Privates Filesharing über VPNs
Virtual Private Networks: P2P im kleinen Kreis
Filesharing: Kennt jeder, kann jeder. Was jedoch, wenn man mal eben die AVI-Datei vom Urlaubsvideo oder die 300 Fotos vom letzten Geburtstag mit den Kumpels über das Web tauschen möchte? Dafür extra eMule bemühen oder BitTorrent ankurbeln? Viel zu kompliziert. E-Mail geht auch nicht - das 400 MB große Urlaubsvideo schafft es wahrscheinlich nicht mal bis zum Postausgangsserver. Trotzdem eignet sich das Internet wunderbar dazu, große Dateien im kleinen Kreis zu tauschen - zum Beispiel mit einem Virtual Private Network, kurz VPN.
Inhaltsverzeichnis
- 1VPN: Lokale Netzwerke über das Internet simulieren
- 2Puristisch, aber unkomfortabel: VPN mit Windows-Mitteln
- 3Einfach, schnell, komfortabel: VPNs mit Hamachi
- 4Hardware-Netz: VPN über den Router
- 5Sicher durch den VPN-Tunnel?
- 6Fazit: Purismus vs. Komfort vs. Profi-Tools
VPN: Lokale Netzwerke über das Internet simulieren
Ein Virtual Private Network ist im Prinzip ein Netzwerk, welches die Infrastruktur eines anderen Netzwerkes, beispielsweise des Internets, nutzt. So bietet ein VPN die Möglichkeit, ein eigenes, geschlossenes Netzwerk zu erstellen, welches sich beim Internet lediglich die Leitung borgt. Das Virtual Network bietet dabei jeden Komfort und alle Möglichkeiten eines lokalen Netzes.
Dazu gehören beispielsweise freigegebene Ordner, in denen das Urlaubsvideo, die Geburtstagsfotos oder andere Dateien abgelegt werden. Dieser freigegebene Ordner kann dann von allen Teilnehmern, die über das Internet Zugriff auf das Netzwerk haben, aufgerufen werden. Das Herunterladen der Dateien in diesem Ordner ist dann genauso einfach wie das Kopieren einer Datei in einem lokalen Netz. Für alle anderen Internetuser ist das VPN tabu: Rein kommt nur, wer auch rein darf.
Puristisch, aber unkomfortabel: VPN mit Windows-Mitteln
Wer etwas versiert im Umgang mit Windows ist, kann ein Virtual Private Network leicht mit Microsofts Hausmitteln umsetzen. Dabei unterscheidet Windows zwischen Server- und Client-Rechnern. Der Rechner, auf dem das Urlaubsvideo liegt, wird beim Windows-VPN dementsprechend als Server deklariert. VPN-Server sind in Windows 2000 sowie in der Home- und Professional-Version von Windows XP standardmäßig an Bord. Bei der Einrichtung des VPN-Servers wird dann ein Nutzer angelegt, der mit den üblichen Windows-Rechten, beispielsweise für die Benutzung von Netzwerkdruckern oder eben den Zugriff auf freigegebene Ordner, ausgestattet werden kann.
Eine schrittweise und bebilderte Anleitung zum Anlegen eines Windows-VPN-Servers, sowie des dazugehörigen Clients, findet sich auf der Homepage "easy-network" (Link am Ende der Seite).

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Nicht vergessen sollte man openvpn http://openvpn.net, das sowohl unter Windows als auch Linux funktioniert, komplett open-source ist, aber vom Konfigurationsaufwand doch beachtlich ist. Läuft mit ssl...