Virtual Private Networks: P2P im kleinen Kreis
Sicher durch den VPN-Tunnel?
Da manche Router zahlreiche Einstellungen und Securityfeatures bieten, ist das Einrichten eines VPNs über die Hardware fast immer Profi-Sache. Weniger versierte User sollten deshalb lieber zu Hamachi greifen.
Egal ob per Windows, Hamachi oder Router: Bei einem Virtual Private Network können sensible, private Daten über das Internet übertragen werden. Wie sieht es da mit der Sicherheit aus?
Die Daten eines VPNs werden in einem bestimmten Netzwerkprotokoll übertragen - beispielsweise dem Point-to-Point Tunneling Protocol (PPTP) oder dem IP Security-Protokoll (IPsec). Dieses Protokoll ist bei der Übertragung wiederum in ein anderes Netzwerkprotokoll, meist TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) eingebettet. Die Einbettung eines Protokolls in ein anderes wird in der EDV auch als Tunnel bezeichnet. Die Daten in diesem Tunnel können sowohl unverschlüsselt als auch verschlüsselt übertragen werden.
Je nach verwendetem VPN-Protokoll (beim Windows-VPN ist dies beispielsweise standardmäßig PPTP) können mehr oder weniger aufwändige Verschlüsselungen für Sicherheit im VPN-Tunnel sorgen. Dies gilt sowohl für die Windows- als auch für die Router-VPN-Variante. Bitterer Beigeschmack bei Hamachi: Auch wenn die Entwickler versprechen, dass der Datenverkehr im Hamachi-VPN sicher ist, wird eine Überprüfung durch unabhängige Dritte schwierig. Der Quellcode der Software ist geschützt und kann nur von den Entwicklern eingesehen werden. Zudem werden alle Benutzernamen und Passwörter der Hamachi-User auf einem zentralen Servern gespeichert, was unlängst einige besorgte Datenschützer auf den Plan rief.
Fazit: Purismus vs. Komfort vs. Profi-Tools
Wer lediglich ein kleines virtuelles Netzwerk mit einem Server und einem Client erstellen möchte, keine Angst vor einer verhältnismäßig aufwändigen Einrichtung hat und auf zusätzliche Software lieber verzichten will, ist mit dem Windows-internen VPN-Möglichkeiten am besten beraten.
Wesentlich komfortabler geht es mit Hamachi: Nach der Installation der kleinen Software können auch ohne größere PC-Kenntnisse mit wenigen Mausklicks virtuelle Netzwerke erstellt werden. Dabei ist es auch möglich, mit mehreren Clients auf einen Server des gleichen Netzwerkes zuzugreifen und nach Wunsch sogar die freigegebenen Ordner der anderen Clients zu durchsuchen.
Wer einen VPN-fähigen Router sein Eigen nennt, kann auch darüber seinen Freunden und Bekannten ein virtuelles Netzwerk zur Verfügung stellen. Die Konfigurationen der einzelnen Geräte können sich jedoch erheblich unterscheiden und sind teils aufwändiger als die Einrichtung eines Windows-VPNs. Für Profis bieten die virtuellen Netzwerke über einen Router jedoch sicherlich die meisten Optionen für eine sichere Datenübertragung.
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