Dell XPS 700 im Test: Spielmaschine mit Intel Core 2 Duo
Par excellence: Stromsparer und Leisetreter
Weniger eindeutig fällt der Vergleich zwischen Dell XPS 700 und Rundum-Lautlos-PC hingegen bei der reinen Spieleleistung aus. Obwohl die beiden GeForce 7800 GTX insgesamt bloß halb so viel Grafikspeicher besitzen wie die 7950 GX2, die de facto ebenfalls aus zwei Grafikkarten besteht, schneidet die Machbarkeitsstudie von netzwelt sowohl bei 3DMark06 als auch "Half-Life 2" und "Quake 4" unter sehr hohen Qualitätseinstellungen geringfügig besser ab. Geschlagen geben muss sich Dells bestes Stück auch bei der Arbeitsspeicher- und Festplatten-Geschwindigkeit. Letztere könnte darauf zurückzuführen sein, dass für den RAID-0-Modus zwei unterschiedliche Festplatten eingesetzt werden.
Beim Blick auf den Stromzähler staunen wir abermals nicht schlecht. Denn der XPS 700 schluckt bei voller Auslastung mit 264 über 130 Watt weniger als sein Vorgänger, vom vergleichbaren Alienware Aurora 7500 und Tarox Modula Extreme 8000 V2 trennen ihn immerhin noch satte 104 und 60 Watt. Ein hervorragender Wert, der sich bei Viel-Spielern merklich auf die Stromrechnung niederschlagen dürfte. Im Leerlauf verpufft die Energieersparnis zwar wieder, doch schließlich sind derartige Hochleistungsmaschinen nicht zum anspruchslosen Herumdümpeln gedacht.
Dell XPS 700 im Test: Spiele-Bolide mit Intel Core 2 Duo
Der Zugriff auf die obere DVD-Schublade wird durch das nach vorn geneigte Gehäuse eingeschränkt.
Hochwertige Eingabegeräte von Logitech als praktisches Zubehör, aber nur bedingt spieletauglich
Grobe und unregelmäßige Spaltmaße: Die Verarbeitung lässt leider zu wünschen übrig
Ein wacklig befestigter Speicherkartenleser steckt hinter einer billig wirkenden Plastikblende.
Rückansicht mit goldenen Anschlüssen des Creative Sound Blaster X-Fi XtremeMusic
Obligatorische Front-Anschlüsse für USB, Kopfhörer, Mikrofon und FireWire
Blick auf den Intel Core 2 Duo E6700 und das passiv gekühlte Mainboard
Praktische Fernbedienung mit unpraktischem Anschluss für das Windows Media Center
Plattenbau: Die Außenhülle besteht bloß aus vier knapp drei Millimeter dicken Alu-Profilen
Wirklich laut wird der Dell XPS 700 nur unmittelbar nach dem Druck auf den extrem schwergängigen Einschaltknopf, akustische Assoziationen zu stark frequentierten Einflugschneisen und Megawatt-Haartrocknern bleiben aber zum Glück nur von kurzer Dauer. Sonst beschränken sich die Lüfter auf ein zwar hörbares, aber noch angenehmes Rauschen, das selbst nach längerem Spielen nur wenig ansteigt. Leider nervt das Netzteil in sehr ruhiger Umgebung mit einem fiesen hochfrequenten Pfeifton, der subjektiv noch unangenehmer ausfällt als die restliche Geräuschkulisse. Mit ihren 750 Watt ist die Stromversorgung für die vorliegende Konfiguration ohnehin völlig überdimensioniert. Dass der wassergekühlte Rundum-Lautlos-PC von netzwelt deutlich leiser werkelt, verwundert nicht weiter.
Platz eins nicht auf jedem Treppchen
Fest steht: Der XPS 700 ist der bis dato beste Gaming-PC, den Dell jemals auf die Menschheit losließ. Die Kombination aus Intel Core 2 Duo und Nvidia GeForce 7950 GX2 begeistert nicht allein durch ihre enorme Leistung, sondern auch einen ausgesprochen gezügelten Energiehunger und niedrigen Lärmpegel. Wie bei den Vorgängern besteht bei der Verarbeitungsqualität aber immer noch Nachholbedarf. Abgesehen vom Rundum-Lautlos-PC, der in Eigenregie von netzwelt gebaut wurde und eine völlig andere Philosophie vertritt, ist der Dell XPS 700 der schnellste PC, den wir jemals testeten.
Links zum Thema
- Alienware Aurora 7500 im Test
- Gaming-PC im Vergleichstest: Dell gegen Tarox
- Shuttle XPC P 2500G im Test
- Projekt: Rundum-Lautlos-PC von netzwelt
- Nvidia GeForce 7950 GX2 im Test
