das Touchpad

Verbindung zum Rechner nimmt der Chinese über einen handelsüblichen Mini-USB-Anschluss auf. Ist der Player ausgeschaltet, wird der interne und nicht austauschbare Lithium-Ionen-Akku mit frischem Saft versorgt. Alternativ kann die Jukebox über ein USB-Ladegerät aus dem Zubehörhandel aufgeladen werden. Im Test war der Player bei reiner Audiowiedergabe für eine Laufzeit von knapp über zwanzig Stunden gut. Im Video-Modus ging ihm erst nach 5,5 Stunden die Puste aus.

Ist der Miniplayer eingeschaltet und das im Lieferumfang enthaltene USB-Kabel angeschlossen, wird der Player unter Windows XP direkt und ohne zusätzliche Treiberinstallation als externes Laufwerk erkannt. Daten wandern dann per Drag-and-Drop vom Explorer auf den mobilen Datenträger. Eine extra Software, die diese Aufgabe übernimmt, liegt nicht mit im Paket.

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Berührungsintensive Steuerelemente sind immer ein zweischneidiges Schwert. Sie lassen sich optisch wunderbar in ein Gehäuse integrieren, und eine leichte Berührung erlaubt das Blättern durch lange Listen. Apples Clickwheel ist hier das Maß aller Dinge. Im Falle des Meizu Miniplayers ist die Umsetzung nur halb gelungen.

Meizu M6 Miniplayer

Das Touchpad reagiert ein wenig zu feinfühlig. Leider lässt sich die Intensität im Menü nicht regeln.

Die Sensitivität ist fast schon erschreckend hoch und lässt sich im Menü leider nicht regeln. Grobmotoriker dürften daher Mühe haben, den daumendicken Streifen exakt zu bedienen. Hinzu kommt, dass die Anordnung auf der rechten Seite Linkshändern Probleme bereiten könnte. In der Hosentasche die richtigen Tasten zu treffen, ohne die Einstellungen zu verändern, ist eine Aufgabe für Zauberer. Eine mechanische Tastensperre schützt dafür vor ungewolltem Ein- oder Ausschalten.

Abtauchen: Menüführung und Funktionen

Nach einiger Zeit hat man den Dreh dann aber raus und navigiert zügig durch das logisch strukturierte Menü. Lieder lassen sich nach Kriterien wie "Interpret", "Album" oder "Alle Titel" sortieren. Nach jeder Datei-Änderung verlangt der Miniplayer nach einem Update der internen Musikbibliothek, das aber in sehr kurzer Zeit über die Bühne geht. Im Menü lässt sich zudem festlegen, ob der Browser die Songs nach Titel oder Dateiname ordnen soll.

Schaltet man den Miniplayer während der Wiedergabe aus, merkt er sich die aktuelle Position im Stück. Nach einem Neustart wird der Titel dann an gleicher Stelle fortgesetzt (Resume). Leider lassen sich keine dauerhaften Lesezeichen setzen (Bookmarks). Dafür ist es möglich, gleich mehrere Wiedergabelisten direkt am Player zu erstellen und zu verwalten. Dazu muss lediglich ein Song im Menü ausgewählt, und die untere Taste für ein paar Sekunden gedrückt werden. Anschließend befindet sich der Titel in der Liste "On-The-Go".

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu MP3-Player hier.