Profi-Paket mit Gewichtsänderung, neuer Optik und nützlichem Zubehör
Razer Copperhead Pro-Tools im Test: Tuning für die Gamer-Maus
Mäuse, Tastaturen, Zubehör
Manche tunen ihren Golf GTI, andere ihre Maus. Bei einer der besten Gamer-Mäuse auf dem Markt gibt es dafür nur eine Möglichkeit, ohne gleich zu Sekundenkleber, Schleifpapier oder Spraydose greifen zu müssen: die Pro-Tools für die Razer Copperhead. Doch lohnt sich die knapp 15 Euro teure Investition überhaupt?
Statt tieferlegen, verbreitern und leistungssteigern verfolgt der Tuning-Kit ganz andere Absichten. Zum einen liefert er das nach, was Raptor-Gamings M2 vormachte und Logitechs G5 perfektionierte - eine Gewichtsverstellung. Zum anderen beinhaltet er so genannte "Dummy"-Knöpfe für die vier Seitentasten, die deren Funktion absichtlich einschränken sowie eine anthrazitfarbene Oberschale mit einem silbernen Schlangen-Emblem. Hinzu kommen zwei Sets Teflon-Füßchen und eine schwarze Transporttasche aus Neopren.
InhaltNomen est omen
Unelegant gelöst
Neopren-Garage für neue Karosse
Fazit: Pro gibt auch Contra
Offensichtlich wählte Razer die Bezeichnung "Pro-Tools" nicht ohne Grund. Denn nur wer sich selbst für professionell genug hält, um an seiner mindestens 50 Euro teuren Maus herumzudoktern, sollte das Werkstuning ernsthaft in Erwägung ziehen. Besonders deshalb, weil die Verwendung des Upgrades den sofortigen Garantieverlust bedeutet. Zwar erfordert der Umgang mit dem mitgelieferten Schraubenzieher keine besonderen Fachkenntnisse, doch latente Grobmotoriker sollten besser gleich die Finger davon lassen. Unser Proband für die sensible Umbauaktion: eine Copperhead in der aggressiven Farbvariante "Anarchy Red".
Mit dem chirurgischen Eingriff beginnen wir an der Unterseite, wo es zunächst das sichelförmige Standfüßchen am hinteren Ende zu entfernen gilt. Allerdings sitzt die darunterliegende Schraube derart fest, dass wir das beigepackte Werkzeug gegen ein größeres aus dem Werkzeugkasten eintauschen müssen. Danach lösen wir durch leichtes Wackeln vorsichtig die schwarze, etwas widerspenstige Oberschale und ziehen den Stecker der integrierten Leuchtdiode. Obwohl damit das Schwerste geschafft ist, geht es kaum weniger heikel weiter.
Razer Copperhead Pro-Tools im Test
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.So einfach und elegant wie bei der Raptor-Gaming M2 und Logitech G5, die nach der Gewichtsänderung zudem ihre Garantie behalten, geht das Anbringen des zusätzlichen Ballasts leider nicht über die Bühne. Geradezu plump wirken die drei scheinbar aus Messing gefertigten Metall-Plättchen zu fünf, zehn und 15 Gramm, die mit gewöhnlichem doppelseitigen Klebeband Halt finden. Das gewünschte Gewicht wird lediglich auf ein paar integrierte Schaltelemente geklebt. Um die vier Seitentasten gegen die passenden Placebos zu ersetzen, müssen wir noch tiefer in den Innereien der Copperhead herumwühlen.
Links zum Artikel
- Genius Navigator 535 Agama im Test
- Logitech G5 Laser Mouse im Test
- Raptor-Gaming M2 im Test
- Razer Copperhead Pro-Tools im netzwelt-Shop
- Razer Copperhead vs. Razer Diamondback
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